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Brandenburg/Havel Hunderte besuchen den Lehniner Adventsmarkt
Lokales Brandenburg/Havel Hunderte besuchen den Lehniner Adventsmarkt
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16:27 04.12.2017
Viele Besucher genießen den besonders stimmungsvollen Lehniner Adventsmarkt auf dem Klostergelände. Quelle: Christine Lummert
Lehnin

Pünktlich zum ersten Advent sind die ersten Flocken vom Himmel gerieselt und sorgten so für die passende winterliche Atmosphäre zum 24. Lehniner Adventsmarkt. Auf dem Alten Amtshof des Klostergeländes reihten sich die Stände aneinander und lockten wieder hunderte aus der gesamten Region Besucher an. Der Lehniner Adventsmarkt gilt seit langem schon als einer der stimmungsvollsten in Potsdam-Mittelmark und ist für viele Familien längst fester Bestandteil im vorweihnachtlichem Programm geworden.

Traditionell beginnt das vorweihnachtliche Treiben in Lehnin, wenn der Weihnachtmann mit seinen Engeln in der Kutsche vorfährt. Jeanette Pagenhardt vom Michelsdorfer Klosterexpress lenkt den Rotrock schon seit acht Jahren auf den Amtshof und hat für echte Romantiker zudem immer eine besondere Weihnachtsgabe im Gepäck. Ihre Mistelzweige werden gerne gekauft und in diesem Jahr mussten nicht einmal in luftige Höhen geklettert werden, um an das Grün zu kommen. „Durch den Herbststurm ist ein mit Misteln bewachsener Baum umgefallen und so hatten wir leichte Ernte“, verriet Pagenhardt.

Viele Besucher nutzten den Adventsmarkt, um sich noch mit der richtigen Weihnachtsdekoration einzudecken. Kränze, Gestecke, Holzfiguren, Sterne und vieles mehr waren im üppigen Angebot. Vieles davon war selbst gemacht, denn der Lehniner Tourismusverein und das Evangelische Diakonissenhaus, die den Markt in jedem Jahr gemeinsam organisieren, haben ein Auge darauf, das es nicht zu kommerziell wird. Vor allem kleine Läden aus der Gemeinde und Vereine aus den einzelnen Ortsteilen waren mit ihren Ständen vertreten und so kamen die Erlöse wieder einem lokalen Zweck zugute. Unter diesem Motto steht auch in jedem Jahr der kleine Flohmarkt-Stand des ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes, der mit Sachspenden von den 75 ehrenamtlichen Mitarbeitern bestückt wurde. Zusätzlich lieferten die Ehrenamtler auch selbst gestrickte Socken oder kochten Marmelade ein, um mit dem Erlös ihr Engagement unterstützen zu können.

Für die kleinen Gäste des Adventsmarktes führte der erste Weg zum Weihnachtsmann und seinen Engeln. Neben dem gemeinsamen Foto hatte der natürlich auch Geschenke mitgebracht. Für ein Lied oder ein Gedicht gab es die passende Belohnung. Im großen Saal des Altenhilfezentrums konnten die Kinder zudem das musikalische Wintermärchen „Schneeflöckchen“ anschauen oder im Gewölbekeller des Elisabethhauses den vorgelesenen Märchen des Netzener Landfrauen lauschen. Wer selbst kreativ werden wollte, hatte an verschiedenen Ständen die Chance dazu und konnte schon die ersten selbst gebastelten Geschenke mit nach Hause nehmen.

Zum Lehniner Adventsmarkt gehört auch immer Musik. Der Posaunenchor spielte zwischen Glühweinduft und blinkenden Lichtern weihnachtliche Melodien. In der Torkapelle sang der Kirchenchor aus Rädel und zum großen Finale zogen viele Besucher in die Klosterkirche. Dort erklang unter der Leitung von Kantor Gerhard Oppelt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

Von Christine Lummert

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