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Brandenburg/Havel Ein zaghafter Flirt mit der feschen Blonden
Lokales Brandenburg/Havel Ein zaghafter Flirt mit der feschen Blonden
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12:28 20.08.2014
Quelle: V. Maloszyk
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Brandenburg an der Havel

Alles begann im Frühsommer 1946 mit einem Zuwinken. Hans-Jürgen Kluge hatte den Auftrag, das Gelände des Konsums in der Wilhelmsdorfer Straße auf Vordermann zu bringen. Als er die dort als Sekretärin arbeitende Irmgard erspähte, die alle nur „Irmchen“ riefen, war es um den 18-jährigen Maurer-Umschüler geschehen. Vorsichtig grüßte er die fesche Blonde, aus dem Kopf ging sie ihm fortan nicht mehr.

Was mit zaghafter Annäherung begann, entwickelte sich schnell zu einer innigen Liebe.

Hans-Jürgen begleitete seine Irmgard tagtäglich auf dem Nachhauseweg, gemeinsam gingen sie in Göttin, wo er wohnte, zum Tanz. „Schon bald zog ich bei ihrer Familie ein“, sagt Hans-Jürgen Kluge heute. Dabei bezog er zunächst ein separates Zimmer, immerhin waren sie unverheiratet, die Zeiten andere.
Seit dem ersten Aufeinandertreffen imponierte ihm ihre zupackende Art, ihre positive Ausstrahlung. „Und ihr Dickkopf, der mir aber immer wieder gut tat“, lacht er heute. Gemeinsam unternahm das Paar viel, ging schwimmen oder spielte Tennis.

Parallel absolvierte Kluge in der Havelstadt ein Ingenieursstudium, das er im August 1949 abschloss. „Ich konnte nun endlich eigenes Geld verdienen. Wir verstanden uns gut, also beschlossen wir zu heiraten“, sagt Kluge. Am 20. August 1949 war es soweit, das Paar traute sich. Hans-Jürgen Kluge reüssierte nach einem weiteren Studium in den folgenden Jahrzehnten als überregional geachteter Architekt, arbeitete unter anderem in Potsdam und für das Bauministerium der DDR in Berlin. „Irmgard war in all den Jahren an meiner Seite. Ich war oft unterwegs, sie hat den Laden immer zusammengehalten.“

Und hatte ebenso beruflichen Erfolg:

Im Babelsberger Karl-Marx-Werk stieg sie zunächst zur Chef-Einkäuferin auf, ehe sie bis zur Wende Abteilungsleiterin im Berliner Kombinat für Kraftwerksbau war.
Die Zeit des Mauerfalls wurde für die Kluges indes zum großen Drama ihres Lebens, als ihr Sohn Stefan 31-jährig nach einem Unfall früh verstarb und Frau und zwei Töchter hinterließ. Die Kluges kehrten nach Brandenburg zurück, wo er fortan als freischaffender Architekt das Stadtbild mitgestaltete. Mit „Irmchen“ an seiner Seite, die ihrem Mann sämtliche Büroarbeiten vom Hals hielt. Heute ist seine Aufgabe eine andere, kümmert sich der 86-Jährige doch liebevoll um seine vor einiger Zeit an Demenz erkrankte Frau. Ihr eisernes Jubiläum begehen die Kluges am heutigen Tag mit alten Wegbegleitern. „Die Familie kommt am Wochenende zu einer Schifffahrt.“

Das Geheimnis ihrer so lange währenden Liebe verrät Hans-Jürgen Kluge nach 65 Ehejahren nicht, nur so viel: „Trotz aller Höhen und Tiefen, eines arbeitssamen Lebens und Irmchens Dickköpfigkeit haben wir uns so gut wie nie ernsthaft gestritten.“

Von Philip Rißling

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