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Brandenburg/Havel Himmlische Klänge in Brandenburg an der Harfe
Lokales Brandenburg/Havel Himmlische Klänge in Brandenburg an der Harfe
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14:19 14.06.2018
Linor und Thomas Steinhausen unterrichten in Brandenburg. Quelle: Christine Lummert
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Brandenburg/H

Die Leidenschaft für die Harfe bekommen walisische Kinder schon in die Wiege gelegt. Während in Deutschland eher mal ein Klavier im Wohnzimmer steht, greifen Familien in Wales für ihre Hausmusik gerne mal zur Harfe, um das keltische Kulturerbe zu pflegen.

Der Versuch, diesem Instrument die bekannt harmonischen und sanften Klänge zu entlocken, kann zukünftig auch in der Freien Musikschule in Brandenburg unternommen werden. Noch dazu unter der Anleitung der musikalischen Muttersprachlerin Linor Steinhausen, die als Kind im Schatten der Snowdonia-Berge im Norden von Wales das Harfenspiel erlernt hat.

Tag der offenen Tür

Am Sonnabend, 10 bis 13 Uhr, lädt die Freie Musikschule in die Kurstraße 2 ein, das Angebot kennenzulernen.

Die Lehrer stellen ihre Instrumente vor und Neugierige können sich gleich an Klavier, Gitarre, Trompete und vielem mehr ausprobieren.

„Meine Faszination für die Harfe hat auch mein Onkel mitausgelöst“, erklärt Steinhausen. Der war Soloharfenist im Symphonieorchester Melbourne in Australien und hat seine damals elfjährige Nichte mit der Begeisterung für das Instrument angesteckt. „Neben dem Klavierunterricht erlernte ich dann auch das Harfenspiel.“

Linor Steinhausen ist seit September des vergangenen Jahres zusammen mit ihrem Ehemann Thomas, der ebenfalls Musiker ist, aus Südafrika nach Deutschland gezogen. „Es hat uns nach Premnitz verschlagen und zuerst haben wir mit unseren beiden Hunden im Wohnwagen gelebt“, erklärt das musikalische Ehepaar.

Klavier, Harfe und Violine

Beide unterrichten inzwischen an der Freien Musikschule. Linor Steinhausen gibt Klavierstunden und die Harfe soll noch dazu kommen. Thomas Steinhausen bildet seine Schüler an der Violine aus.

Der Schritt zurück nach Europa war groß, denn Linor Steinhausen hat 20 Jahre, Ehemann Thomas sogar 27 Jahre in Südafrika verbracht. „Wir wollten aber wieder näher an unsere Heimat rücken“, sagt Thomas Steinhausen, der in Deutschland geboren ist und an der Musikhochschule in Lübeck Geige studiert hat.

Der Weg nach Südafrika

Stationen in ganz Deutschland folgten, bevor der Weg ins südafrikanische Durban führte, um dort als Violinist im „KwaZulu-Natal-Philharmonic Orchester“ in Durban zu spielen.

Dort kreuzten sich die Wege des Paares. Nach dem Studium an der Guildhall of Music and Drama in London, das Linor Steinhausen mit einem doppelten Diplom als Konzert-Harfenistin und Klavierlehrerin beendete, folgte für die junge Frau gleich der Schritt nach Südafrika. Festanstellungen als Harfenistin in einem Orchester sind rar gesät und nach dem erfolgreichen Bewerbungsvorspiel nutzte sie die große Chance.

Nelson Mandelas Beisetzung begleitet

„Mit dem Orchester haben wir bei einigen Auftritten vor Präsident Nelson Mandela gespielt und durften am Ende sogar musikalisch Mandelas Beisetzung in seinem Heimatdorf Qunu musikalisch begleiten“, erzählen die beiden.

Das Leben in Südafrika sei toll gewesen, aber der Neuanfang in Deutschland habe auch seine Vorteile, vor allem für die Ohren. „Afrika ist lebhaft und laut, wenn wir hier in Brandenburg vor die Tür gehen, ist öfter mal Vogelgezwitscher zu hören“, sagt Linor Steinhausen.

Von Christine Lummert

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