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Hier toben bald 200 Kinder

Brandenburg an der Havel Hier toben bald 200 Kinder

In einem Jahr toben die Kinder in ihrem neuen Haus in der Bauhofstraße. Die städtische Wobra legte am Mittwoch den Grundstein für das 4,8-Millionen-Euro-Projekt auf dem Areal des ehemaligen Busbahnhofes. Finanzierung und Finden von Baufirmen stellten das Unternehmen vor Herausforderungen.

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Die künftige Kita mit Wärmeverbundsystem, Klinkerverblendung und Vorhangfassade – das nimmt dem Bau optisch etwas von seiner Wuchtigkeit.
 

Quelle: Köber-Plan

Brandenburg/H.  Die Wobra kann Neubau – das hat sie bereits beim Wohn- und Geschäftshaus vorm Bahnhof bewiesen. Jetzt gibt es eine neue Herausforderung, binnen eines Jahres soll das neue Kinderhaus an der Bauhofstraße entstehen. Und das städtische Unternehmen muss sich einer Menge Herausforderungen stellen: „Der Baugrund ist schwierig, die nachbarschaftlichen Verhältnisse sind kompliziert“, sagt Geschäftsführer Stephan Falk. Es ist rechts und links eng, nach hinten kommt noch die Modulkita aus Containern für den Hort „Havelkids“ für mindestens zwei Jahre hinzu. Zudem bringe der derzeitige Bauboom nicht nur positive Effekte: Die Kosten sind stark gestiegen, es sei schon schwer, Firmen mit freien Kapazitäten zu finden, die Wobra als Auftraggeber müsse genau abwägen, in welchen Losen sie Aufträge vergibt, um kontinuierliche Arbeit zu sichern.

Die Firma Ostbau stellt nun den Rohbau hin, Architekt Martin Braunschweig koordiniert die komplette Baustelle und Köber-Plan hat die kompletten Vorleistungen beim Planen und bei der Statik erbracht und wird die Bauausführung überwachen.

4,8 Millionen Euro Kosten

200 Kinder sollen im neuen Haus unterkommen: Jeweils 35 in Krippe und Kindergarten, 130 im Hort.

4,8 Millionen Euro kostet der Neubau.

1034 Quadratmeter groß ist allein die Bodenplatte, es gibt 10.174 Kubikmeter umbauten Raum.

1850 Kubikmeter Boden wurden ausgetauscht, es werden 462 Quadratmeter Wände aus Stahlbeton hergestellt und 2082 Quadratmeter Mauerwerk.

Die Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) ist sich sicher, das die Wobra auch dieses Projekt pünktlich bis Anfang September 2018 stemmen wird. „Wenn wir heute über Sankt-Annen-Straße, Bermuda-Dreieck oder Bahnhofd laufen, ist das schöne Erscheinungsbild selbstverständlich. Aber es waren alles Projekte, welche die Wobra realisiert hat.“

Das Kinderhaus entsteht als zweigeschossiger Bau, der in hellen Gelbtönen verklinkert und verputzt ist. Im Erdgeschoss sind die Kinderkrippe, Mehrzweckraum, Cafeteria mit Kinderküche, Austeilküche sowie Technikräume angeordnet. Im Obergeschoss gibt es vier Gruppenräume für den Kindergarten und acht Räume für den Hort. Die Mehrzahl der Gruppenräume ist nach Südwesten zum parkähnlichen Garten und Spielplatz ausgerichtet, dorthin führt ein vorgelagerter Laubengang. Sanitär-, Personal- und Technikräume zeigen zur Straße. Es gibt an den Giebel zwei separate Eingänge – einen für Krippe und Kindergarten, einen für den Hort. Ein detailliertes Raumkonzept gibt es noch nicht, sagt Jugendamtsleiterin Kerstin Schöbe.

 Demnächst werde der Betrieb der Kita öffentlich ausgeschrieben, kündigt sie an. „Das Team von Herrn Falk sowie die Planer wollen ja möglichst nach den Vorstellungen des künftigen Betreibers bauen, da können wir uns nicht mehr so viel Zeit lassen.“ Noch in diesem Jahr soll das Richtfest gefeiert werden. Dann müsse man den Winter nicht fürchten, weil dann die Hülle dicht ist und die Innenarbeiten unabhängig vom Wetter realisiert werden können.

Im Vorfeld musste die Verwaltung beim Finanzieren jonglieren. Für Krippe und Kindergarten dürfen 1,5 Millionen Euro Bundesmittel eingesetzt werden, etwa 2,5 Millionen Euro brachte die Kommune an Eigenmitteln auf. Für die fehlenden rund 800 000 Euro ist die städtische Wohnungsgesellschaft Wobra eingesprungen, deshalb tritt die hundertprozentige Stadttochter nun auch als Bauträger auf.

Von André Wirsing

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