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Brandenburg/Havel Stadtwerke wehren sich gegen Mieterverein
Lokales Brandenburg/Havel Stadtwerke wehren sich gegen Mieterverein
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21:35 21.02.2018
Fernwärme unterliegt Preisschwankungen im Quartals-Takt. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Marianne Rehda ist unbedacht gegen die Stadtwerke Brandenburg vorgeprescht, aber hat sich dabei womöglich vergaloppiert. Die Vorstandsvorsitzende des Mietervereins Brandenburg wirft dem Unternehmen vor, dass dieses seine Kunden ungleich behandeln würde.

„Lag die Preisspanne beim Fernwärmearbeitspreis 2016 noch bei 9,50 Euro je Megawattstunde, waren 2017 bereits Preisunterschiede von bis zu 13,42 Euro je Megawattstunde zu verzeichnen.

Für die im zentralen Heizkraftwerk erzeugt Fernwärme wurde 2017 von den StWB mal ein Arbeitspreis von 56,08 Euro je Megawattstunde verlangt, andere Konsumenten mussten dagegen einen Arbeitspreis von 69,50 Euro je Megawattstunde zahlen“, rechnet die Rechtsanwältin vor.

Als Beweis führt sie zudem ein untaugliches Beispiel an: „Bei einem jährlichen Verbrauch von 15 Megawattstunden für eine 80-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das, Mehrkosten von mehr als 200 Euro!“ Solch hohen Verbrauch gibt es kaum im Einfamilienhaus, erst recht nicht in einer relativ kleinen Wohnung.

Preis ist für alle gleich

Die Mieter seien bei der Fernwärme gar nicht Kunden der Stadtwerke, sondern in aller Regel Vermieter wie die großen Wohnungsgesellschaften. Für sie gibt es einen einzigen Fernwärmepreis, der alle Kunden identisch ist, sagt der Kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Uwe Müller.

„Dieser Preis kann quartalsweise schwanken und hängt insbesondere von den Börsenpreisen für Erdgas an der Leipziger Börse ab.“

Wohnungsbaugesellschaften wünschten aber häufig gar keine schwankenden Preise, weil sie ihren Mietern nicht dauernd ein Auf und Ab in den Betriebskostenabrechnungen zumuten wollen. Für diese Gesellschaften biete das Unternehmen seit Jahren schon Festpreise an.

Die Einkäufer der Stadtwerke hätten keinen so genannten Trading Floor, sie betätigten sich nicht als Spekulanten, sagt Detlef Springer, der das Ressort Markt mit Vertrieb und Energieeinkauf im Unternehmen verantwortet.

Abhängig von der Börse

„Das ist ein so genanntes Back-to-back-Geschäft. In dem Moment, in dem wir ein Energiepaket verkaufen, kaufen wir es an der Börse neu an.“ Genau dieses Vorgehen liege hier vor. „Es wurde von einer Wohnungsbaugesellschaft im Jahre 2014 eine Preisvereinbarung für das Jahr 2017 getroffen.

StWB hat im Jahre 2014 unmittelbar bei dieser Preisvereinbarung das Gas für diesen Kontrakt eingekauft, um keinem Preisänderungsrisiko zu unterliegen. Damit ist der Preis für alle Beteiligte fixiert, und zwar für die Stadtwerke, die Wohnungsbaugesellschaft und auch für den Mieter“, sagt Müller.

Im Jahr kaufe die Firma bis zu 650 Millionen Kilowattstunden Energie als Erdgas für die Fernwärmeversorgung.

Im Vergleich zum Einkaufszeitpunkt 2014 sei der aktuelle Börsenpreis für Gas jedoch um etwa ein Drittel niedriger. Deshalb müssten sich zwangsweise die genannten Differenzen einstellen.

„Keiner weiß, wie sich Preise an der Börse entwickeln; das kann insbesondere bei einer frühzeitigen Fixierung gut oder schlecht sein. Die Entscheidung darüber obliegt jedem einzelnen unserer Sondervertragskunden“, sagt Müller.

Von André Wirsing

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