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Hilfe durch Schalltomografie

Sumpfzypressen untersucht Hilfe durch Schalltomografie

Sie sind teilweise schon älter als 170 Jahre und wurden nun einer eingehenden Untersuchung mithilfe einer Schalltomografie unterzogen. Die Zypressen sind eigentlich in Nordamerika heimisch und wurden von Ratsherr Johann Gottfried Bröse 1841 das erste Mal in Brandenburg an der Havel gepflanzt. Doch nun steht ihre Bruchsicherheit in Frage.

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Reinhard Mannke von der Firma Baum und Landschaft bei der Arbeit.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg an der Havel. Sind die Sumpfzypressen am Grillendamm bruchsicher? Das analysierte am Dienstag die Firma Baum und Land aus Dresden bei einigen besonders gefährdeten Bäumen mit einem speziellen Schalltomografie-Verfahren. Die Zypressen sind zum Teil mehr als 170 Jahre alt. Die ersten ihrer Art wurden bereits 1841 von Ratsherr Johann Gottfried Bröse angepflanzt.

Der Sachverständige Hendrik Weiß während der Arbeit

Der Sachverständige Hendrik Weiß während der Arbeit.

Quelle: Melanie Höhn

Bei der zweidimensionalen Methode, die den Querschnitt des Baumes näher betrachtet, werden mehrere Sensoren rings um den Baum angebracht. Sie messen die Schallgeschwindigkeit von Messpunkt zu Messpunkt. „Wenn der Stamm hohl ist, braucht der Schall länger“, erklärte ein Mitarbeiter der Firma Baum und Land. Am Ende entsteht ein dichtes Messgitter, aus dem abgelesen wird, wie viel Restwand noch vorhanden ist. So wird festgestellt, ob der Baum bruchsicher bleibt.

Die Prüfung eines einzelnen Baumes kann bis zu drei Stunden dauern. Die Firma analysiert anschließend die Ergebnisse in ihrem Dresdner Büro. Die Schalltomografie wird zum ersten Mal überhaupt in der Havelstadt eingesetzt.

Frische Spechtlöcher und alte Wunden

Mit Hilfe von Oberkronenfotos wird im Nachhinein auch die Vitalität der Bäume beurteilt. Dafür begab sich der Sachverständige Hendrik Weiß bis in die Kronen einiger Sumpfzypressen: Besonders im Herbst bietet sich eine solche Untersuchung an, da die Kronen der Bäume etwas lichter sind.

Hendrik Weiß in den Kronen der Bäume

Hendrik Weiß in den Kronen der Bäume.

Quelle: Melanie Höhn

Baumpfleger Gernot Räbel stand ihm dabei zur Seite und beurteilte die Schadstellen der Bäume. „Es gibt frische Spechtlöcher, aber auch alte Wunden durch Sturmschäden von zum Teil mehreren Jahrzehnten. Ist die Fäule im Ast so weit fortgeschritten, kann der Ast brechen, dann muss etwas unternommen werden“, sagte er. Wichtig sei vor allem, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet wird, denn die Autos fahren nah an den Bäumen vorbei.

Baumarbeiten am Grillendamm

Baumarbeiten am Grillendamm.

Quelle: Melanie Höhn

Gernot Räbel stellte im Vorhinein fest, dass einige der Bäume innen so hohl sind, dass die Gefahr des Bruchs besteht. Die Fachgruppe Umwelt und Naturschutz veranlasste daraufhin bei einigen Bäumen ein Gutachten durch die Dresdner Firma, die mit drei Mitarbeitern vor Ort war. Sie kontrollierten auch die Seilverspannungen in den Kronen einiger Sumpfzypressen, die dadurch entlastet und vor dem Abbruch geschützt werden sollen.

Weitere Maßnahmen für die nächsten Jahre zum Schutz der Zypressen werden bestimmt, sobald das Gutachten aus Dresden ausgewertet ist. Am Ende belegen so genannte Bohrspane, ob das durch die Schalltomografie entstandene Bild der Restwandstärke stimmt oder nicht.

 

Von Melanie Höhn

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