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Im Klinikum kreiseln die Umzugswagen

Brandenburg an der Havel Im Klinikum kreiseln die Umzugswagen

Die Umzugswagen kreiseln über das Klinikumsgelände in Brandenburg an der Havel ohne Stillstand – das größte städtische Unternehmen wächst ohnehin, hinzu kommt nun auch noch die rasante Entwicklung der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

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Noch ist alles Baustelle im Haus 8, Anfang November beginnen schon die ersten Umzüge.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Die Umzugswagen kreiseln über das Klinikumsgelände ohne Stillstand – das größte städtische Unternehmen wächst ohnehin, hinzu kommt die rasante Entwicklung der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

So hat das Klinikum seit Jahren schon gleich drei Wohnhäuser in der Hochstraße 14-16 gegenüber vom Haupteingang in Beschlag genommen. Jetzt sollen wesentliche Verwaltungsteile direkt aufs Krankenhausgelände umziehen – als erste ist Geschäftsführerin Gabriele Wolter dran, welche am 3. November ins Haus 8 wechselt, die ehemals internistische Station. Bis zum Jahresende folgen weitere Verwaltungsteile, allerdings ist im neu hergerichteten Haus vorerst nur die obere Etage nutzbar. Im Erdgeschoss sind neben Arztzimmern auch Labore und die Neuropathologie untergebracht, die Anfang 2019 in den Neubau für Apotheke, Pathologie und MHB umziehen. Dieser entsteht derzeit hinter dem Analyselabor am Südzipfel des Klinikareals.

So lange bleiben auch Personalabteilung, Qualitätsmanagement, EDV und Medizin-Controlling im Haus Hochstraße 15, bis sie dann in das hergerichtete Verwaltungshaus 8 umziehen können. Dann ziehen Sozialdienst und Betriebsrat hier ein. Zudem entstehen auf jeder Ebene fünf Büros für MHB-Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter.

In der Hochstraße 14 werden weitere Zimmer für die Ärzte hergerichtet, die Rufbereitschaft haben, aber von außerhalb kommen. Zudem entstehen hier und im zum Jahresende leer gezogenen Haus 16 etliche Wohnungen für die nächsten MHB-Studenten, die im kommenden April von Neuruppin nach Brandenburg wechseln, davon bleiben zwei Kleingruppen auch länger als eineinhalb Jahre am Klinikum. „Wir werden Platz für mehr als 30 junge Menschen hier haben, zudem sind in unserem Wohnprojekt mit der Wobra in der Wilhelmsdorfer Straße noch zwei Drei-Raum-Wohnungen frei, die ich bereits für die neuen Studenten reserviert habe“, sagt Gabriele Wolter.

Das Sanieren im neuen Verwaltungsgebäude Haus 8 ist zu großen Teilen mit den Handwerkern des Klinik-Service-Centers KSC realisiert worden – Maler, Maurer, Elektriker und Heizungsbauer. Ein Teil der Leistungen, etwa an der Fassade, an den Fenstern und weitere Malerarbeiten mussten eingekauft werden, sagt KSC-Bauleiterin Marita Lickert. Auch wenn das 1928 errichtete Gebäude nur ein großer „Kasten“ ist, wird daraus aber noch ein Schmuckkästchen. Das aus der späten Bauhaus-Phase stammende Treppenhaus wird lediglich aufgefrischt, alles andere radikal erneuert. Statt des schlüsselbetriebenen Liftes ist ein „Selbstfahrer-Aufzug“ eingebaut, teilweise wurden die originalen bodentiefen Fenster wieder hergestellt.

Die langen wie breiten Flure werden besonders in Szene gesetzt: Gabriele Wolter hat riesige Ohrensessel geordert, in denen sich geschützt mobil telefonieren lässt. Zudem gibt es Drehstühle mit drehbaren Tischen, an denen kleine Gespräche mit Gästen geführt werden können, damit die anderen Mitarbeiter im Büro nicht gestört werden. Zudem können die Mitarbeiter hier ihre Pausen verbringen und in kleinen Gruppen miteinander kommunizieren. Alle Möbel sind mehrfarbig, wie auch die Wände – Anthrazit und ein warmes Weinrot sind die vorherrschenden Töne.

So wird es also bis Anfang 2019 munter mit den Umzügen weitergehen, bis alle auf ihrem vorgesehenen Platz sind. Zwischenzeitlich kommt beim Bauen auch keine Langeweile auf. Neben dem Fertigstellen und Ausstatten des neuen Apotheken-Pathologie-Labor-Komplexes gibt es noch weitere Projekte, die Gabriele Wolter mit ihrem Bauteam zwischenzeitlich in Angriff nehmen muss: Die Berufsgenossenschaft besteht auf einem neuen septischen OP-Raum im Hauptgebäude. Dort soll auch der Eingangsbereich komplett umgestaltet werden, wenn eine Lösung für die dahinter liegende Zentral-Umkleide gefunden worden ist.

Eine riesige Drehtür soll dann die alten Klapptüren ersetzen, die im Winter einen fürchterlichen Durchzug auslösen. Statt des anonymen Fensters an der Auskunft soll es einen offenen Tresen für die Informationsstand-Mitarbeiter geben. Nicht zuletzt soll hier eine zweite Cafeteria eingerichtet werden. Gabriele Wolter lässt offen, ob sie die an einen fremden Betreiber gibt, um auch eine kleine wie gesunde Konkurrenz zur eigenen KSC-Cafeteria zu schaffen.

Von André Wirsing

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