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Brandenburg/Havel Ringelnatter als Lebensretter
Lokales Brandenburg/Havel Ringelnatter als Lebensretter
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09:41 28.10.2018
Bei der Autorenlesung im Fontaneklub stellte unter anderem die Rathenowerin Rita König ihr neues Buch vor. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Lesungen der Havelländer Autoren im Frühjahr und im Herbst sind nicht nur beliebt beim Publikum, sie sind auch eine Institution in der Stadt Brandenburg. Erfreut registrierte Autor Friedrich Lohrmann Donnerstagnachmittag den Zustrom der zahlreichen Besucher. „Mit den vier Autoren hier auf dem Podium sind die Aktiven der Havelländer Autorengruppe vollzählig vertreten“, begrüßte er die Gäste. Mehr seien sie leider nicht mehr. Die fünfte Autorin sei das ehemalige Mitglied Rita König aus Rathenow. Sie sei Gast bei der Lesung, um ihr gerade frisch erschienenes Buch, den Roman „Fast schon ein ganzes Leben“ vorzustellen.

Erinnerungen an den Sommer

Beate Bölsche eröffnete den Lesereigen mit ihrem Gedicht „Heißzeit“, das Erinnerungen an den vergangenen Supersommer weckte. Später las sie noch ihre humorvolle Geschichte „Wissenschaftliche Hilfsarbeit“ vor.

Kann es sein, dass eine Schlange die Lebensgefahr erkennt, in die ein kleiner Junge geraten ist? Und wie wahrscheinlich ist es, dass sie dann Hilfe holt? Die Ringelnatter in der Erzählung von Brigitte Reichardt liegt im kleinen Gartenteich eines älteren Paares, um sich zu erfrischen. Der dreijährige Enkel der Senioren fällt unbemerkt in den Teich, als er versucht, die Ringelnatter im Wasser zu greifen und droht zu ertrinken. Schnell schlängelt sich das Tier auf dem staubigen Gartenweg zur Großmutter, die im hinteren Teil des Gartens arbeitet.

Bei der Autorenlesung im Fontaneklub stellte unter anderem die Rathenowerin Rita König ihr neues Buch vor. Quelle: Rüdiger Böhme

Als die Frau die Schlange erblickt, will sie ihr den Garaus machen. Doch die Ringelnatter kriecht wieselflink auf dem Weg zurück zum Teich. So wird der kleine Alex im Wasser gerade noch rechtzeitig entdeckt und kann gerettet werden. Warum die Ringelnatter jedoch nicht wie üblich auf dem kürzesten Weg durch das kühle Gras kroch, um zu ihrem Schlupfwinkel zu gelangen, konnten sich die Großeltern nicht erklären.

In einem arabischen Land ohne Geld und ohne Sprachkenntnisse den Reisebus zu verpassen, der ein Ehepaar pünktlich vor dem Ablegen zurück zu ihrem Kreuzfahrtschiff im Hafen bringen sollte, diesen Horror beschrieb anschaulich Gundela Plewka in ihrer Geschichte „Kaffeetrinken wie ein Sultan“.

Erfüllte Jugendträume

„Überraschender Besuch“: An einen Enkeltrick glaubte der Mann in der Geschichte von Friedrich Lohrmann, als in der Mittagsstunde ein ihm unbekannter junger Mann an seiner Tür klingelte. Wie hätte er ahnen sollen, dass er seinem früheren, 16 Jahre jungem Ich gegenüber stand. Ob sich seine Jugendträume erfüllt hätten, will der Besucher von ihm wissen. Der Mann erkennt, dass sich in seinem Leben alles richtig gefügt hat. Allerdings sei dies mehr zufällig gewesen als geplant, gesteht er sich ein.

Bei der fünften Autorin auf dem Podium handelte es sich um die Schriftstellerin Rita König aus Rathenow. Sie kam zur Vorpremiere ihres Buches „Fast schon ein ganzes Leben.“ Sie las drei Kapitel aus dem Roman vor, der von dem DDR-Ehepaar Paul und Birgit handelt. Birgit hatte Paul Mitte der 1970er Jahre geheiratet, weil sie sicher war, dass sie ihn nach ihren Wünschen formen könnte. Doch Paul war wenig ehrgeizig, so dass seine Karriere stagnierte. Da kam die Wende mit all ihren Möglichkeiten. Würde Paul die Chance nutzen und für Birgit der Draufgänger werden, der ihr alles bietet, was sie sich so sehnlich wünscht?

Von Ann Brünink

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