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Brandenburg/Havel Auch mit 108 schlägt das Herz schwarz-gelb
Lokales Brandenburg/Havel Auch mit 108 schlägt das Herz schwarz-gelb
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07:00 13.02.2016
Hildegard Loskarn, hier mit Tochter Angelika Berthold und Fanschal vom BVB, wird 108 Jahre alt. Quelle: V. Maloszyk
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Brandenburg/H

Die ersten Glückwunschkarten sind eingetroffen. „Ich glaub, mich tritt ein Pferd, Du hast ja schon wieder Geburtstag“, steht auf dem Gruß einer jungen Frau aus Westdeutschland. Adressatin ist Hildegard Loskarn, die bei ihrer jüngsten Tochter Angelika Berthold in Woltersdorf lebt. Sie wird heute 108 Jahre alt und sieht ihrem Ehrentag, den rund 30 Gäste mit ihr feiern, recht gelassen entgegen. „Man hätte nicht gedacht, dass man so alt wird“, bemerkt die älteste Frau im ganzen Land Brandenburg trocken und fügt hinzu: „Und dieses Jahr habe ich nicht daran geglaubt.“

Hildegard Loskarn erlebt in ihrem hohen Alter gute und nicht mehr ganz so angenehme Tage. „Heute steht es mit mir nicht gerade zum Besten“, gesteht sie, lächelt trotzdem freundlich und grüßt mit einem recht kräftigen Händedruck. Die sportliche Note ist also geblieben bei der einstmals passionierten Tennisspielerin, die ihr Lebensglück vor etwa 80 Jahren bei Rückhand-Slice und Netz-Volley auf dem Center Court von Kirchmöser fand, dort wo sie heute noch ihre eigene Wohnung unterhält. Leider ist ihr Ehemann bereits 1985 gestorben.

Einst leidenschaftlich Tennis gespielt

Mit ihrer „sehr glücklichen Kindheit“ in Thüringen und ihren „lieben, großzügigen Eltern“ verbindet die gebürtige Badenerin nur beste Erinnerungen. „Meine Mutter war Köchin bei der Freifrau von Osten Sacken“, erzählt die Frau, die zehn Jahre alt war, als Kaiser Wilhelm abdanken musste. Dass die Jubilarin im hohen Alter gut versorgt ist, verdankt sie ihrer Tochter, die sie nach einem Sturz bei sich aufgenommen hat. „Früher hat sie sich um uns gekümmert, jetzt bilden wir beide eine Frauenwirtschaft“, sagt Angelika Berthold, die jüngste von drei Schwestern, die ihre Mutter hochleben lassen können.

Als Hausfrau hat Hildegard Loskarn ihre drei Mädchen Reinhilde, Ursula und Angelika, und später auch die Enkel in der Wusterwitzer Straße in Kirchmöser-West großgezogen. Vor ihrer 1937 geschlossenen Ehe hatte sie in einem Sägewerk die Schreibarbeit erledigt. Ihr Berufsleben endete, als sie Mutter wurde. „Die Kinder und Enkelkindern sind für mich zeitlebens das Wichtigste gewesen“, versichert die älteste Frau des Landes, deren Wahlspruch lautet: „Wie das Leben so geht...“

27 Bürger können Jahrhundert vollenden

27 Bürger der Stadt Brandenburg werden in diesem Jahr 100 Jahre alt und älter, darunter sind 24 Frauen und drei Männer.

Neun Frauen und zwei Männer können 2016 das Jahrhundert vollenden.

Sieben Frauen feiern nach aktuellen Angaben des Standesamtes ihren 101. Geburtstag.

102 Jahre alt können zwei Brandenburgerinnen und ein Brandenburger werden.

Bei zwei Frauen, die in der Stadt leben, steht der 104. Geburtstag in diesem Jahr an.

Die zweitälteste Bürgerin der Stadt vollendet in diesem Jahr ihr 105. Lebensjahr.

Die Jubilarin beweist, dass auch in einem sehr alten Körper ein wacher aufmerksamer Geist wohnen kann. „Sie ist an allem interessiert und ärgert sich richtig darüber was in der Welt passiert“, erzählt ihre Tochter. Ihr Wissen bezieht Hildegard Loskarn seit Jahrzehnten aus der Zeitung. Die Augen sind noch recht gut, bis auf den heutigen Tag liest sie die MAZ, die Weltnachrichten, das Lokale und den Sport.

Ihrem Lieblingsverein Borussia Dortmund hält sie seit Jahrzehnten die Treue. Auch das jüngste Pokalspiel der Borussen am Dienstag hat sie aufmerksam verfolgt und für besser befunden als den etwas langweiligen Kick der Bayern am folgenden Abend. Auch wenn sie Sympathien für Hertha BSC hegt, wird ihr Herz auch im Halbfinalspiel im April schwarz-gelb schlagen, also in den Farben des Schals, den die Verwandten ihr geschenkt haben.

Sympathien für Hertha, aber der BVB geht vor

Hildegard Loskarn ist ein durchweg positiver Mensch, die akzeptiert, dass ihre Körper nicht mehr so kann wie sie will. Doch was sie wirklich nervt ist das schlechte Hören. „Das ist das Schlimmste was es gibt“, schimpft die alte Dame, die ihren 108. Geburtstag mit drei Töchtern, sechs Enkeln, sieben Urenkeln und Ururenkel Paul (4) feiern wird – vermutlich mit einem Schnäpschen. Ein kleiner Trunk bringt sie meist wieder nach vorn, wenn die Stimmung einmal etwas getrübt ist.

Zum Abschied nehmen wir der ältesten Mutter weit und breit das Versprechen ab, sie zum 110. Geburtstag wieder besuchen zu dürfen. Sie lächelt und reicht die Hand zu einem festen Abschiedsgruß.

Von Jürgen Lauterbach

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