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Hoch hinaus in Brandenburg

15. Türmetag in der Havelstadt Hoch hinaus in Brandenburg

Schwindelfrei musste man sein, um Brandenburg an der Havel am Sonntag von oben zu erkunden. Viele Besucher nutzten den Türmetag, um in luftiger Höhe Bauwerke zu besteigen, die sonst nicht geöffnet sind.

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Susanne und Jürgen Gier hielten ihre Eindrücke vom Steintorturm fest.

Quelle: Christine Lummert

Brandenburg/H.. Herzklopfen dürfte es bei so manchen Besuchern gegeben haben, die am Sonntag beim 15. Türmetag in Brandenburg auf bis zu 21 Kirchbauten und Stadttürme stiegen. Denn einige waren nicht ganz leicht zu erklimmen. Wer sich aber mancherorts über senkrechte Leitern, Baugerüste oder steile Stiegen ganz nach oben gearbeitet hatte, wurde mit Ausblicken belohnt, die sonst nicht allzu oft zu haben sind.

Schon am Vormittag waren viele Familien und Gruppen in der Stadt unterwegs, um einige architektonische und geschichtliche Höhepunkte der Stadt von innen zu erkunden. Die Besucher konnten über dicke Mauern aus märkischen Ziegelsteinen staunen und die Kunst der alten Baumeister bewundern. Einige nahmen sich einen bestimmten Turm zum Ziel, während andere gleich eine ganze Besichtigungstour geplant hatten.

Susanne und Jürgen Gier hatten ihren Fotoapparat im Gepäck, um ihre Eindrücke festzuhalten. „Wir kommen zwar aus Brandenburg, aber in den vergangenen Jahren hat es zeitlich nie zum Türmetag gepasst, jetzt nutzen wir die Chance und besteigen gleich mehrere Türme“, sagte Jürgen Gier. Das geschichtlich interessierte Ehepaar nutzte die Gelegenheit und erklomm nicht nur den Steintorturm und den Dom, sondern auch den Rathenower Torturm, der nur zum Türmetag geöffnet ist.

Vom Steintorturm aus hatten Besucher einen perfekten Blick auf die Turmbesteiger der Katharinenkirche

Vom Steintorturm aus hatten Besucher einen perfekten Blick auf die Turmbesteiger der Katharinenkirche

Quelle: Christine Lummert

Dort begrüßte Sabine Ziehm die Besucher und wies ihnen über ein eigens zum Türmetag aufgestelltes Baugerüst den Weg nach oben. „Viele Freiwillige aus den Brandenburger Sportvereinen betreuen die Besucher an den einzelnen Türmen, sie verteilen auch die Stempel für die erfolgreiche Besteigung“, erklärte Ziehm, die beim FSV Viktoria Brandenburg Fußball spielt. Für fleißige Turmbesteiger kann sich das Sammeln lohnen, denn die Stadtmarketinggesellschaft, die den Türmetag organisiert, kürt anschließend den „Besten Türmer“ und verteilt Preise. Davon angespornt nutzten viele die Gelegenheit, sich auch außerhalb der Stadt auf die Kirchtürme der umliegenden Dörfer, etwa nach Brielow, Lünow oder Radewege, zu wagen. Doch selbst im Stadtgebiet waren Ziele zu entdecken, die sonst nicht zugänglich sind. Der Kampfrichterturm an der Regattastrecke bot einen fantastischen Blick auf den Beetzsee, während der Schlauchturm der alten Feuerwache seinen ganz eigenen Charme versprühte. Über Metallstiegen und an der abblätternden Farbe der Fensterluken vorbei ging es dort 20 Meter nach oben. „Es ist natürlich ein bisschen schade, dass der Blick nur in Richtung Franz-Ziegler-Straße geht“, sagte der Brandenburger Klaus Henning nach dem Aufstieg. Doch schließlich sollten die Feuerwehrleute auch nicht die Aussicht über die Havel genießen, sondern sich um das Wohlergehen der Brandenburger kümmern.

Von Christine Lummert

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