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Hochzeit am Tag vor Heiligabend

Eisernes Ehepaar lernte sich in Gefangenschaft kennen Hochzeit am Tag vor Heiligabend

Am 23. Dezember 1950 gaben sich Elisabeth und Herbert Müller in Brandenburg an der Havel das Ja-Wort. 65 Jahre später feierten sie nun mit ihren fünf Kindern, sieben Enkeln und fünf Urenkeln ihre Eiserne Hochzeit. Die große Feier stieg dabei schon ein paar Tage vor dem eigentlichen Jubiläum.

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Elisabeth und Herbert Müller mit Urenkelin Maxi.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Die Umstände ihres Kennenlernens waren schwierig und doch können Elisabeth und Herbert Müller auf eine lange und glückliche Ehe zurückschauen. „Wir haben uns 1946 in Gefangenschaft in Polen kennengelernt“, erinnerte sich Herbert Müller am Mittwoch, als er und seine Frau nach 65 Ehejahren ihre Eiserne Hochzeit feierten. Der heute 85-Jährige gab seiner Elisabeth 1950 einen Tag vor Heiligabend das Ja-Wort. Drei Tage zuvor war die Braut 18 Jahre alt geworden. „Das haben wir dann gleich zusammen gefeiert“, sagt die mittlerweile 83-jährige Rentnerin.

Das Ehepaar Müller ist auch nach 65 Ehejahren noch glücklich

Das Ehepaar Müller ist auch nach 65 Ehejahren noch glücklich.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Sein Jubiläum hat das Paar nun schon vor dem eigentlichen Hochzeitstag begangen. Weil es schwierig sei in der Weihnachtszeit alle zusammen zu trommeln, haben Elisabeth und Herbert Müller ihre fünf Kinder, sieben Enkel und fünf Urenkel bereits am vergangenen Samstag zur großen Familienfeier eingeladen. Auf das Geheimnis einer langen und erfüllten Ehe angesprochen, antwortet Herbert Müller: „Wer den Bund der Ehe eingeht, muss damit rechnen, dass nicht immer alles glatt geht. Es ist nicht alles Sonnenschein.“ Nur wer für die Liebe kämpfe und auch bereit sei zu vergeben, habe die Chance so lange zusammen glücklich zu sein.

Seit 1949 in der gleichen Wohnung

Während Herbert Müller die meiste Zeit für das Geld verdienen zuständig war, kümmerte sich seine Frau Elisabeth um Haushalt und Familie. „Die Kinder hatten Vorrang“, erzählt sie. In ihrer Wohnung in der Sachsenstraße, wo das Ehepaar seit 1949 lebt, wohnte die Familie teilweise zu siebt. Erst als alle Kinder aus dem Haus waren, konnte auch Elisabeth Müller zumindest halbtags arbeiten gehen. Ihr in Bessarabien geborener Mann war indes lange Jahre im Stahlwerk tätig. „Zuletzt war ich Gewerkschaftsvorsitzender der IG Metall in Brandenburg“, sagt er.

Ihre Freizeit verbrachten die Müllers viele Jahre in der Gartensparte „Eigener Fleiß“. Zudem waren sie 20 Jahre lang als Kegler beim Sportverein Motor Süd aktiv. Für Herbert Müller und die Herrenmannschaft sprang dabei 1990 sogar der Titel des DDR-Meisters heraus. Seine Frau kümmerte sich hingegen eine gewisse Zeit um den Nachwuchs und trainierte die Kinder des Vereins. Heute genießen beide vor allem die gemeinsame Zeit mit der Familie. „Bei uns ist immer was los“, freut sich Elisabeth Müller.

Von Norman Giese

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