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Brandenburg/Havel Höfefest ist wieder Publikumsrenner
Lokales Brandenburg/Havel Höfefest ist wieder Publikumsrenner
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17:24 17.08.2014
Quelle: V. Maloszyk
Brandenburg an der Havel

Leute, die man das ganze Jahr über nicht gesehen hat, beim Höfefest trifft man sie ganz bestimmt. Überall in dem Karree Bäckerstraße, Altstädtischer Markt, Plauer Straße und Ritterstraße fallen sich Menschen lachend in die Arme, stehen Grüppchen auf der Straße und haben sich viel zu erzählen. Gut gelaunt schlendern Menschen durch die Straßen, schauen in diesen Hof und in jenen, werden manchmal mit großem Hallo begrüßt und bleiben manchmal inkognito.

Die meisten Höfe bieten ein traditionelles Programm:

Leckeres vom Grill und Musik dazu. Insgesamt 27 haben dieses Jahr ihre Tore geöffnet. Das sind fünf weniger als im Vorjahr. Warum? Das weiß Karin Arndt, die Chefin des Vereins der Altstädter, auch nicht. So ein Höfefest mache halt schon eine Menge Arbeit, weiß sie aus eigener Erfahrung. Alle Nachbarn müssten sich über das Programm einigen, sonst könne das Fest nicht funktionieren. Am Johanniskirchplatz Nr. 1 sei beispielsweise auch ein Hoffest geplant gewesen. Aber dort seien sich die Bewohner nicht einig geworden und so blieb das Hoftor zu.

Traditionelle Thai-Massage

Dass die Teilnahme am Höfefest viel Arbeit bedeutet, hat auch Britta Kornmesser festgestellt. Es sei vor allem ein guter Anlass gewesen, den Hof in der Altstädtischen Großen Heidestraße Nr. 51 mal ordentlich aufzuräumen, sagt sie etwas erschöpft, aber glücklich. Mit privaten Hoffesten für die engere Nachbarschaft habe man schon ein paar Erfahrungen gesammelt, erzählt Kornmesser. Mit Nachbarin Orawan Pomruang hat sie sich jetzt zum ersten Mal am Höfefest beteiligt. Zusammen habe man sieben Kuchenbleche voll gebacken, so Kornmesser. Die Thaifrau Pomruang kocht auch göttlich. Die leckere Ingwer-Möhrensuppe stammt aus ihrer Küche. Ganz mutige Hofbesucher können sich auf eine der Massageliegen legen und sich von der Fachfrau aus dem vielfältigen Angebot ihres Instituts eine traditionelle Thai-Massage verabreichen lassen.

Modelle sind fantasievoll, aber tragbar

Publikumsmagnet auf diesem Hof sind die Modenschauen, die Kathrin Bendick hier veranstaltet. Sie hat ihre Leidenschaft, das Schneidern, zum Beruf gemacht und über die Jahre ihren ganz eigenen, kreativen Stil entwickelt. Ihre Modelle sind fantasievoll, aber tragbar, wenn auch mit einem Hauch Paradiesvogelanmutung. Acht Models, darunter ältere Frauen mit weiblichen Rundungen, zeigen, dass Mode jenseits der Billigmarken Spaß machen kann. Da gibt es dieses todschicke Samtkostüm mit schmalem Rock bis zum Knie und taillenkurzer Jacke mit üppigem Kragen. Die Kreation ist aus mehreren Lilatönen zusammen gestellt und wirkt edel. Ebenso edel wirkt das sommerliche Top, das mit in den Farbnuancen Grün, Rot, Messing und Lila punktet. Edel waren die Klänge, die das Brandenburger „Trio S“ zu der Modenschau beitrug: Eigenkompositionen garniert mit ein wenig Bach. Im Hof Bäckerstraße 38 locken Michelle Schmidt und Stefan Drotleff mit Clownsprogramm und Fenstertheater Menschen herbei. „Süßigkeiten“ hat Michelle Schmidt mit Clownsnase und in rotem Kleid ihre clowneske Vorführung genannt, das vor allem den vielen Kindern unter den Zuschauern ein diebisches Vergnügen bereitet hat. Mit großen, neidischen Augen hängen sie an Schmidts Lippen, wenn die Süßigkeiten en masse vernascht.

Zum Höfefest im Karree Bäckerstraße, Altstädtischer Markt, Plauer Straße und Ritterstraße fielen sich Menschen am Samstag lachend in die Arme, Grüppchen standen auf der Straße und hatten sich viel zu erzählen. Gut gelaunt schlenderten Menschen durch die Straßen, schauten in diesen Hof und in jenen.

Traditionell geht es auf dem Hof der Familien Arndt-Martin und Fimmel in der Klosterstraße 24 zu. Der passionierte Jäger Roland Fimmel (54) erlegt das Wild, das seine Frau Ute (50) nach einem Rezept seiner Großtante zu der Suppe verarbeitet, die den Hof berühmt gemacht hat. „Gibt es heute gar keinen Zwiebelkuchen“, fragt da jemand lautstark. „Kommt sofort“, antworten Kathrin Arndt und Andreas Martin, in deren Küche das leckere Gebäck entstanden ist. Dazu reichen sie Federweißer.

Von Ann Brünink

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