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Hühner flattern über Zaun – Gemeinde will Politikerin verklagen

Päwesin gegen Lisa Price Hühner flattern über Zaun – Gemeinde will Politikerin verklagen

Die Hühner von SPD-Politikerin Lisa Price sorgen für Ärger. Weil sie ungeniert über den Grundstückszaun in Richtung Dorfbegegnungsstätte flattern, will die Gemeinde Päwesin Klage gegen die Abgeordnete erheben. Ein Gericht soll Price dazu verdonnern, ihr Federvieh so einzufrieden, dass es nicht auf das kommunale Areal flattern kann.

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Wenn doch nur die Hühner nicht über den Zaun fliegen würden.

Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Päwesin. Seit fünf Jahren liegen sie über Kreuz. Jetzt bahnt sich zwischen der Kommune Päwesin und Lisa Price, selbst Volksvertreterin im Gemeinderat, ein zivilrechtlicher Streit an. Die Abgeordneten beauftragten Amtsdirektor Guido Müller mit der Erhebung einer Klage gegen Price. Es geht um das Federvieh der SPD-Frau, die bei der Bundestagswahl im kommenden September gern den Wahlkreis von Frank-Walter Steinmeier beerbt hätte, aber gegen Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg chancenlos war.

Ein Maschendrahtzaun ist Streitgegenstand zwischen Päwesin und Lisa Price

Ein Maschendrahtzaun ist Streitgegenstand zwischen Päwesin und Lisa Price.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Ein Gericht soll Price dazu verdonnern, ihre Hühner so einzufrieden, dass diese sich nicht mehr bis zur benachbarten Kita vorpicken können. Bürgermeister Hubertus Kühne grämt sich über den flatternden Hühnerbesuch, der unter anderem den Rindenmulch von den Beeten der Dorfbegegnungsstätte scharrt. Nur Lisa Price stimmte nicht mit ab. Sie kam zu spät zur jüngsten Sitzung. Die tierhaltende Gemeindevertreterin sieht die Schuld bei der Gemeinde. Der 1,25 Meter hohe und von der Kommune errichtete Maschendrahtzaun sei als Grundstücksgrenze ungeeignet, argumentiert Price.

Lisa Price

Lisa Price

Quelle: privat (Andrea Häckert)

Dagegen ist für Amtsdirektor Müller der Zaun „angemessen und ortsüblich“. Die Kommune entschließt sich zur Klage, weil eine Verhandlung vor der Schiedsstelle des Amtes Beetzsee im März keine Einigung erbrachte. „Im Interesse der Steuerzahlergemeinschaft ist es nicht vertretbar, dass aus Gemeindemitteln weitere Sicherungen am Zaun erfolgen, nur um Frau Price eine geordnete Tierhaltung zu ermöglichen“, heißt es in dem Beschluss.

Von Frank Bürstenbinder

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