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Historischer Stuck ganz knapp vorm Abrissbagger gerettet

Brandenburg an der Havel Historischer Stuck ganz knapp vorm Abrissbagger gerettet

Eine gelungene Rettungsaktion der historischen Wein-Stuckfriese gab es jüngst in der Plauer Straße in Brandenburg an der Havel, nur wenige Minuten, bevor der Abrissbagger anrückte. Auf Initiative von Sven Kornisch wurden mit weiteren Freunden eines Arbeitskreises die historischen Wein-Stuckfriese am Eingang des Wiesicke-Grundstücks gesichert.

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Die gesicherten Stuckfriese mit den charakteristischen Rebenformen.

Quelle: Sven Kornisch

Brandenburg/H. Eine gelungene Rettungsaktion der historischen Wein-Stuckfriese gab es in der Plauer Straße, wenige Minuten bevor der Abriss-Bagger anrückte.

Auf Initiative von Sven Kornisch, Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtgeschichte, wurden mit weiteren Freunden des Arbeitskreises die historischen Wein-Stuckfriese am Eingang des Wiesicke-Grundstücks in der Plauer Straße gesichert. Vor wenigen Tagen begannen die Abrissarbeiten auf dem Grundstück, auf dem eine Seniorenresidenz entstehen soll.

Kornisch erfuhr von der geplanten Tor-Erweiterung durch die Dresdner Firma A.R.D. und reagierte schnell und unbürokratisch. Die geborgenen Friese werden durch den Arbeitskreis zu der Potsdamer Firma Roland Schulze Baudenkmalpflege gebracht und in der dortigen Stucklehrwerkstatt aufgearbeitet. Es wird eine Sicherungsform angefertigt.

Anschließend werden Originale und Sicherungsform wieder nach Brandenburg gebracht und erstmal dort eingelagert. Vielleicht könnte der neue Besitzer diese Friese als Erinnerung an das alte Brandenburg an den neuen Bauten wiederverwenden, hofft Klaus Erlenkamp vom Arbeitskreis. „An das alte, teilzerstörte Brandenburg sollte häufiger erinnert werden, beispielsweise könnte der Giebel des schönen Kurfürstenhauses am Seitengiebel des Melcherhauses am Molken-Markt malerisch wieder dargestellt werden. Sozusagen fast an alter Stelle.

Mit seinem schönen Fischblasenmuster, die auch als ,Schneusen’ bezeichnet werden“, sagt Erlenkamp. Dankenswerterweise habe der ehemalige Wobra-Chef Klaus Deschner auf seine Anregung hin diese Muster in den Metalleinfassungen der Balkone des Melcherhauses und an der beleuchteten Säule im Hof wieder auferstehen lassen. „Nur weiß das bisher kaum ein Brandenburger.“

Mit dem Wiesicke-Grundstück beschäftigt sich die nächste Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ des Arbeitskreises Stadtgeschichte.

Von André Wirsing

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