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Havel Metal Foam ist startklar für die Serie

Zuhause in Kirchmöser Havel Metal Foam ist startklar für die Serie

Mit Leichtigkeit stark, der Slogan ist eingängig. Er bringt auf den Punkt was Kirchmösers jüngstes Industrieunternehmen ausmachen soll. Nach relativ kurzer Planungs- und Bauzeit ist die Firma Havel Metal Foam (HMF) startklar für die Serienproduktion. Die Produkte: Leichte, feuerbeständige Werkstoffe für verschiedene Anwendungen.

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Explosionstest bestanden. Friedrich Schuller mit

Kirchmöser. Mit Leichtigkeit stark, der Slogan ist eingängig. Er bringt auf den Punkt was Kirchmösers jüngstes Industrieunternehmen ausmachen soll. Nach relativ kurzer Planungs- und Bauzeit ist die Firma Havel Metal Foam (HMF)startklar, um in absehbarer Zukunft von der Prototyp-Phase in die Serienproduktion zu wechseln, wie Geschäftsführer Friedrich Schuller (50) sagt. Die Produkte: Leichte, feuerbeständige Werkstoffe für verschiedene Anwendungen.

Die Voraussetzungen sind geschaffen. Neben dem Werk der BBV Feuerverzinkung im Industriegebiet steht die neue 2400 Quadratmeter große HMF-Fabrihalle. Ein Teil der Maschinen ist bereits installiert. Der erste Ofen zum Aluminiumaufschäumen ist samt Kühlstrecke bereits in Betrieb, zwei weitere bis 600 Grad Celsius erhitzbare Spezialöfen kommen in Kürze hinzu. Sie sind die Herzstücke der Produktion.

Die Herstellung von Prototypen hat bereits im November begonnen. Die Auftragnehmer testen die Produkte, ehe sie sie grünes Licht geben. Nächster Schritt ist die Serienfertigung. Schuller: „Wir können liefern.“

Prototyp bereits im November hergestellt

Das Unternehmen greift als Produktionsbetrieb die Technologie auf, die das Metallschaumzentrum des Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) entwickelt hat.

Produkte sind die nach Kundenwünschen zugeschnittenen, gebohrten und gefrästen Bauteile aus Metallschaum, die auch Aluminiumschaum-Sandwiches genannt werden. Diese Metallteile kommen ohne Kleber aus und sind daher feuerbeständig. Sie sind rund 30 Prozent leichter als andere Werkstoffe, mechanisch belastbar und können recycelt werden.

„Wir haben für einen Kunden einen Sprengtest gemacht, unser Material hat dabei gut abgeschnitten“, erzählt Friedrich Schuller und zeigt dabei eine Platte, an der die Spuren abgeprallter Schüsse zu sehen sind. Schuller stammt aus Bamberg, er ist technischer Betriebswirt, arbeitet seit Jahren mit Investor Max Iann zusammen und ist seit dem vergangenen Jahr HMF-Geschäftsführer in Kirchmöser.

Sprengtest für einen Kunden

Kunden für ihre Aluminiumschaumlösung sucht und findet die Firmenleitung vorrangig in der Automobil- und Bahnindustrie, im Maschinenbau und im Schiffsbau. Vor der Fabrikhalle steht dazu passend eine begehbare ICE-Fronthaube, die aus Aluminiumschaum besteht.

Mit fünf Mitarbeitern und einem Lehrling in der Fertigung ist HMF an den Start gegangen, im Laufe des Jahres könnten je nach Auftragslage drei bis vier Mitarbeiter hinzukommen. Am Jahresende könnte der Betrieb laut Schuller inklusive Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung etwa 20 Menschen beschäftigen. Eine zweite Halle ist direkt neben der ersten geplant. Dort sollen die aufgeschäumten Produkte kundengerecht weiterverarbeitet werden.

Von Jürgen Lauterbach

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