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Brandenburg/Havel Von Wusterwitz-Ausstellung bis Götze-Gedenktafel
Lokales Brandenburg/Havel Von Wusterwitz-Ausstellung bis Götze-Gedenktafel
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06:45 22.11.2014
Einige Wusterwitzer Heimatfreunde haben sich im Vereinsraum am Harmonium versammelt. Quelle: C. Nack
Wusterwitz

Ein geschenktes Harmonium aus dem 19. Jahrhundert der Eheleute Gork, der jetzigen Besitzer der Holländer Mühle, ist die jüngste Errungenschaft der Heimatforscher. Die derzeit in der Tourist-Information gezeigten Schautafeln über den Ersten Weltkrieg mit Ausführungen zum Gefangenenlager in Großwusterwitz und dem Bau der Pulverfabrik in Kirchmöser nebst Kriegskasse und Inflationsgeld ist ihre aktuellste Ausstellung. Der Wusterwitzer Heimat- und Kulturverein besteht zehn Jahre. Sein Jubiläum beging er mit einer Quedlinburg-Fahrt.

„Wir haben allen Grund zum Feiern, denn wir haben in dieser Zeit eine Menge geschafft“, sagt Marlies Gohlke (74), die Leiterin der AG Dorfgeschichte hat wie der Verein im November Geburtstag. Um die Geschichte des Ortes weiter zu dokumentieren und Vergessenes in Erinnerung zu bringen, wurde er ins Leben gerufen. Wie bei seiner Gründung zählt er jetzt wieder 15 Mitglieder. Zwischenzeitlich waren es zwei Dutzend.

Außenminister Steinmeier zu Gast

Bleibend sind die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Dauerausstellung, die 2009 anlässlich des 850. Ortsjubiläums eröffnet wurde, und die Mitarbeit an der Chronik. Diese Exposition unterm Dach der Tourist-Info, die durch thematische Ausstellungen im Parterre ergänzt wird, gibt Einblicke in das Leben und Arbeiten der zurückliegenden 100 Jahre in Wusterwitz und wird stetig aktualisiert. Auch Kita-Gruppen, Schulklassen und Urlauber gehören zu den Besuchern. Prominentester Gast war der jetzige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

16 heimatgeschichtliche Themenausstellungen

Bisher waren es 16 heimatgeschichtliche Themenausstellungen – mit „Feuer und Flamme“ ist die nächste bereits in Arbeit. Außerdem zählen zehn Veranstaltungen im Seniorenklub, vier Vorträge in der Kulturscheune sowie 25 geführte Radtouren und Wanderungen von Kirchmöser bis Kade zur Bilanz. Bei großen Arbeitseinsätzen haben die Heimatfreunde das Vereinsdomizil im alten Hort renoviert, den Wusterwitzer Kirchturm wieder begehbar gemacht (durch den Hans-Christian Freund auf Wunsch führt), die 55 Gedenksteine für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Großwusterwitzer gesäubert und dafür gesorgt, dass deren Namen wieder lesbar sind. Im vorigen Jahr wurde auf dem Dorffriedhof die Gedenktafel für Vater Wilhelm Götze eingeweiht, der im Juni seinen 60. Todestag hatte. Entstanden ist außerdem ein Wusterwitz-Modell.

Im alten Hort

Gegründet wurde der Heimat- und Kulturverein am 3. November 2004.
Im alten Hort hat er seit fünf Jahren sein Domizil. Zuvor nutzte er einen Raum in der Schule für den Fundus.

Die erst von Freund und seit fünf Jahren von Hans-Georg Apfel geführten Heimtfreunde wollen ihren Dank an Kommune, Amt, Kirchengemeinden und an die Wusterwitzer nicht unerwähnt lassen, die sich mit Exponaten, Erinnerungen und Erzählungen einbringen. Wermutstropfen ist ein Durchschnittsalter von 72 im Verein. Der Vorstand: „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Jüngere unsere Arbeit fortführen werden.“

Von Claudia Nack

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