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Brandenburg/Havel Herberge, Bootshaus, Museum
Lokales Brandenburg/Havel Herberge, Bootshaus, Museum
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17:41 22.10.2017
Der Burghof 11 soll zur Domherberge mit 20 Zimmern ausgebaut werden. Quelle: André Wirsing
Brandenburg/H

So beginnt im Frühjahr 2018, sobald die Baugenehmigung da ist, der Umbau des Burghofes 11. Die um 1833 bis 1836 errichtete Kurie diente bis vor wenigen Jahren ihrem Zweck als Wohnhaus, im Erdgeschoss war das ehemalige Domcafé untergebracht. „Auch wenn wir im Inneren die Abrissarbeiten bereits erledigt haben, wird der Ausbau zur Domherberge mindestens 18 Monate in Anspruch nehmen“, sagt Domkurator Cord-Georg Hasselmann. Im Herbst 2019 soll dann Eröffnung sein, Reservierungen würden bereits ab sofort entgegen genommen. Betrieben werden soll das Haus von der Domcafé GmbH – einer Gesellschaft aus Domstift und „Besondere Orte“ – die bereits das benachbarte Restaurant Remise sowie den Catering- und Eventdienstleister betreibt. 39 Personen sollen in den 20 Zimmern unterkommen, der Umbau wird bis zu zwei Millionen Euro kosten, weil es um Bauen in denkmalgeschütztem Bestand geht. Es gebe großzügige Unterstützung von der Landeskirche und den Domförderverein.

Ab dem Frühjahr auch saniert wird das jüngste Gebäude im Dombezirk – das 1924 erbaute Bootshaus, das seit vielen Jahren als ungenutztes Juwel nahe der Bischof-Schönherr-Brücke herumstehe. Es soll seiner Bestimmung erhalten bleiben, das Stift verhandele mit einer Betreiberin, die hier Paddelboote sowie Bretter für Stand-up-Paddling vermieten wolle, sagt Hasselmann, ohne Namen zu nennen, weil noch kein Vertrag unterschrieben sei. Das Bauwerk hat in Jahrzehnten stark in seiner Substanz gelitten und soll zukünftig eine Erneuerung der Dacheindeckung, der Mauerwerksausfachungen, der Fenster und Türen sowie des gemauerten Gebäudesockels erfahren. In einem Sonderprogramm des Bundes wurden durch Vermittlung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Frank Walter Steinmeier (SPD) vor elf Monaten 105.000 Euro Förderung freigegeben worden, das ist die Hälfte der Sanierungskosten. Die andere Hälfte bringt nun wiederum der Domförderverein auf.

Angeblich noch keinen Cent gebe es für das lange hinausgeschobene Sanieren von Ostklausur und Spiegelburg, die restauratorisch bislang noch gar nicht angefasst wurden. Es würde rund 6,3 Millionen Euro kosten, diese denkmalgerecht herzurichten, damit endlich das Dommuseum angemessene Räume bekommt. Zudem benötige das Domstiftsarchiv ebenfalls umfangreiche Flächen. So sei es zwar gelungen, in den vergangenen Jahren 40.000 Bücher und Archivalien des eigenen Bestandes zu reinigen und zu sichern, doch gibt es bislang keine Flächen, um diese fachgerecht bei entsprechenden klimatischen Bedingungen zu lagern. Das geschieht derzeit im Stadtarchiv, dafür zahlt das Domstift Miete.

Hasselmann hätte das Vorhaben nicht in Aussicht gestellt, wenn er keine Finanzierungsmöglichkeit sehe. Auf MAZ-Anfrage sagt er nur: „Kapital ist ein scheues Reh“.

Von André Wirsing

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