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Havelfest: Sicherheitskonzept wird verschärft

Brandenburg an der Havel Havelfest: Sicherheitskonzept wird verschärft

Nach dem Terrorangriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Dezember 2016 steht auch das Brandenburger Havelfest im Fokus der Sicherheitsüberlegungen der Veranstalter um Gewerbevereinschef Michael Kilian. Für die Sicherheit an den drei Tagen sorgen wie in den Jahren zuvor insgesamt über 80 Security-Mitarbeiter und ein verschärftes Konzept.

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Michael Kilian vom Gewerbeverein verspricht ein sicheres Havel Fest.

Quelle: Ruediger Boehme

Brandenburg/H. Vom 16. bis 18. Juni öffnet die größte Partymeile in Brandenburg an der Havel wieder ihre Tore. Beim nunmehr 54. Havelfest werden dann mehrere zehntausend Besucher durch die Straßen der Innenstadt und entlang der Havelufer strömen. Auf die feierwilligen Massen wartet ein dreitägiges Familien- und Musikprogramm, das alle Generationen ansprechen soll.

Doch nach dem Terrorangriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Dezember 2016 und die zahlreichen Angriffe auf die Zivilgesellschaft in ganz Europa steht auch das Brandenburger Volksfest im Focus der Sicherheitsüberlegungen der Veranstalter um Gewerbevereinschef Michael Kilian. Für die Sicherheit an den drei Tagen sorgen wie in den Jahren zuvor insgesamt über 80 Security-Mitarbeiter einer Magdeburger Sicherheitsfirma.

Wie Michael Kilian sagt, werden in diesem Jahr die Taschen- und Einlasskontrollen noch einmal verstärkt.

Jede Tasche eines Gastes werde kontrolliert, versichert Kilian. Verstärkt werde auch nach Böllern und Feuerwerk gesucht. Denn schon ein einzelner Kanonenschlag auf einem Konzert könne eine Panik auslösen – und das werde man nicht zulassen. Überdies sind in diesem Jahr größere Taschen, Rucksäcke oder Koffer verboten. „Mit solchem Gepäck kommt man nicht auf oder über das Havelfest“, sagt Kilian. Sowohl in der Ritterstraße als auch in der Hauptstraße sowie an den Zugängen zum Salzhof und zum Heine-Ufer werden Einlasskontrollen die Einhaltung der Sicherheitsregeln durchsetzen.

Kilian: „Ich bin überzeugt, dass da nichts passiert. Das wird ein sicheres, fröhliches Fest. Aber wir sind vorbereitet.“ Dazu gehört auch ein Krisenstabsbüro, das die Veranstalter extra in der Hauptstraße angemietet haben und wo aus die Kommunikation und Gesamtorganisation des Festes gesteuert wird, das bei schönem Wetter durchaus 100 000 Menschen in die Brandenburger Innenstadt locken soll.

Auch der Neustädtische Markt wird zum Havelfest mit Fahrgeschäften und Buden gefüllt sein. Um dann das Durchbrechen eines LKW auf den Festplatz zu verhindern, werden große Betonteile aufgestellt, die heranfahrende Fahrzeuge stoppen. Entsprechende Sicherungen waren in der Vergangenheit beispielsweise auch auf der Fanmeile am Brandenburger Tor zu sehen.

Wie auch in den Jahren zuvor ist das Mitführen von Getränken auf dem Gelände des Havelfestes verboten. Allerdings dürfe eine Halbliter-Flasche mit Wasser im Gepäck verbleiben. In den Jahren zuvor hatte es bisweilen Ärger gegeben, weil die Einlasskontrollen selbst die Getränke für Kleinkinder eingezogen hatten.

Der Eintritt zum Havelfest ist wie immer frei, lediglich für das Konzert am Freitagabend auf der Stadtwerkebühne muss eine Karte gekauft werden.

Neben den Organisatoren und dem eingekauften Sicherheitsdienst bedeutet das Havelfest alle Jahre wieder auch mehr Arbeit für den Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Polizei. Koordiniert wurde diese Arbeit in den zurückliegenden Jahren vom für die Ordnung und Sicherheit zuständigen Beigeordneten Michael Brandt (CDU).

Von Benno Rougk

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