Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Die Stadt bleibt wirtschaftlich unter ihren Möglichkeiten
Lokales Brandenburg/Havel Die Stadt bleibt wirtschaftlich unter ihren Möglichkeiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 18.09.2018
Über das vor zehn Jahren hergerichtete Industriegebiet Kirchmöser-Süd wächst Gras. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Der Wirtschaftsstandort Brandenburg/Havel weist Licht und Schatten auf. Nach dem jüngsten Gutachten der IHK Potsdam bleibt die Stadt bisher unter ihren Möglichkeiten.

IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias hat am Dienstag in Kirchmöser die Studie „Wirtschaftsprofil und Gewerbeflächengutachten 2025 für Brandenburg an der Havel“ vorgestellt. Die IHK hatte das Beratungsinstitut Georg Consulting aus Hamburg damit beauftragt.

Befragt, wie er den Wirtschaftsstandort Brandenburg/Havel auf einer Skala von 1 (ganz schlecht) bis 10 (sehr gut) einordnen würde, antwortete Firmenchef Achim Georg: „Auf jeden Fall über Fünf.“ Dass noch viel Luft nach oben bleibt, darin sind sich die Gutachter mit dem IHK-Hauptgeschäftsführer einig.

Großes Potenzial und ein paar Vorteile

Zunächst aber das Positive. Brandenburg/Havel hat aus Sicht der Wirtschaftsexperten ein großes Potenzial und, wie Tobias sagt, „ein paar Vorteile“. Dazu zählt er die „Flächenverfügbarkeit“ und die „herausragende Wissenschaftslandschaft“. Die Berater bewerten auch die Verkehrsanbindung positiv, wenngleich die „autobahnferne“ Stadt sich nicht als Logistikstandort eigne.

Die jüngsten positiven Entwicklungen, welche die Gutachter am Wirtschaftsstandort Brandenburg/Havel mit Zahlen unterfüttern, verblassen im Vergleich zu anderen Regionen des Bundeslandes und zu Deutschland insgesamt. Dort fallen die gleichen Entwicklungen ungleich besser aus.

So verzeichnet die Stadt in den vergangenen drei Jahren steigende Einwohnerzahlen. Doch im Land Brandenburg und in Deutschland insgesamt fällt diese Steigerung eher mager aus.

Von 2008 bis 2017 ist die Zahl der Beschäftigten zwar um 8,4 Prozent auf knapp 30.000 gestiegen. Doch die Steigerungsraten im Land Brandenburg und in Deutschland insgesamt liegen mit 11,5 und 16,1 Prozent deutlich höher.

Rückgänge bei Verkehr und Bau

Das Beschäftigtenwachstum im verarbeitenden Gewerbe ist in der Stadt besser als im land und im Bund, im Baugewerbe und dem Bereich Verkehr und Logistik dagegen deutlich schlechter. Dort liegt Brandenburg/Havel verglichen mit dem Jahr 2008 sogar im Minus.

Was die wissenschaftsintensiven Wirtschaftszweige angeht, zeigt der Pfeil für die Stadt nach oben, doch bei weitem nicht so deutlich wie im Land Brandenburg und in Deutschland. Bei der Exportquote liegt die Stadt im Landesvergleich an letzter Stelle. Es gibt für einen Hochschulstandort zudem viel zu wenig Firmengründungen. Brandenburg/Havel belegt da nur den 359. von 401 Plätzen.

Bei der Produktivität erreicht die Stadt im Jahr 2016 ein Niveau von gut 50 Prozent. Das liegt nach Auskunft der Gutachter Achim Georg und Marco Gaffrey bei 92,5 Prozent des landesweiten und 78 Prozent des bundesweiten Niveaus.

Masterplan für Kirchmöser

Auf Grundlage der Studie findet Mario Tobias in Freundlichkeit gekleidete, deutliche Worte. Die IHK wird ihre Studie dem Rathaus und den Stadtverordneten übergeben mit ein paar Hausaufgaben. Die betreffen gerade auch Kirchmöser.

Tobias: „Die Herausforderung für die Stadt besteht darin, die vorhandenen Gewerbestandorte zu profilieren und zu vermarkten. Wir halten die Erstellung eines Masterplans für das Industriegebiet Kirchmöser und eine Bestandsanalyse, wie der Standort heute zu bewerten ist, für dringend erforderlich.“

Von Jürgen Lauterbach

Eine knappe Woche nach dem blutigen Angriff im Netto-Markt in der Karl-Marx-Straße hat es am Montag vor dem gleichen Markt erneut eine Prügelei gegeben. Die drei Beteiligten waren sturzbetrunken.

18.09.2018

Das Brandenburger Pärchen weiß nicht, wer Männer sind, mit denen sie am 11. September vor und im Netto-Markt in der Karl-Marx-Straße in Streit geraten sind. Gesucht wird der Angreifer mit der Schnapsflasche.

18.09.2018

Gleich zweimal ist ein Brandenburger Autohaus Opfer von Dieben geworden. Der zweite Opel, der vom Firmengelände in Hohenstücken gestohlen wurde, ist eine teure Insignia-Limousine ohne Kennzeichen.

18.09.2018