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Brandenburg/Havel Hoffnung für die alte Plauer Brücke
Lokales Brandenburg/Havel Hoffnung für die alte Plauer Brücke
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19:08 21.12.2016
Die alte Plauer Brücke. Quelle: Marion von Imhoff
Brandenburg/H

Eine Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“ hat sich in dem Fischerstädtchen Plaue gegründet. „Ohne dafür Werbung gemacht zu haben, fanden sich vor wenigen Tagen 24 Menschen aus Plaue, Kirchmöser und der Altstadt zusammen, um für das einzigartige Bauwerk zu retten“, sagte Sprecher Hans-Peter Jung am Mittwoch vor den Stadtverordneten. Es handele sich um eine der letzten genieteten Stahlbrücken, die zudem mit Jugendstil-Elementen verziert und 1904 errichtet wurde.

Die BI-Mitglieder übergaben den Stadtverordneten Broschüren mit Fotos, Zeichnungen, Plänen sowie persönlichen Erinnerungen von alten und jungen Plauer Bürgern. Die Idee dazu entstand im Spätsommer als der Unabhängige Bürgerverein UBV gemeinsam mit den Brückenfreunden Plaue-Kirchmöser und politischen Parteien mit einer symbolischen Brückensperrung auf den desolaten Zustand des Bauwerks aufmerksam machten.

Aktueller Anlass für das Gründen der offenen und überparteilichen Bürgerinitiative war eine Anfrage der Büfübü-Fraktion an die Rathausspitze: Könne der Denkmalschutz für das Bauwerk aufgehoben und dieses durch eine einfache neu zu errichtende Radfahrer- und Fußgängerbrücke ersetzt werden, so der Tenor der Anfrage.

Dem Ansinnen hatte Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) eine klare Abfuhr erteilt. Die Brücke sei im Dezember 1995 unter Denkmalschutz gestellt worden, weil wegen ihrer technischen, baugeschichtlichen, verkehrsgeschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung „ ein signifikantes Interesse an ihrem Erhält besteht. Wirtschaftlichkeit, Nutzbarkeit, Zumutbarkeit oder finanzielle Gründe seien für die Denkmaleigenschaft völlig unerheblich.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) hat die Mitglieder der BI für Mitte Januar ins Rathaus eingeladen. „Dann liegen hoffentlich die Ergebnisse der Brückenprüfung vor. Zudem müssen wir nachweisen, dass es sich um eine unabweisbare Aufgabe handelt.“ Bekanntlich liegt seit mehr als einem Jahr ein Förderantrag von Scheller zum Sanieren der Brücke in Potsdam. Das Instandsetzungskonzept sieht vor, die Brückenfläche mit Platten statt Kopfsteinpflaster zu belegen und in der Mitte einen drei Meter breiten Steg für Radler und Passanten anzulegen.

Von André Wirsing

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