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Brandenburg/Havel Hebamme eröffnet neue Praxis in der Stadt
Lokales Brandenburg/Havel Hebamme eröffnet neue Praxis in der Stadt
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15:30 05.12.2017
Hebamme Franziska Ensslen ertastet, wie weit die Gebärmutter der hochschwangeren Patricia Rall schon gewachsen ist und ob auch sonst alles in Ordnung ist. Quelle: Ruediger Boehme
Brandenburg an der Havel

Das erste kleine Wunder in der gleichnamigen Hebammenpraxis ist schon vollbracht. Rubina Wilhelmine, 53 Zentimeter, ist das erste Mädchen, das Franziska Ensslen (27) in ihrer gerade eröffneten eigenen Praxis begleitet. Neugierig sei sie darauf, wie sie nun komplett alles selbst organisieren kann und muss, sagt die gebürtige Brandenburgerin.

Die Praxis am Neustädtischen Markt ist noch nicht komplett eingerichtet, als sich die MAZ vor einigen Tagen mit der jungen Frau verabredet hat, die nach dem Abitur 2009 am Brecht-Gymnasium in die Hebammenausbildung gegangen ist.

Das erste kleine Wunder in der gleichnamigen Hebammenpraxis ist schon vollbracht. Rubina Wilhelmine, 53 Zentimeter, ist das erste 53 Mädchen, das Franziska Ensslen (27) in ihrer gerade eröffneten eigenen Praxis begleitet. Neugierig ist sie darauf, wie sie nun komplett alles selbst organisieren kann und muss, sagt die gebürtige Brandenburgerin.

Neben ihr macht es sich Patricia Rall (30) in einem beneidenswerten Sessel bequem. Sie trägt ihr Kind schon im zehnten Monat unter dem Herzen. Die Hebamme ertastet, wie weit die Gebärmutter schon gewachsen ist und hält dann das Pinard-Rohr an den kugelrunden Bauch der Patientin, die sie noch vom ersten Kind kennt. „Es trampelt tierisch“, sagt Franziska Ensslen.

Die staatlich examinierte Hebamme hat ihren Beruf in der Medizinischen Schule in Cottbus gelernt und ihren praktischen Teil am städtischen Klinikum Brandenburg absolviert, wo sie bis heute stundenweise arbeitet. Ihrer Heimatstadt ist sie nur ein Jahr lang in Hamburg untreu geworden, dann führte sie das Heimweh zurück.

Indische Babymassage und Fitness-Workout

Seit 2014 hatte Franziska Ensslen in einer Hebammen-Gemeinschaftspraxis gearbeitet und sich seither ständig fortgebildet. Sie bietet indische Babymassage an und „K-Taping“. In der Physiotherapie Nord bietet die zertifizierte Trainerin Kanga an, ein schweißtreibendes „Fitness-Workout“ mit Spaß dabei.

Der Begriff sagt außer jungen Müttern und Experten wohl kaum jemandem etwas. Die kleinen Babys ruhen im Trageband, während ihre Mütter gemeinsam ihre Muskeln anregen, ihre Fitness erhöhen und ihr Körpergefühl stärken. „Die Mütter müssen ja fit sein zu Hause“, erklärt die Gründerin des „Kleinen Wunders“. Sie versichert, wie anstrengend das Kangatraining sei für Arme, Rücken, Po und Bauch.

„Wir haben am Ende alle Muskelkater, ich auch“, erzählt die Hebamme. Nur eine Menschengruppe bleibt entspannt. So nah am mütterlichen Körper schlummern die Babys eines nach dem anderen ein.

Rechtzeitig um einen Termin kümmern

Zeit zum Schlafen im neuen Zuhause hat inzwischen auch Rubina Wilhelmine. Nur einen Tag nach dem Treffen mit der MAZ kam die Tochter von Patricia Rall auf die Welt. „Das Blitzlicht hat den kleinen Star wohl heraus gelockt“, vermutet Franziska Ensslen. Der 3740 Gramm schweren und 53 Zentimeter großen Kleinen gehe es gut, sie erholt sich mit ihrer Mutter von der Geburt.

Hebammen in Brandenburg sind eine stark nachgefragte Berufsgruppe in der Stadt Brandenburg und der Umgebung. Vor allem Frauen, die auf dem Land leben, haben es nicht einfach, eine Hebamme zu finden. Denn es gibt nur 14 von ihnen in Brandenburg. Werdende Mütter sollten sich frühzeitig um ihre Geburtsbegleiterin kümmern.

Von Jürgen Lauterbach

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