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Brandenburg/Havel Ihren Rat wissen junge Eltern zu schätzen
Lokales Brandenburg/Havel Ihren Rat wissen junge Eltern zu schätzen
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02:15 01.06.2017
Katja Berensmeier mit ihrem Felix und Sandra Klein mit ihrem zehn Monate altem Sohn ( v. l.) in der Krabbelgruppe des Ekiz in Lehnin. Quelle: Marion von Imhoff
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Lehnin

Elf Frauen, elf Babys und Kerstin Krämer mittendrin: So sieht es aus im Eltern-Kind-Zentrum Lehnin, wenn sich die Krabbelgruppe donnerstags vormittags trifft. Stammgäste seit Monaten sind Katja Berensmeier und ihr Sohn Felix aus Damsdorf.

„Ich bin sehr glücklich, dass es das Angebot gibt“, sagt die 40-jährige Einzelhandelskauffrau. Sie hält ihren acht Monate alten Sohn im Arm. „Es ist mein erstes Kind und ich kann mich hier so wunderbar austauschen mit anderen Müttern“, erläutert die Damsdorferin, weshalb sie zwei, drei Mal die Woche die Einrichtung in der Goethestraße 15 a, der früheren Grundschule in Lehnin, besucht.

Kerstin Krämer leitet das Eltern-Kind-Zentrum Lehnin. Die gebürtige Berlinerin ist studierte Sozialpädagogin. Quelle: Marion von Imhoff

Das Ekiz bietet jungen Eltern alles, was so nötig ist auf dem neuen Lebensweg – samt Tauschbörse für Babysachen. Informationen, Rat, Gemeinschaft mit Eltern gleichaltriger Kinder und auch einfach nur den Tipp, mit welchem Brei Babys zu füttern sind, wenn die Stillzeit zu Ende geht und ihnen pürierte Möhrchen einfach nicht schmecken.

Und auch das Wissen: „Wenn ich eine anstrengende Nacht hatte mit meinem Kind, dass es anderen genauso ergeht mit ihren Babys“, ergänzt Sandra Klein aus Rädel. „Ich war schon mit meinem großen, inzwischen vier Jahre alten Sohn hier. Es ist ein Superangebot und sehr wichtig, dass es das gibt.“

Ein großes buntes Tuch, hochgeschwungen von den Müttern, fasziniert die Babys und Krabbelkinder. Quelle: Marion von Imhoff

Die Stimmung an diesem Vormittag in dem mit blauen Matten weich gepolsterten Spielraum ist gelöst. Glucksende Babys, plaudernde junge Frauen. Die Mütter sitzen im Kreis, einige haben ihre Kleinen auf dem Schoß, bei anderen ist der Nachwuchs schon robbend, rollend und krabbelnd unterwegs auf Entdeckungstour.

Auch junge Flüchtlingsmütter wie Duha Sammout (30) aus Syrien mit ihrer einjährigen Tochter Massal besuchen das Eltern-Kind-Zentrum Lehnin. Quelle: Marion von Imhoff

Kerstin Krämer leitet das Ekiz, wie das Zentrum genannt wird. Die Sozialpädagogin ist eine hochgeschätzte Ansprechpartnerin. „Unser Schwerpunkt ist die frühkindliche Entwicklung bis zum zweiten Lebensjahr“, sagt die 51-Jährige. Dann wendet sie sich an die Krabbelgruppe. „Aufräumzeit“, es ist das Zeichen, das Kleinkindspielzeug beiseite zu legen, einen Kreis zu bilden und das Abschlusslied zu singen, dass so wohl in ganz Deutschland bei solcher Gelegenheit gesungen wird: „Alle Leut’, alle Leut’ gehen jetzt nach Hause.“

Eltern-Kind-Zentrum Lehnin

Seit 2011 gibt es das Ekiz Lehnin. Finanziert wird es vom Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Gemeinde Kloster Lehnin. Infos unter www.klosterlehnin.de

Pekip-Kurse, Geburtsvorbereitung und Rückbildung, Familiencafé, Beratungs- und Gesprächstermine gehören zu den Angeboten der Begegnungsstätte.

Betreiber der Einrichtung ist die GFB-Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH. Finanziell unterstützt wird das Angebot vom Jugendamt des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Vier feste Angebote bietet das Ekiz wöchentlich. Besucht werden die Kurse im Schnitt von acht bis zwölf Müttern. „Und ab und an“, sagt Kerstin Krämer, „ist auch ein Vater dabei.“

Von Marion von Imhoff

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