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Brandenburg/Havel Helfer brauchen Hilfe
Lokales Brandenburg/Havel Helfer brauchen Hilfe
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00:28 28.11.2015
Flüchtlinge lernen den neu geförderten Kursen Deutsch. Quelle: dpa
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Brandenburg an der Havel

Sie ist wieder bis auf das letzte Feldbett belegt, die Notunterkunft für Flüchtlinge in Kirchmöser. 79 Männer vor allem aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Somalia, Kamerun und Eritrea leben dort in einer früheren Büroetage in der Hafenstraße auf engstem Raum. Der Helferkreis für die Männer aus Krisen- und Kriegsregionen der Welt sucht nun dringend ehrenamtliche Deutschlehrer. Bei einem Treffen im Saal der Westkirche in Kirchmöser mit rund 20 Akteuren dankte Pfarrer Christian Bochwitz den ehrenamtlich engagierten Männern und Frauen in Plaue und Kirchmöser.

Die Männer und Frauen begleiten in ihrer Freizeit Flüchtlinge zu Ärzten, organisieren Kleidungsspenden, sogar Erstlingsausstattungen für Neugeborene, und holen Flüchtlinge zu Sportaktivitäten ab. Zugleich machten die Helfer deutlich, wie dringend weitere ehrenamtliche Deutschlehrer gesucht werden. Dass Ehrenamtler insbesondere bei der Kursen für Afrikaner an ihre Grenzen stoßen, wurde jedoch auch klar: „Es ist wirklich ein Problem, sich mit den Menschen, die nur afrikanische Sprachen beherrschen, zu verständigen“, sagte Christin Behrendt, die neue Heimleiterin in Kirchmöser.

Warme Kleidung dringend gesucht

Weiterhin dringend nötig für die Flüchtlinge ist warme Winterkleidung für Männer in den Größen 46 und 48 oder S und M. Abzugeben in der Hafenstraße 5 in Kirchmöser. Auch Nähmaschinen und gebrauchstüchtige Fahrräder samt beigefügtem Schloss sind hoch willkommen.

Wolfgang Reitsch, der langjährige frühere Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes in Brandenburg, kündigte zudem an, sich für weitere von der Bundesanstalt für Arbeit geförderte Deutschkurse einzusetzen. Zugute kommen diese Flüchtlingen mit einer guten Bleibeperspektive. Gegenwärtig besuchen 60 Männer vor allem aus Syrien, Eritrea und Afghanistan drei solcher von Bildungsträgern angebotene Kurse in Kirchmöser und in der Fohrder Landstraße. Ein vierter Kurs soll bald starten. Laut Reitsch zeigen die Kurse bereits Erfolge. Die Verständigung sei nun teilweise auch schon etwas auf Deutsch möglich.

Flüchtlinge aus der Isolation holen

Christin Behrendt machte aber auch klar, wie wichtig es sei, die Flüchtlinge aus ihrer Isolation zu holen. Sie hofft, dass sich Brandenburger finden, die Neuankömmlingen die Stadt zeigen könnten. An die Verkehrsbetriebe sandte der Kreis den Appell, den Flüchtlingen als Spende Mobilität zu schenken.

Um die Deutschkurse auch weiterhin im großen Saal der Westkirche anbieten zu können, ging jetzt ein Teil der Kollekte der Nikolaikirche an das Evangelische Pfarramt in Plaue für die Finanzierung der Heizkosten über den Winter. Organisiert werden die ehrenamtlichen Kurse auch von Ron Peterlein, der auf weitere Unterstützter hofft: „Wenn man das vier Mal die Woche macht, geht man ganz schön auf den Zahnfleisch.“ In den vergangenen Tagen fanden sich bis zu 60 Flüchtlinge in dem Saal ein für diese Kurse.

Von Marion von Imhoff

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