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Brandenburg/Havel Hunderte genießen das Hörspielfest
Lokales Brandenburg/Havel Hunderte genießen das Hörspielfest
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11:12 05.08.2018
Mit Kind und Hund auf dem Hörspielfest. Quelle: Brigitte Einbrodt
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Brandenburg/H

In fünf Minuten eine Geschichte auf den Punkt zu bringen, ist gar nicht so einfach. „Das ist kein Spiel“, ist der treffende Titel dieser exklusiven Hörspielproduktionen, die so nicht auf dem Markt zu kaufen sind. Sie zogen die Besucher in den Bann. Deshalb wurde es auf der sommerwarmen Wiese am Theaterpark um 18.30 Uhr plötzlich ziemlich still. Jetzt waren die Erwachsenen dran, nachdem am Nachmittag ihre Kinder gespannt Geschichten erlebten, etwa vom Zuckertraumtheater. Der Verein Lauschkultur hatte am Sonnabend und Sonntag traditionell am ersten Augustwochenende zum Hörspielwochenende eingeladen. Es war das zwölfte und wieder kamen Besucher in Scharen.

Es hat sich längst herumgesprochen, dass dies ein ganz besonderes Familienfest mit freiem Eintritt ist. Sandra Hettwer sitzt mit Tochter und Sohn auf der Decke. Die junge Brandenburger Mutter ist schon seit mehreren Jahren hier Gast. Sie hört dem abwechslungsreichen Programm gern zu und weiß, dass ihre Kinder mit fünf und drei Jahren sich hier auch nicht langweilen. Wenn sie etwas nicht verstehen, spielen sie eben. Und sie selbst freut sich jedes Mal, Bekannte aus der Havelstadt zu treffen: „Ein schöner Familiennachmittag, bei dem man immer nette Leute trifft“, sagt sie.

Sandra Hettwer (r.) mit ihren drei- und fünfjährigen Kindern auf der Decke. Quelle: Brigitte Einbrodt

Klar, die Hüpfburg und Kinderschminken dürfen nicht fehlen an solch einem Tag, genauso wenig wie die Bratwurst und Getränke.

Kinder sind übrigens durchaus nicht die ungeduldigeren unter den Zuhörern, weiß Leo Bauch, der Vorstandsvorsitzende von Lauschkultur. Der 22-jährige Lehramtsstudent hat die Erfahrung gemacht, dass zwanzig Minuten die Grenze der Aufmerksamkeit bilden. Auch bei Erwachsenen. Wichtiges Anliegen der fünfzehn Vereinsmitglieder ist es, wieder mehr das Zuhören zu fördern, und das vor allem als gemeinsames Erlebnis. So sind die jungen Leute noch groß geworden, mit Kassetten vor dem Schlafengehen, und haben das nicht vergessen. Sie wollen es den nächsten Generationen weitervermitteln.

Am Flohmarktstand kramt Berit Ulbrich mit ihrer Potsdamer Freundin in den Kisten mit CD‘S und Kassetten neugierig herum. Sie war schon 2017 hier und fand eine Gruselgeschichte so faszinierend erzählt, dass die noch recht neue Bewohnerin der Havelstadt alle Bekannten warb, mit hier auf die Theaterwiese zu kommen.

Familien genießen das Hörspielfest im Theaterpark. Quelle: Brigitte Einbrodt

Wurde das Programm wegen der Hitze zusammengestrichen? „Warum?“, wundert sich Leo Bauch über die Frage. „Hier ist Schatten unter großen Bäumen, die Leute liegen entspannt auf der Wiese und es gibt viel Eis und Melone.“ Überhaupt wurde wenig am Konzept des Hörspielwochenendes verändert. „Es wird so wie es ist, gut angenommen“, sagt Leo Bauch selbstbewusst. Die Zuschauerzahlen bestätigen das. Täglich etwa 1500, das setzt sich kontinuierlich über die vergangenen Jahre fort. Auf dreißig Helfer konnte sich der Vereinsvorsitzende bei der Organisation und Durchführung verlassen. Welche Künstler gern engagiert werden, ergibt sich aus dem Zuspruch des Publikums. Auch soziokulturelle Einrichtungen wie das „Haus der Offiziere“ oder „Brennabor“ präsentieren sich mittlerweile beim Hörspielwochenende nicht nur, sondern sind tatkräftig dabei. Am späten Abend gab es dann Musik aus Brandenburg. „Private Conversation“ entstand aus einer ehemaligen Schülerband und mit ihrem vielseitigen Mix war nun neben Zuhören auch Bewegen angesagt.

Von Brigitte Einbrodt

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