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Heiliger reitet auf einem Papp-Pferd

Martinsumzug in Wusterwitz Heiliger reitet auf einem Papp-Pferd

In Wusterwitz wurde in der Dorfkirche am Samstag nicht nur die Martinsgeschichte aufgeführt. Bereits am Vormittag haben Kinder mit Gemeindepädagogin Karin Hausmann und Helfern gekocht und gebastelt. Für den Umzug entstand sogar ein Pferd aus Pappe, denn ein lebendiges war diesmal nicht aufzutreiben.

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Martinsumzug durch das dunkle Wusterwitz.

Quelle: Silvia Zimmermann

Wusterwitz. Stefanie Flueras, Justin Dietrich, Heinrich Pfeifer und Helene Lieseke waren am Samstag besonders aufgeregt. Denn sie durften die Hauptdarsteller des kleinen Stücks sein, das sie in der Wusterwitzer Kirche vor Eltern, Geschwistern und Verwandten vorführten. Das Anspiel mit anschließenden Laternenumzug war der Höhepunkt des Sankt-Martins-Tages in Wusterwitz.

Die neunjährige Stefanie schlüpfte in die Rolle des heiligen Martin. Justin stellte den Bettler dar. Helene die Mutter von Martin und Heinrich den Soldaten. Mit Unterstützung von Pfarrer Holger Zschömitzsch wurde die Geschichte von heiligen Martin dargestellt. Martin, der bereits 316 vor Christi geboren wurde, erzählte seiner Mutter, dass er gar kein Soldat werden möchte, sondern Christ. Aber die Tradition sah es vor, dass er wie sein Vater eine Laufbahn in der römischen Armee absolvieren sollte. Als Martin dann Soldat war, sah er eines Tages einen Bettler, der fror. Er zögerte nicht lange und teilte seinen Umhang mit diesem armen Mann.

Vom Soldaten zum Bischof

Das brachte dem Soldaten keinen Ruhm in der Armee. Er wurde entlassen und Martin entschloss sich als Mönch in einem Kloster zu leben. Er war durch sein Güte und Herzlichkeit bekannt geworden und sollte zum Bischof ernannt werden. Der bescheidene Mönch wollte das nicht und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Gefiederten waren es, die durch ihr Geschnatter den Aufenthaltsort von Martin verrieten.

Bereits am Vormittag ging es los

„Es war ein sehr schöner Tag“, schätze die Gemeindepädagogin Karin Hausmann ein. Bereits am Vormittag ging es los. „Wir haben den Kindern den Martin vorgestellt und ihnen die Geschichte erzählt. In kleinen Gruppen wurde gebastelt, Kürbissuppe gekocht und das Anspiel einstudiert“, berichtete Karin Hausmann. 19 Mädchen und Jungen zwischen fünf und vierzehn Jahren aus Wusterwitz, Zitz und Woltersdorf seien mit Begeisterung dabei gewesen. Aufgeregt erzählten die Kinder, was sie alles bastelten. Da entstanden zum Beispiel Laternen. Der ehrenamtlicher Helfer Steffen Schimke bastelte mit ihnen aus Pappe ein Pferd, denn es war kein lebendiges für den Umzug aufzutreiben. Also wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Damit sich das Pferd bewegt , behalf man sich mit einem Handwagen. Unterstützung bekam die Gemeindepädagogin neben Schimke von Doris und Holger Zschömitzsch und Christine Pfeifer. Nach dem Umzug verweilte die Kolonne am Gemeindehaus am Martinsfeuer. Die Kinder durften sich aus einer großen Gans kleine Überraschungen nehmen.

Von Silvia Zimmermann

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