Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Im Porträt: Bettina Sommerlatte-Hennig
Lokales Brandenburg/Havel Im Porträt: Bettina Sommerlatte-Hennig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:07 19.09.2017
Bettina Sommerlatte-Hennig Quelle: Brigitte Einbrodt
Anzeige
Brandenburg/H

„Die da oben, die hören nicht mehr richtig zu, sagen wir hier unten.“ Diese enttäuschte Meinung hört Bettina Sommerlatte-Hennig oft. Sie will mittendrin sein, bei den Bürgern. Das ist ihr Anspruch als Bundestagskandidatin für die Freien Wähler.

Die Wirtschaftsfachwirtin und Geschäftsführerin der Märkischen FinanzHaus UG betreut in Berlin und Brandenburg etwa 3000 Kunden. „Ich kenne die Menschen und ihre Sorgen“, sagt die waschechte Brandenburgerin, die seit 1999 in Wilhelmshorst wohnt, bestimmt. Trotzdem hat sie nicht sofort Ja gesagt, als sie gefragt wurde, anzutreten. „Ich wollte abwägen.“ Den Inhalt des politischen Programmes studierte Bettina Sommerlatte-Hennig aufmerksam. Die Menschen wüssten nicht mehr, wen sie wählen sollten, weil die Parteien so verschwommene Wahlversprechen machen. „Links, rechts, liberal? Kein Profil mehr.“ Das sei bei den Freien Wählern, die erstmalig bundesweit antreten, anders. Und darum willigte Bettina Sommerlatte-Hennig ein, wohlwissend, was auf sie zukommt.

„Es ist mein Leben“, sagt sie unaufgeregt, man nimmt es ihr sofort ab. Es ginge aber auch nur, weil die Familie, Freunde, aber vor allem ihr Mann, Gerd Sommerlatte, zu diesem „funktionierenden System“ gehören. Ihr Lebensgrundsatz: „Ich bin immer lösungsorientiert.“

Entscheidend für Bettina Sommerlatte-Hennig ist die direkte Demokratie. Sie möchte Personen mit Charakter wählen, nicht ein Parteiprogramm. Schon zu DDR-Zeiten sei sie entschlossen gewesen, frei ihre Meinung zu sagen. Sie nimmt auch bei diesem aktuellen Gespräch kein Blatt vor den Mund, weiß genau, was sie in der bestehenden gesellschaftlichen Situation stört. Zum Beispiel Wahlversprechen zur Bildung, die nichts kosten soll….Das stimme so nicht. Ihre drei Kinder mussten für eine qualifizierte, notwendige Zusatzausbildung, etwa als Physiotherapeut, sehr viel Geld bezahlen.

Sorgen bereitet Bettina Sommerlatte-Hennig das Gesundheitssystem in Deutschland, konkret erfährt sie von ihren selbstständig arbeitenden Kunden immer wieder die Existenzsorgen bei der Absicherung. Sie vertritt sehr bestimmt die Meinung: „Der Staat ist verantwortlich für die Gesundheit aller Bürger, da darf es keinen Wettbewerb geben.“

Dringendes Handeln sei auch beim Rentensystem gefragt, die Angleichung von Ost und West längst fällig nach so vielen Jahren deutscher Einheit. Vor allem macht sie darauf aufmerksam, solche wichtigen Arbeiten wie im Pflegedienst in Zukunft weit besser zu bezahlen.

Wie sieht Bettina Sommerlatte-Hennig ihre Chancen im harten Wahlkampf? In einem persönlichen Bürgerbrief an die Haushalte in ihrem Wahlkreis 60 macht sie auf die vielen Einsätze Ehrenamtlicher im Bereich Katastrophen- und Brandschutz aufmerksam. Gefordert wird eine zusätzliche Altersvorsorge, um die vielen oft harten Einsätze besser zu würdigen und um Nachwuchs, der dringend benötigt wird, zu gewinnen.

Bei all diesen Aufgaben, die sie beruflich und ehrenamtlich erfüllt, etwa im Freien Unternehmernetzwerk Michendorf, wirkt Bettina Sommerlatte-Hennig nicht im Geringsten hektisch beim Gespräch auf der Terrasse. Sie ist eine Netzwerkerin, die Leute um sich herum weiß, die wie sie Spaß am Gestalten haben. Diese wiederum schätzten ihre Verlässlichkeit. Und wenn sie es schafft, und dann auch eine von denen da oben ist? „Sollte ich mich verändern, sagt sie entspannt, „holen meine Freunde mich wieder auf den Boden der Tatsachen.“

Von Brigitte Einbrodt

An der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) gibt es Spekulationen über einen möglichen Stellenabbau. Weil im nächsten Jahr zahlreiche Projektverträge auslaufen, sollen von dem Wegfall bis zu 80 Stellen betroffen sein. Die Unruhe ist groß.

22.09.2017

Der Brandenburger Dom war Schauplatz eines neuen Luther-Oratoriums. Die Textdichterin Kerstin Hensel und der Komponist Ralf Hoyer haben sich dem aktuellen Thema im Lutherjahr zugewandt und ihrem Oratorium den Titel „Wachet recht auff“ gegeben. Das Publikum war begeistert, erlebte jedoch die eine oder andere Überraschung.

18.09.2017

Ein unter Drogen stehender Mann hat am Freitag auf der Kreisstraße zwischen Schenkenberg und Damsdorf randaliert. Das wurde am Montag bekannt. Dabei kam es zu einer gefährlichen Situation.

18.09.2017
Anzeige