Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Helmut Schmidt blickt versöhnlich zurück

Brandenburg an der Havel Helmut Schmidt blickt versöhnlich zurück

Helmut Schmidt, der sein Amt als Brandenburger Oberbürgermeister vor rund 14 Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, hat sich lange schon erholt. Entspannt nahm er am Donnerstag als Gast an der 25-Jahr-Feier in der Technischen Hochschule teil. „Mir geht es gut“, versichert der Mann, der die Fachhochschule als Gründungsrektor in den 90-er Jahren aufgebaut hat.

Voriger Artikel
Schlaues Fahrradschloss geht in Serie
Nächster Artikel
Gast aus Indien öffnet Tor in eine andere Welt

Ex-OB Helmut Schmidt und Nachfolgerin Dietlind Tiemann.

Quelle: Foto: STEINER

Brandenburg/H. Helmut Schmidt, der sein Amt als Brandenburger Oberbürgermeister vor rund 14 Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, hat sich lange schon erholt. Entspannt nahm er am Donnerstag als Gast an der 25-Jahr-Feier in der Technischen Hochschule teil. „Mir geht es gut“, versichert der Mann, der die Fachhochschule als Gründungsrektor in den 90-er Jahren aufgebaut hat.

Auch wenn es Gründe für den 73 Jahre alten Sozialdemokraten gäbe, nachtragend zu sein, versichert der Oberbürgermeister der Jahre 2002 und 2003: „Ich bin mit der Vergangenheit in Brandenburg/Havel plus-minus im Reinen.“ Der Ingenieur, der nach seiner OB-Zeit nach Berlin zurückkehrte, schließt in seine versöhnliche Haltung Amtsnachfolgerin Dietlind Tiemann (CDU) ein. Ihr habe er schon vier Stunden nach ihrer Wahl zur Bundestagsabgeordneten gratuliert. Schmidt hatte Tiemann im Jahr 2002 knapp besiegt. Am 17. März hatte er die Oberbürgermeisterwahl-Stichwahl gegen sie gewonnen.

Danach hatte er es als Seiteneinsteiger allerdings selten leicht. Selbst Parteifreunde machten ihm das Leben schwer. „Aber dazu gehören natürlich immer zwei Seiten“, sagt er rückblickend. Es waren der enorme Druck und fehlender Rückhalt, die Helmut Schmidt einige Monate nach seinem Amtsantritt gesundheitlich so schwer zusetzten, dass er mit Rücksicht auf die Gesundheit aufgeben musste. Inzwischen ist der Schmerz verflogen. „Wer in die Küche geht, muss Hitze vertragen“, stellt er rückblickend fest. Gleichwohl räumt er ein, dass es nach drei Hochschulen und einem Rathaus, die er leitete, nirgends so schwierig gewesen sei wie auf dem Stuhl des Oberbürgermeisters. Ein, zwei Jahre benötigte er, um Abstand zu gewinnen und sich so zu erholen, dass das alte Stehvermögen zurückkehrte.

Nach Brandenburg kommt Privatmann Schmidt häufiger. Denn in der Stadt leben Verwandte sowie alte Freunde aus der Hochschule und der sudetendeutschen Heimat. So verfolgt er aus einiger Entfernung weiter, was sich in Brandenburg tut.

Von Jürgen Lauterbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel
5a29d74e-dc22-11e7-9eba-5da84ef1d449
Brandenburg/Havel damals und heute

Die Stadt Brandenburg an der Havel ist mehr als tausend Jahre alt. Besucher können auch heute noch viel Historisches entdecken. Die MAZ hat im Archiv gestöbert, sehenswerte Fotos gefunden und lädt hier zu einem Stadtbummel „Damals und heute“ ein.

37e8f698-1560-11e8-badb-9de1240b9779
Babys aus Brandenburg/Havel und Umland

Die Geburt eines Kindes ist das größte Glück und der bewegendste Moment im Leben vieler Menschen. Die MAZ begrüßt die kleinen Erdenbürger in der Stadt Brandenburg und dem Umland – und feiert die Ankunft der Zwerge mit einer fortlaufend aktualisierten Bildergalerie.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg