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Brandenburg/Havel Holperpiste durch Reckahn verschwindet
Lokales Brandenburg/Havel Holperpiste durch Reckahn verschwindet
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02:15 06.03.2016
Bauarbeiten an der Göttiner Landstraße. Quelle: Maloszyk
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Reckahn

„Wir sind alle froh, dass es endlich losgeht, denn der Zustand der Straße ist schlimm“, sagt Herbert Schreinert. Auf der Freifläche neben seinem Grundstück in der Göttiner Landstraße sind vorige Woche die ersten Baufahrzeuge angerückt. Immer wieder hatten sich Anwohner beim Landkreis und bei der Verwaltung über die Holperpiste beschwert. Autos und Laster poltern über Dellen. Bei Schwertransportern kommt es in den Häusern zu Erschütterungen.

„Beschwerden gab es jede Menge“, bestätigt Jörg Schadow vom Kreisstraßenbetrieb (KSB). Bisher fehlte das Geld. Zwar war die Fahrbahn wegen der Verwerfungen zwischenzeitlich gefräst und von der Verkehrsbehörde des Kreises die Geschwindigkeit auf Tempo 30 begrenzt worden, doch wirklich geholfen hat es nicht.

Bisher fehlte das Geld

Nun wird die Göttiner Landstraße, die eine Kreisstraße ist, grundhaft ausgebaut. Und zwar vom Ortseingang aus Richtung Brandenburg bis zur Kreuzung. Das sind ungefähr 410 Meter. Die Kosten liegen laut Schadow bei etwa 1,03 Millionen Euro. Davon wird die Hälfte vom Land über die Richtlinie zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden gefördert. Die andere Hälfte sind Eigenmittel des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Die Firma Eurovia aus Michendorf ist mit dieser Baumaßnahme in Reckahn beauftragt.

Während es mit den Arbeiten an der Fahrbahn am 14. März los gehen soll, wird am Ortseingang derzeit eine Sedimentationsanlage zur Versickerung des Oberflächenwassers der Straße errichtet. „Wir leiten jetzt nicht mehr in die Plane ein, sondern versickern vor Ort“, erklärt Schadow. Im Zuge des Straßenbaus wird die unterirdische Regenentwässerung erneuert. „Die Fahrbahn wird von der Tragschicht bis zur Asphaltdecke neu aufgebaut“, erläutert der KSB-Mann. Im Klartext: Die alte Tragschicht kommt raus, die zu den Schäden führte.

Kalk reagierte mit Wasser und dehnte sich aus

Als die komplette Reckahner Ortsdurchfahrt 1998 hergerichtet wurde, hatte der damals beauftragte Baubetrieb offenbar auf diesem Teilstück Stahlwerksschlacke für den Unterbau verwendet, die vermutlich nicht lange genug abgelagert war, erklärt Schadow. „Sie hat gegast und den Asphalt angehoben, was zu den Verwerfungen führte.“ Außerdem seien in der ungebundenen Tragschicht Kalkeinlagerungen festgestellt worden. Die Folge: Der Kalk reagiert mit Wasser und dehnt sich aus. 2008 wurden die Dellen immer stärker und der Pfusch offensichtlicher. Als man seinerzeit den Baumangel entdeckte, war die Gewährleistungspflicht abgelaufen.

Wegen der Bauarbeiten macht sich ab 14. März bis voraussichtlich Mitte Juni eine Vollsperrung der Göttiner Landstraße ab Kreuzungsbereich Reckahner Dorfstraße bis Abzweig Siedlungsstraße erforderlich. „Die Anwohner sind informiert“, sagt Schadow. Sie werden gebeten, ihre Autos außerhalb der Baustellenbereiche abzustellen. Ansprechpartner vor Ort ist der Eurovia-Polier. Die Umleitung erfolge über die Siedlungsstraße. Ob das Tempo 30 nach der Ende Juli geplanten Fertigstellung bleibt, steht noch nicht fest. „Wir entscheiden das nach einem Ortstermin“, so Heike Vierke Eichler von der Verkehrsbehörde.

Von Claudia Nack

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