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Brandenburg/Havel Helmut Schmidt blickt versöhnlich zurück
Lokales Brandenburg/Havel Helmut Schmidt blickt versöhnlich zurück
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07:54 14.10.2017
Ex-OB Helmut Schmidt und Nachfolgerin Dietlind Tiemann. Quelle: Foto: STEINER
Brandenburg/H

Helmut Schmidt, der sein Amt als Brandenburger Oberbürgermeister vor rund 14 Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, hat sich lange schon erholt. Entspannt nahm er am Donnerstag als Gast an der 25-Jahr-Feier in der Technischen Hochschule teil. „Mir geht es gut“, versichert der Mann, der die Fachhochschule als Gründungsrektor in den 90-er Jahren aufgebaut hat.

Auch wenn es Gründe für den 73 Jahre alten Sozialdemokraten gäbe, nachtragend zu sein, versichert der Oberbürgermeister der Jahre 2002 und 2003: „Ich bin mit der Vergangenheit in Brandenburg/Havel plus-minus im Reinen.“ Der Ingenieur, der nach seiner OB-Zeit nach Berlin zurückkehrte, schließt in seine versöhnliche Haltung Amtsnachfolgerin Dietlind Tiemann (CDU) ein. Ihr habe er schon vier Stunden nach ihrer Wahl zur Bundestagsabgeordneten gratuliert. Schmidt hatte Tiemann im Jahr 2002 knapp besiegt. Am 17. März hatte er die Oberbürgermeisterwahl-Stichwahl gegen sie gewonnen.

Danach hatte er es als Seiteneinsteiger allerdings selten leicht. Selbst Parteifreunde machten ihm das Leben schwer. „Aber dazu gehören natürlich immer zwei Seiten“, sagt er rückblickend. Es waren der enorme Druck und fehlender Rückhalt, die Helmut Schmidt einige Monate nach seinem Amtsantritt gesundheitlich so schwer zusetzten, dass er mit Rücksicht auf die Gesundheit aufgeben musste. Inzwischen ist der Schmerz verflogen. „Wer in die Küche geht, muss Hitze vertragen“, stellt er rückblickend fest. Gleichwohl räumt er ein, dass es nach drei Hochschulen und einem Rathaus, die er leitete, nirgends so schwierig gewesen sei wie auf dem Stuhl des Oberbürgermeisters. Ein, zwei Jahre benötigte er, um Abstand zu gewinnen und sich so zu erholen, dass das alte Stehvermögen zurückkehrte.

Nach Brandenburg kommt Privatmann Schmidt häufiger. Denn in der Stadt leben Verwandte sowie alte Freunde aus der Hochschule und der sudetendeutschen Heimat. So verfolgt er aus einiger Entfernung weiter, was sich in Brandenburg tut.

Von Jürgen Lauterbach

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