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Brandenburg/Havel Höchste Zeit für den Start in die Gerste
Lokales Brandenburg/Havel Höchste Zeit für den Start in die Gerste
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00:18 09.07.2017
Vor den Toren Ziesars hat die Getreideernte begonnen. Das wechselhafte Wetter verzögerte das Einbringen der Gerste immer wieder. Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Am Abendhimmel lässt sich schon der Mond sehen. Die tief stehende Sonne taucht die Getreidefelder in ein goldenes Licht. Endlich wieder ein trockener Sommerabend. Jerome Schöpke, Pascal Kunzmann und Manfred Gobel von der Fiener Agrargenossenschaft haben zu diesem Zeitpunkt kein Auge für die schönen Seiten ihres Berufes. Sie steuern am späten Mittwochabend drei New-Holland-Mähdrescher durch die Wintergerste. Die Ziesaraner gehörten zu den ersten Agrarbetrieben, die zum Wochenbeginn in die Getreideernte starteten. Die Zeit drängt, für Freitag sind die nächsten Schauer angesagt.

„Der Bestand ist reif, die Halme brechen bereits, und von unten wächst langsam das Unkraut zwischen dem reifen Korn durch. Wir müssen so viel dreschen wie wir schaffen, bevor der nächste Regen kommt“, erklärt Elard von Gottberg, Vorsitzender der Fiener Agrargenossenschaft, die heikle Lage in diesem Sommer. Er übernahm von Wolfgard Preuß zu Beginn des Jahres die Leitung der Genossenschaft. Von Gottberg schaut während der Erntezeit auch am Abend auf dem Feld nach dem Rechten.

Agr Quelle: Silvia Zimmermann

„Neben den erfahrenen Kollegen macht auch der Nachwuchs seine Sache ganz gut“, lobte von Gottberg die Arbeit seiner Erntekapitäne. Die Mähdrescher haben eine Schneidwerksbreite von neun Meter, und wenn keine Störungen auftreten, ist ein Feld schnell abgeerntet. Am Feldrand warten die Traktoristen Tino Kohlenberg und Uwe Strübing darauf, dass sie das von den Erntemaschinen gebunkerte Getreide abfahren können.

Mähdrescher der Fiener Agrargenossenschaft im Einsatz. Quelle: Silvia Zimmermann

„Wir haben jetzt 45 Doppelzentner vom Hektar geerntet. Das ist eine durchschnittliche Ernte. Der Strohgehalt ist gut. Während der Kornfüllphase im Mai hat der Regen gefehlt. Die Gerstenkörner entwickelten sich deshalb nicht optimal“, so der Agrar-Chef. Das Korn hatte eine Feuchtigkeit von 14, 1 Prozent und lässt sich damit problemlos einlagern. Das bereits am Montag abgeerntete Getreidefeld wird von Traktorist Nico Altenkirch beräumt. Das gedroschene und trockene Stroh ist bereits zu Quaderballen zusammengepresst. „Wir haben uns in diesem Jahr einen neuen Ballenstapelwagen gekauft. Das Stroh musste früher mit mehreren Arbeitskräften und Maschinen vom Feld geräumt werden. Mit diesem Wagen erfolgt das in einem Arbeitsgang. Der Ballenstapelwagen QUADRO PAC V wird von einem Traktor gezogen. Mit rund neun Kilometer pro Stunde fährt dieser über das gemähte Stroh. Die Maschine greift das Stroh auf, presst es zu großen Quadratballen zusammen. Die Technik ist so ausgereift, dass vier Ballen auf einmal gepresst und anschließend während der Fahrt auf dem Feld abgestellt werden“, erklärt Elard von Gottberg.

Bis in die späten Abendstunden werden die Getreidefelder abgeerntet. Quelle: Silvia Zimmermann

Entwickelt wurde diese Maschine in Brandenburg im Elbe-Elster- Kreis, der Heimat von Elard von Gottberg. Fahrer Nico Altenkirch ist zufrieden mit der Arbeitsweise des Ballenstapelwagens. „ Es läuft gut“, gibt er zu verstehen. Die Genossenschaft investierte dafür 40 000 Euro. Insgesamt müssen 220 Hektar Wintergerste, 205 Hektar Raps sowie 420 Hektar Triticale und Roggen abgeerntet werden. Ab dem 1. August soll die Aussaat der Zwischenfrüchte erfolgen. Während die Getreideernte anläuft, müssen außerdem 70 Hektar Grünland zu Heu verarbeitet und eingefahren werden.

Von Silvia Zimmermann

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