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Brandenburg/Havel Handicap-Disco: Kleine Flucht aus dem Alltag
Lokales Brandenburg/Havel Handicap-Disco: Kleine Flucht aus dem Alltag
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00:19 18.06.2017
Mathias Fritze (li.) Dorina Nörenberg (2.v.l.) und Dagmar Gade (re.) genießen die Musik beim Tanznachmittag. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Es war eine schöne Abwechslung für die Bewohner der Gemeindenahen Psychiatrie in Brandenburg an der Havel – der Tanznachmittag am Dienstag für Menschen mit und ohne Handicap, der diesmal unter dem Motto „Sommerliche Rhythmen“ stand. Einige der Psychiatrie-Bewohner hatten sich extra schick gemacht, so wie Dorina Nörenberg, die bei solchen Veranstaltungen immer dabei ist und mit ihrem rosafarbenen Tellerrock die Blicke auf der Tanzfläche auf sich zog.

„Viele Bewohner wünschen sich, ein ganz normales Leben zu führen und auch mal in eine Diskothek gehen zu können“, sagt Jasmin Ehling, Mitarbeiterin der Kontakt- und Beratungsstelle sowie ambulante Betreuerin in der Gemeindenahen Psychiatrie. „Hier haben wir endlich einen sicheren Rahmen dafür geschaffen und ermöglichen ihnen diesen Wunsch.“

Zusammen mit ihrer Kollegin Madeleine Rölicke hatte sie diesen besonderen Nachmittag mit Getränken und Spielen wie etwa Limbo- und Stopptanz vorbereitet. Sie wusste, dass der Andrang wieder groß sein wird, denn auch an Fasching und Ostern waren die Tanzveranstaltungen gut besucht.

Hintergrund

In diesem Jahr soll es noch weitere Veranstaltungen dieser Art in den Räumen der Gemeindenahen Psychiatrie in der Wilhelmsdorfer Straße 16a geben.

Am 5. September ist ein Oldie-Abend geplant, am 24. Oktober soll eine Halloween-Feier stattfinden.

Unter dem Motto „Schneegestöber“ will man am 5. Dezember das Tanzbein schwingen.

Kurz vor 15 Uhr traf der DJ Ton-Art und Leiter der Gemeindenahen Psychiatrie Frank Gerstmann ein – „Hereinspaziert, hereinspaziert“, rief er ins Mikrofon und schon beim ersten Lied „Hands up“ von Ottawan – ein Disko-Hit aus dem Jahr 1981 – füllte sich die Tanzfläche. Frank Gerstmann wünscht sich, dass in Zukunft auch Menschen ohne Behinderung den Tanznachmittag besuchen, „damit Inklusion gelebt werden kann“, sagt er.

Er weiß: „Von einer solchen Veranstaltung zehren die Bewohner sehr, da steht der Spaß im Vordergrund. Ich finde es wichtig, dass nicht jeder in seinem eigenen Saft schmort.“ Die Besucher des Disko-Nachmittages wüssten die Mühe um Vorbereitung, Animation und Moderation immer sehr zu schätzen.

Bei David Hasselhoffs Hit „Freedom“ kam auch der 30-jährige Mathias Fritze auf die Tanzfläche. Er arbeitet bei der Lebenshilfe in der Schlosserei. „Ich tanze schon immer gerne und mir gefällt es, hier in Kontakt mit anderen zu kommen“, sagt er. Auch die 54-jährige Dagmar Gade, die im Rollstuhl sitzt, genoss den Nachmittag: „Ich kann zwar nicht tanzen, aber ich mag es einfach, die Musik auf mich wirken zu lassen.“

Von Melanie Höhn

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