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Brandenburg/Havel Im Lauretta Lee wachsen lauter Freundschaften
Lokales Brandenburg/Havel Im Lauretta Lee wachsen lauter Freundschaften
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10:34 20.10.2016
Cindy Bischler-Stark und Sylke Plock freuen sich auf die Gäste des Oktoberstammtisches im Lauretta-Lee. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

„Laden voller Lieblingsstücke“ nennt Cindy Bischler-Stark (43) ihr Modegeschäft mit Café. Sie könnte es ebenso Laden voller Lieblingsmenschen nennen. Denn an den drei Öffnungstagen ist das „Lauretta-Lee“ an der Ecke Gördenallee/Geranienweg ein Treffpunkt mit Herz und Seele. Als wäre nicht ohnehin schon jeder willkommen, lädt die Frau, die gern Freundschaften stiftet, nun gemeinsam mit einer ihrer Lieblingskundinnen zum monatlichen Stammtisch.

Der Ton ist herzlich, manchmal auch rau und gern auch ironisch in der Gördener Boutique, die mehr sein will als eine Verkaufsstelle für bezahlbare und doch schicke Kleidung. Inhaberin Cindy strahlt Gastfreundlichkeit und Offenheit aus. Natürlich will sie auch verkaufen. Aber nicht um jeden Preis.

„Reich werde ich hier bestimmt nicht“, versichert die Frau, die auf dem Görden aufgewachsen ist und nach einem langen Intermezzo in Rüdesheim zurückgekehrt ist in die Heimat. Ihr ist klar, dass nicht jeder die Vertraulichkeit schätzt, die vorherrscht in den vier Wänden des Stadtteil-Modecafés.

In Berlin-Kreuzberg würde man einen szenigen Laden erwarten wie Lauretta-Lee, ihn auf dem Görden zu finden, ist eine echte Entdeckung. Chefin Cindy zuckt mit keiner Wimper, als eine ihrer Kundinnen sich aus der Kaffeetischecke erhebt, hinter den Verkaufstresen geht und die Kaffeemaschine anwirft für den Kunden, der gerade zur Tür hinein spaziert ist und mit einer Umarmung begrüßt wurde.

Die Inhaberin redet auch ungerührt weiter, als eine Kundin in die Rolle der Verkäuferin schlüpft und Ware gegen Geld eintauscht, das brav in der Ladenkasse landet. Wer sich im Lauretta-Lee wohl fühlt, der genießt den lockeren Umgang und das wechselseitige Vertrauen. Die vielen Stammkunden kennen, grüßen, herzen und umarmen einander, sie schlürfen leckeren Kaffee und quatschen was das Zeug hält.

Charlie Braun ist der Treueste der Treuen, für ihn ist der Laden schon seit 2009 so etwas wie das verlängerte Wohnzimmer. Er kann immer hoffen, jemanden zu treffen, den er kennt und leiden mag. Die Chefin ohnehin, aber auch Gördener Ureinwohner wie Christel und Detlef Kullmann oder Heike Becker aus der Altstadt. Angefangen hatte seine Liebe zu Lauretta-Lee seinerzeit mit einer Stippvisite nach dem Friseurbesuch.

Die vertraute Runde will Cindy Bischler-Stark nun jeden vierten Mittwoch im Monat vergrößern, mit Hilfe von Kundin Sylke Plock. Sie ist ein Kind der Stadt wie die Modeverkäuferin, außerdem als Verwaltungsmitarbeiterin, sachkundige Einwohnerin und Vorsitzende einer Schiedsstelle gut vernetzt.

Gemeinsam laden die beiden Frauen also zum Stammtisch. Das soll eben kein exklusiver Kreis von miteinander verbandelten Stammkunden sein, sondern eine Treff für Gördener und Nichtgördener, für die Ärztin und den Rentner, für die Schülerin und den Arbeitslosen, für die Gesunde und den gesundheitlich Beeinträchtigten, wie Sylke Plock sagt. „Hier kann jeder mit jedem reden wie er will“, versichert die Lauretta-Lee-Inhaberin.

Der zweite Stammtisch kommt am 26. Oktober so ungefähr um 16.30 Uhr zusammen. Vorher steigt noch das Oktoberfest am 21. Oktober, eine Party mit Modenschau, Reinschauen erwünscht. Wer will bringt etwas mit, Salat, Kuchen, Würstchen, gute Laune und lockere Sprüche.

Von Jürgen Lauterbach

Den ganzen Tag wird therapiert, trainiert und massiert. Vor 25 Jahren begann für die Familie Promnitz alles in einer kleinen Praxis auf dem Görden in Brandenburg an der Havel. Längst haben die Physio-Experten expandiert, beschäftigen 100 Mitarbeiter – und planen aktuell das nächste Therapiezentrum.

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