Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Hohenferchesar: Importe aus der Bronzezeit
Lokales Brandenburg/Havel Hohenferchesar: Importe aus der Bronzezeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 27.02.2016
Die Dorfkirche, das Wahrzeichen von Hohenferchesar. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Mittelmark

Eine Lanze für Detektorenfunde brach der junge Archäologe Daniel Dübner auf der Jahreskonferenz der Landesarchäologie im Audimax der Fachhochschule Brandenburg. „Meist steht die Sondengängerei im Vordergrund, aber das wissenschaftliche Potenzial aus Metallfunden wird oft nur selten genutzt“, sagt er. Allerdings stünden sie ohne näheren Kontext da.

Der promovierte Archäologe aus Halle, der beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege in Wünsdorf volontiert, hat sich für seinen Vortrag interessante Funde aus der Bronzezeit ausgeguckt, die natürlich auch aus Bronze sind: Ein Randleistenbeil und einen so genannten Stachelscheiben-Anhänger aus dem 14. bis 13. Jahrhundert vor Christi sowie ein Flügelortband jüngeren Datums. Dabei handelt es sich um das untere Ende einer Schwertscheide, das er auf etwa 780 bis 650 vor Christi datiert. Das Besondere für Dübner ist, dass Stachelscheibe und Ortband nicht von hier, sondern aus dem süddeutschen Raum „importiert“ seien.

Mit einem Metalldetektor aufgespürt und ans Tageslicht geholt, hat der viel beschäftigte ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Sieghard Wolter die drei Stücke bei Hohenferchesar an einem flachen Hang zur Bucht des Pritzerber Sees. Der 50-jährige Brandenburger geht im Umkreis von 30 Kilometern seit sieben Jahren im Auftrag des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) seinem Spürsinn nach. Sein bisher spektakulärster Fund war der auf einem Acker bei Götz geborgene Silbermünzen-Schatz.

Archäologe Thilo Stapelfeldt vom Landesamt ist im vorigen Jahr mit seinem Team bei Woltersdorf zwischen Wendsee und Wusterwitzer Brücke auf der Südseite des Elbe-Havel-Kanals, der dort bekanntlich verbreitert werden soll, auf einen endneolithischen Fundplatz aus der Zeit etwa 2200 vor Christus gestoßen. Rund 3500 Scherben an Gefäßkeramik, 3400 Feuersteinabschläge, darunter zwölf Pfeilspitzen, und 29 Gramm Knochen seien entdeckt worden. Ob die Knochen von Mensch oder Tier stammen, sei bisher unklar.

Interessent für Grabungsleiter Stapelfeldt ist die Mischung zweier endneolithischer Kulturen bei Fundstücken _ nämlich der Schönfelder Kultur und der Einzelgrabkultur. Die Frage sei, ob sie nebeneinander bestanden oder ob es eine Vermischung war wie er vermutet. Auf Grund der Fundstreuung hat der Experte außerdem versucht, den Grundriss eines Hauses zu rekonstruieren. „Aber auch das ist eine Hypothese“, sagt er.

Von Claudia Nack

Brandenburg/Havel Skandal im Rathaus Brandenburg/Havel - Verwirrung um Beschwerde gegen OB Tiemann

Die der Brandenburger Stadtverordnetenversammlung (SVV) übergebene Beschwerde des Baubeigeordneten Michael Brandt gegen Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (beide CDU) sorgt auch am Freitag für Verwirrung. Wer ist eigentlich zuständig für die Beschwerde? Darüber gehen die Meinungen in Brandenburg auseinander.

27.02.2016
Brandenburg/Havel Ein neues Phänomen für die Jugendhilfe - Drei minderjährige Ehefrauen in Brandenburg

Drei minderjährige Ehefrauen aus Syrien und Afghanistan leben in Brandenburg an der Havel. In beiden Ländern heiraten Mädchen aus verschiedenen Gründen oft früh. Dieses neue Phänomen der Flüchtlingskrise entpuppt sich jetzt als Herausforderung für das Jugendamt.

26.02.2016

Das vor drei Jahren gegründete Familienzentrum in Wusterwitz (Potsdam-Mittelmark) hat sich mit seinen Angeboten inzwischen einen Namen gemacht und ist jetzt auch in Altbensdorf präsent. Gemeinsam mit Schule, Sozialarbeiterin, Kita und Jugendamt des Landkreises wurde ein Konzept für die Gemeindesozialarbeit im Amt Wusterwitz entwickelt.

21.02.2018
Anzeige