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Brandenburg/Havel Havelradweg soll seinen Namen verdienen
Lokales Brandenburg/Havel Havelradweg soll seinen Namen verdienen
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14:34 03.08.2016
Pritzerbe ist der Hauptort von Havelsee. Das Stadtrecht ging 2002 auf die Neugründung mit fünf Ortsteilen über. Quelle: Dirk Fröhlich
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Havelsee

Zwei Wochen lang haben die Bewohner der Stadt Havelsee ihre Ortsteile noch besser kennengelernt. Jeden Tag sogar aus der Vogelperspektive dank der Luftaufnahmen unseres Fotografen Dirk Fröhlich. In zwölf Ausgaben wurde in der Reihe „MAZ zu Hause in...“ aus allen stadtangehörigen Orten berichtet.

Ab dem 22. August geht es in unserer Reihe mit den Gemeinden im Amt Ziesar weiter. Was die Stadt Havelsee so lebenswert macht und welche Probleme es gibt, spiegelt auch die MAZ-Umfrage wider. Zu vier Fragen wurden jeweils vier Beantwortungsmöglichkeiten vorgegeben.

Von Hundekot bis Funkmast

Bei der Umfrage haben die Leser aus Havelsee einige Themen aufgeschrieben, die ihnen am Herzen liegen und worüber die MAZ berichten sollte. Vermisst wird zum Beispiel ein öffentlich begehbarer Uferstreifen von der Pritzerber Ablage bis zum Erdeberg, wie es früher einmal war. Kritisch wird die Sauberkeit in der Birkenwäldchen-Siedlung gesehen. Der Spielplatz sei verdreckt. Acker und Wald würden zur Müllkippe verkommen.

Klagen gibt es über Hundekot und mangelnde Busverbindungen nach Brandenburg, vor allem morgens und abends. Mit Sorge wird in Fohrde die mögliche Aufstellung eines Funkmastes gesehen. Die Fohrder Hauptstraße ist kaum beleuchtet. Gefordert wird ein Radweg zwischen Pritzerbe und Marzahne. In Hohenferchesar müssten Straßen saniert werden.

Ein Ergebnis ist klar und deutlich. Fast die Hälfte aller Umfrageteilnehmer, nämlich 44 Prozent, halten die von einem Investor geplante Errichtung eines Ferienparks in Kützkow für eine gute Idee, um die touristische Entwicklung voranzutreiben. Weitere 23 Prozent können sich mit dem Vorhaben durchaus anfreunden, wenn im Zuge des Genehmigungsverfahrens Kützkow besser an das Straßennetz in Richtung Bahnitz angebunden wird. Bis jetzt sind beide Orte nur durch einen schmalen Fahrweg verbunden, auf dem sich immer öfter Radler und Autofahrer begegnen. 23 Prozent lehnen das Projekt grundsätzlich ab: Havelsee braucht keine neuen Bungalows. Neun Prozent der Umfrageteilnehmer ist die Entwicklung in Kützkow egal.

Was die nächste Kreisgebietsreform anbelangt, gibt es einen klaren Auftrag an die Politik. So sprachen sich 69 Prozent für einen Verbleib der Stadt Havelsee im Amt Beetzsee und im Landkreis Potsdam-Mittelmark aus. Nur sechs Prozent der Teilnehmer meinen, dass die Stadt Havelsee im Nachbarkreis Havelland besser aufgehoben wäre. Drei Prozent sprachen sich für einen Zusammenschluss der Kommunen im Amt Beetzsee zu einer Großgemeinde aus. Und 18 Prozent sind der Meinung, dass die Bürger zu diesem Thema ohnehin nicht gefragt werden.

Die in diesem Jahr abgeschlossene Stadtsanierung in Pritzerbe wird von einer deutlichen Mehrheit der Befragten positiv gesehen. „Die Stadtsanierung ist gut angelegtes Geld. Pritzerbe ist schöner geworden“, finden immerhin 62 Prozent. Weitere 18 Prozent sind zufrieden, hätten sich aber als private Hausbesitzer mehr Förderung gewünscht. Es hätte besser laufen können, sagen 14 Prozent der Umfrageteilnehmer. Ihrer Meinung nach sei das Geld nicht immer sinnvoll angelegt worden. Nur ein Prozent ist der Meinung, dass die Stadtsanierung ein Fehler war.

Was die Situation für Radfahrer betrifft, wird der Bedarf einer Trasse entlang der Landesstraße 962 zwischen Plaue und Fohrde besonders deutlich. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer monieren, dass sie schon viel zu lange auf einen Radweg warten müssen. Und das auf einer Strecke, die als Bestandteil des Havelradweges ausgewiesen ist. Aktueller Stand: Beim Landesamt für Bauen und Verkehr gibt es noch immer keinen Planfeststellungsbeschluss. „Deshalb arbeiten wir derzeit nicht an diesem Projekt“, sagte Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen am Mittwoch der MAZ. 40 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich zu dem mehr Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen. Nur acht Prozent halten den Radweg entlang der B 102 für ausreichend. Zwölf Prozent sind der Meinung, dass die Stadt bei der Radwegentwicklung die Zeit verschlafen hat.

Von Frank Bürstenbinder

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