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Brandenburg/Havel Hotelneubau: CDU wirbt für Slawendorf als Standort
Lokales Brandenburg/Havel Hotelneubau: CDU wirbt für Slawendorf als Standort
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10:55 01.11.2018
Mit dem Charme des Vergänglichen punktet das Slawendorf in bester Innenstadtlage. Die Tage an denen das Gelände genutzt wird, sind jedoch übersichtlich. Und das kommunale Gelände wäre eine Alternative zum Packhof als Hotelstandort glauben Gutachter und die CDU. Quelle: Foto: Jast
Brandenburg/H

„Die Idee auf dem Packhof ein großes Hotel zu bauen ist seit dem ablehnenden Bürgervotum tot“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jean Schaffer. Allerdings gäbe es über Parteigrenzen hinweg den politischen Willen, die Stadt noch mehr als bisher für den Tourismus zu öffnen und Gäste länger und komfortabler in der Stadt zu halten: „Vor dem Bedarf können wir nicht die Augen verschließen.“

Schaffer ist jetzt mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit gegangen, der bereits seit einiger Zeit im Rathaus diskutiert wird und dort durchaus Unterstützer gefunden hat. Angesichts des steigenden Bedarfs an Übernachtungsmöglichkeiten bei Sportwettkämpfen, Fachkongressen und Besucherreisen hatte das Gutachterbüro BTE Tourismus- und Regionalberatung bereits im Dezember 2015 drei Standorte für einen Hotelneubau favorisiert: den Packhof, das „Gelände zwischen Salzhofufer und Nicolaiplatz“ und die Freifläche am Wiesenweg hinter den neuen Brücken.

Mit Blick auf Kriterien für erfolgreiche touristische Entwicklungen von Innenstadthotels waren die gute Anbindung an Busse und Bahn sowie der schnelle Zugang zu Sehenswürdigkeiten und Wasser genannt worden. „All das hätten wir beim Slawendorf“, sagt Schaffer zur MAZ. Das im Rahmen einer Langzeit-ABM vor Jahren entstandene, wenig genutzte und von der BAS verwaltete Areal ließe sich bestens von der Wasserseite zu Fuß und vom Nicolaiplatz „viel besser als der Packhof“ mit Autos erreichen, sagt Schaffer.

Allerdings wolle er nicht über Größe, Kubatur und Sterne des Hotels diskutieren, sondern über den „Vorschlag zum Standort“. Das sei beim Packhof falsch gemacht worden, schätzt er selbstkritisch ein. Dort hatte die damalige Oberbürgermeisterin einen fast fertigen Entwurf präsentiert, der dann von zwei Dritteln der Bürger abgelehnt wurde. Die CDU und das Rathaus wollen alle politischen Kräfte und die Bürger einladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Und es werde sicher Fans des Slawendorfes geben, die den Erhalt favorisieren, heißt es aus der CDU-Fraktion.

Das Areal ist inzwischen in die Jahre gekommen. Etwa 50 000 Euro veranschlagt die Beschäftigungsgesellschaft BAS für die jährliche Bewirtschaftung. Fast so viel Geld nimmt sie zu Festen und bei Vermietungen ein, allerdings bezahlt sie keine Pacht und die 5000 Euro, die im Etat stehen um das Areal mit Hütten im Stil der Slawenzeit instand zu halten, reichen auf Dauer hinten und vorne nicht. Das könne nur mit einer neuen ABM gewährleistet werden, die angesichts der vergleichsweise entspannten Arbeitsmarktlage nicht in Sicht ist.

Bei der SPD ist Schaffer nicht abgeblitzt. „Ich kann nicht für alle von uns sprechen. Aber ich finde den Ansatz gut“, sagt SPD-Fraktionschefin Britta Kornmesser. Die Lage für ein Hotel sei gut. Das Areal liege zentral und doch ruhig. Das bunte Leben am Salzhof und das Hotel stünden nicht in Konkurrenz zueinander. Sie freue sich auf die Diskussion. Genutzt wird das Slawendorf derzeit vorrangig von der Firma „Zeitreise Brandenburg“.

Der Geschäftsführer Jens Wiedecke hat dem Vernehmen nach demnächst auf eigenen Wunsch einen Termin mit Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU), weil die Unternehmensführung über eine Standortveränderung nachdenke. Womöglich spielt das ja der Idee der CDU unerwartet schnell in die Karten.

Von Benno Rougk

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