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Brandenburg/Havel Herbstfest: ein Heidenspaß im Slawendorf
Lokales Brandenburg/Havel Herbstfest: ein Heidenspaß im Slawendorf
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13:18 30.09.2018
Hoch zu Ross: Das Herbstfest im Slawendorf bietet mittelalterlichen Spaß für Jung und Alt. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Schafe streicheln, Holzpferde ausreiten, Drachen köpfen: dieses Jahr bot das mittlerweile zweite Herbstfest des Slawendorfes in Brandenburg an der Havel wieder mittelalterlichen Spaß für Jung und Alt.

Neben zahlreichen Handwerken präsentierte das Dorf am Samstag ein buntes Programm zum Mitmachen für alle Altersklassen. Es wurde nicht nur gesponnen, gebacken und geschmiedet- auch Schwerter rasselten im ritterlichen Nahkampf aufeinander.

Das diesjährige Herbstfest des Slawendorfes bot mittelalterlichen Spaß für Jung und Alt.

„Das Herbstfest ist die Neuauflage unseres ehemaligen Erntefestes“, sagt Sven Ebert (32), Vizevorsitzender des Förderverein Slawendorf und Organisator der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, das Dorf zu beleben und unseren Gästen die damalige Zeit näher zu bringen.“ Zu diesem Zweck lud der Verein hauptsächlich regionale Händler und Darsteller zum Fest. „Man kennt sich untereinander bereits eine Weile und teilt das gemeinsame Interesse für die Slawenzeit“, so Ebert. „Alles beste Voraussetzungen für eine gelungene Veranstaltung.“

Und so schauten bei bestem Wetter unzählige Gäste Handwerkern wie dem Korbmacher, Weber, Töpfer, Imker und dem Schmied bei ihrer Arbeit über die Schulter. Zu den Neulingen im Kreis dieser Handarbeiter gehört der 21-jährige Fabian Knappe. Knappe interessiert sich seit Kindertagen für die slawische Geschichte und ist seit einem Jahr im Förderverein tätig. „Immer wenn ich Zeit habe bin ich im Slawendorf“, sagt er. Auf dem Herbstfest präsentierte der gelernte Koch den mittelalterlichen Prozess des Backens von Fladenbrot.

Den Teig legte er dazu für etwa zehn Minuten in einen bis zu 600 Grad heißen Tonofen- und ließ gerne vom Endergebnis kosten. „Das Brot ist eigentlich schwer verdaulich, da der Teig lediglich aus Mehl und Wasser besteht“, gesteht Knappe. „Aber irgendwie mussten die Slawen ja über den Winter kommen.“

Vor allem den Kindern bot sich ein breitgefächertes Programm. Sie durften historische Hütten erkunden, das Holzschwert im Kampf gegen Drachen schwingen und somit selbst zum Ritter werden. Um die Verwandlung perfekt zu machen, konnten die Kleinen sogar richtige Rüstungsteile wie Helme, Handschuhe und Schilde anlegen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Helm so schwer ist“, sagt Luisa Reymann. Die siebenjährige Brandenburgerin wechselte dann doch lieber wieder vom Eisen zum Holz: „Mir gefallen die Holzpferde am besten.“

Bereitgestellt wurden die Rüstungsteile von der Berliner Schaustellergruppe Greiffenstein. „Die Metallteile wurden von erfahrenen polnischen und tschechischen Schmieden hergestellt“, sagt Christian Wandrei (30), Mitglied der Truppe. „Alles aus Holz und Stoff haben wir jedoch selbst gefertigt.“ Die elf Mitglieder erklärten die Funktionsweise von Waffen wie Schwert und Axt und zeigten Schwachstellen in den Ritterrüstungen. Wo diese genau lagen, verdeutlichten die Schausteller zudem eindrucksvoll in Schaukämpfen. Martialisch ließen die voll ausstaffierten Schausteller ihre Waffen aufeinander treffen. Das gefiel vor allem den Kleinen. „Als Ritter muss das damals ganz schön laut gewesen sein“, vermutet Julius Bergemann (6). „Trotzdem werde ich lieber Polizist.“

Von Tobias Wagner

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