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Brandenburg/Havel Hohenstücken küsst den Märchengarten wach
Lokales Brandenburg/Havel Hohenstücken küsst den Märchengarten wach
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11:42 27.06.2018
Hohenstückens Quartiersmanager Tino Haberecht vor der Kulisse des zukünftigen Märchengartens. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

Das undurchdringliche Gestrüpp ist beseitigt. Schlosstürme sind zu sehen und bald wird auch Dornröschen wieder wachgeküsst. 100 Jahre lag das alte Schulgartengelände neben der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hohenstücken zwar nicht im Tiefschlaf. Aber doch so lange, dass fast in Vergessenheit geraten wäre, was sich dort für ein Schatz für den ganzen Stadtteil heben lässt.

Tino Haberecht, der für die Arbeitsfördergesellschaft BAS als Quartiersmanager in Hohenstücken tätig ist, hatte Ende 2013 die erste Idee für das 5500 Quadratmeter große Grundstück. Die Einrichtung eines interkulturellen Gartens war im Gespräch, um einen neuen Begegnungspunkt für die Einwohner des Stadtteils zu schaffen. „Zu der Zeit war auch die Grimm-Grundschule auf einem Teil des Geländes noch mit ihrem Schulgarten aktiv und das war ein guter Anschlusspunkt“, erinnert sich Haberecht.

Mitte 2016 kam neuer Schwung in das Projekt

Der gärtnerische Aspekt ist über die Jahre als Ideenschwerpunkt erhalten geblieben, auch wenn in der Zwischenzeit jegliche Nutzung der Fläche eingestellt wurde. Erst Mitte 2016 kam neuer Schwung in das Projekt, zumal auch eine neue Heimat für die schön gestalteten Märchenfiguren gesucht wurde, die bis 2015 einen Teil des Gördenwalds zu einem echten Märchenwald machten. Ein Name war dann schnell gefunden. Unter dem Titel „Märchengarten“ soll vieles vereint werden.

„Zahlreiche Akteure des Stadtteils, von Wohnungsbaugenossenschaft bis zu den Schulen, sind für einen Neustart zusammengekommen und über das große Potenzial des Grundstücks herrschte schnell Einigkeit“, sagt Haberecht. Da das Areal einst kaskadenförmig angelegt wurde, lässt sich gestalterisch einiges verwirklichen.

Türme vom Weihnachtsmarkt

Die Grimm-Grundschule will auf dem oberen Teil des Geländes wieder den grünen Daumen der Schüler trainieren. Eine Etage tiefer soll der Begegnungsraum für den Stadtteil verwirklicht werden. „Den künftigen Zugang schmücken jetzt schon die Türme, die einmal in einem BAS-Projekt für den Eingangsbereich des Brandenburger Weihnachtsmarktes gebaut wurden“, sagt Haberecht. Sie liefern das richtige Flair für die Märchenfiguren, die im Gördenwald standen.

Im dritten Teil des Areals soll künftig eine fest installierte Bühne Schauplatz verschiedener Veranstaltungen sein. „Bei dem kürzlich von Studenten der Technischen Hochschule organisierten Spendenlauf kamen 3000 Euro zusammen, die jetzt für den Bühnenbau Verwendung finden“, sagt Haberecht. Einige Hochbeete sollen den Bereich des Podiums in Zukunft einrahmen und allen offenstehen, die sich unter dem Motto „Gemeinsames Gärtnern bei Grimms“ betätigen wollen.

Zuerst musste eine Menge Wildwuchs weg

„Anfang 2018 ging die Fläche aus dem zentralen Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadt in der Verantwortung der BAS über und seitdem sind wir hier richtig aktiv“, erklärt der Quartiersmanager. Zuerst musste eine Menge Wildwuchs beseitigt werden. Dabei kamen nicht nur alten Wege zum Vorschein, sogar die Beetumrandungen des alten Schulgartens wurden unter einer zentimeterdicken Erdschicht wieder sichtbar.

Das Wichtigste war jedoch die Entdeckung der noch für den Schulgarten angelegten Wasser- und Stromversorgung. „Und das Beste ist, alles ist noch nutzbar“, freut sich Haberecht. Durchs wilde Unterholz haben sich Teilnehmer verschiedener Projekte geschlagen.

Tipps für grüne Berufe

„Über BAS-Fördermaßnahmen waren dort Leute aktiv, aber auch aus den umliegenden Schulen haben Jugendliche mitgeholfen und gleichzeitig ausprobieren können, ob ihnen die sogenannten grünen Berufe liegen“, erklärte Haberecht.

Möglichst viele Kinder und Jugendliche schon die Gestaltungsphase einzubeziehen, geschieht auch mit Bedacht. Schüler der Otto-Tschirch-Oberschule haben zum Beispiel eine ganz neue Szene für den Märchengarten gestaltet. „Wer hier selbst Arbeit und kreativen Einsatz investiert hat, wird auch mithelfen, dass ganze Areal vor eventuellem Vandalismus zu schützen“, erklärt Haberecht.

Bevor alles fertig ist, wird noch ein Jahr vergehen, aber dann können sich alle Brandenburger Kinder wieder auf einen Rundgang im Märchengarten freuen.

Von Christine Lummert

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