Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Bühnenjubiläum: Heintje feiert in der Sankt-Annen-Galerie
Lokales Brandenburg/Havel Bühnenjubiläum: Heintje feiert in der Sankt-Annen-Galerie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:19 12.12.2018
Zum 50. Bühnenjubiläum darf Heintjes größter Hit „Mama“ nicht fehlen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Vor knapp 50 Jahren sang er im deutschen Fernsehen zum ersten Mal den Song, der ihn schlagartig bundesweit zu einem Phänomen machte – am 21. Dezember 1967 trällerte der damals zwölfjährige Heintje in der ZDF-Show „Der Goldene Schuss“ mit Vico Torriani 55 Sekunden lang den Song „Mama“. Und das Land lag ihm zu Füßen.

Zum 50. Bühnenjubiläum lässt Heintje noch einmal Erinnerungen wach werden. Die Zuhörer in der Brandenburger Sankt-Annen-Galerie sind begeistert.

Zum Bühnenjubiläum trat der bekannte Sänger, dessen gebürtiger Name Hendrik Nikolaas Theodor Simons lautet, am Dienstagnachmittag in der Sank-Annen-Galerie in Brandenburg an der Havel auf. Im Gepäck: seine Hits und der Beweis, dass Heintje sein Publikum, egal ob alt oder jung, nach all den Jahren immer noch begeistern kann.

Fan seit Kindertagen

„Leider hat er sich die letzten Jahre etwas rar gemacht“, sagt beispielsweise Karin Wachsmut. Für die 64-jährige Brandenburgerin stellte der Auftritt die erste Möglichkeit dar, Heintje live auf der Bühne zu sehen. „Ich bin Fan seit Kindertagen, wir sind ja fast auch ein Jahrgang.“ Für Wachsmut seien alle Lieder des Sängers schön, aber besonders habe es ihr „Mama“ angetan. Diesen Titel gab es dann auch gleich zu Beginn des Auftrittes, immerhin der größte Hit Heintjes.

So hielt sich „Mama“ 1968 ganze 25 Wochen in den deutschen Charts, schaffte es dort bis auf Platz zwei und war zu diesem Zeitpunkt bundesweit die meistverkaufte Single. Ein Song, von dem sogar zur damaligen Zeit Friedhöfe meldeten, dass dieser bei den Beerdigungs-Liedern ganz weit vorne lag. „Mama“ sollte jedoch nicht der einzige Erfolg des am 12. August 1955 geborenen Niederländers bleiben, der nach eigener Aussage gar als Teenager Heiratsanträge von erwachsenen Frauen bekommen haben soll.

Des weiteren hörte das Publikum, welches sich an der Bühne versammelt hatten und jeden Titel nicht nur mit klatschte, sondern auch mitsang, Lieder wie „Lebe deinen Traum“, „Heidschi Bumbeidschi“ oder „Du sollst nicht weinen“, eine Neuinterpretation des 1949 von Ralph Siegel komponierten Titels „Das Lied der Taube“. Alles Erfolge, mit denen Heintje dreimal in Folge auf Platz eins der deutschen Hitparade landete.

Lieder, die Erinnerungen wecken

Innerhalb von rund vier Jahren erhielt der damalige Kinderstar so für seine Singles und Langspielplatten insgesamt 40 Goldene Schallplatten, eine Platinschallplatte, zwei Goldene Löwen von Radio Luxemburg, einen Bambi und zahlreiche weitere Preise. Aber auch Lieder wie „Oma so lieb“ lassen heute noch einige Erinnerungen wach werden.

„Dieser Song ist mein absoluter Liebling“, sagt Peggy Barzik. Die 36-jährige Brandenburgerin sei Heintje-Fan seit dem zehnten Lebensjahr und hatte sich mit ihrer Tochter und der Mutter in die zahlreichen Zuschauer eingereiht, die sich im Kreis um die Bühne in der Galerie versammelten. „Ich verbinde mit Heintje hauptsächlich ganz viele schöne Erinnerungen an meine Oma, mit ihr habe ich all seine Filme geschaut.“

Ein Star zum Anfassen

Die junge Frau nutzte in der anschließenden Autogrammstunde neben vielen weiteren Brandenburgern die Möglichkeit, ihren Star persönlich kennen zu lernen. „Es ist toll, so viele Freunde zu haben“, schließt Heintje seinen Auftritt in der Havelstadt ab. Eine Stadt, die ihm besonders am Herzen liege: „Immerhin bin ich hier innerhalb eines Monats gleich zwei mal“, so der Sänger. Am 20. Dezember tritt Heintje noch einmal im Stahlpalast auf, und hat dann ganz sicher wieder „Mama“ mit dabei.

Von Tobias Wagner

Vor dem Schöffengericht ist eine junge Frau aus dem Hohen Fläming angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft hat sie ihr Baby durch Schütteln und Schläge gegen den Kopf schwer verletzt. Sie beteuert ihre Unschuld.

12.12.2018

In drei Wochen beginnt das Fontanejahr. Damit es nicht endet, bevor die Wege im Plauer Schlosspark repariert sind, erledigt die Stadt das selbst. Derweil streiten drei Ministerien um Förderung.

11.12.2018

Christian Reber und Jan Martin sind durch ihre App „Wunderlist“ zu Millionären geworden. Jetzt haben die gebürtigen Havelstädter wieder ein Start-Up gegründet – und schon 17 Millionen Euro eingesammelt.

11.12.2018