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Im Schutze des Sonntagmorgens

Bürgerschaftliches Engagement in Brandenburg/H. Im Schutze des Sonntagmorgens

In der Stadtverordnetenversammlung führen die beiden CDU-Volksvertreter Peter Kaudasch und Hans-Jürgen Arndt meist nicht das große Wort – sie engagieren sich lieber mit Taten. Und so nutzten sie den frühen Sonntagmorgen, um die Brandenburger mit einer schöneren Bauhofstraße zu überraschen.

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Peter Kaudasch (re.) und Hans Jürgen Arndt beim Malern.

Quelle: AW

Brandenburg/H. Sie predigen nicht nur bürgerschaftliches Engagement, vielmehr leben sie es selbst vor : Die beiden CDU-Stadtverordneten Peter Kaudasch und Hans-Jürgen Arndt haben an diesem Sonntag in aller Frühe zu Farbe und Pinsel gegriffen und die ersten vier der zehn riesigen Pflanzkübel in der Bauhofstraße bunt gestrichen – komplett freiwillig und auf eigene Kosten.

„Wir hatten uns um 7.30 Uhr verabredet, weil da der Verkehr noch nicht so dicht ist und wir nicht von allen gesehen werden, schließlich wollen wir unser Engagement nicht ins Schaufenster stellen“, sagt Initiator Kaudasch. „Wenn jeder ein bisschen macht, sieht unsere Stadt bald viel schöner aus“, ergänzt Arndt. „Im Frühjahr werden wir die anderen sechs Kübel verschönern, vielleicht finden wir noch Mitstreiter.“

Kaudasch hat extra im Fachhandel leuchtende Farben in Rot, Grün, Gelb und Blau mixen lassen, die auch qualitätsmäßig dem Wetter trotzen und nicht so schnell verblassen wie die bisherige Naturholzfarbe. „Das hat auch einiges Geld gekostet, war es mir aber wert. Wir machen einfach noch ein bisschen weiter mit der Buga.“

Der Stadtverordnete war es auch, der lange vor der großen Gartenschau im vergangenen Jahr angeregt hatte, die triste Bauhofstraße mit Grün aufzupeppen. Nach längerer Diskussion wurde die Kübellösung favorisiert, weil die Verwaltungsspitze mit dem damals zuständigen Beigeordneten Michael Brandt (CDU) zu Recht gesagt hatte, dass in den kommenden drei bis fünf Jahren ohnehin eine Komplettsanierung der gesamten Bauhofstraße, da seien dauerhafte Investitionen zu einem früheren Zeitpunkt verlorenes Geld.

Kaudasch ertrug auch manch spöttische Bemerkung, als die jungen Bäume in den Gefäßen zuerst kahl und verloren wirkten. Dann ließ die Stadt noch einmal Wildblumen nachstecken – als die Saat aufging, hielten es manche Ewig-Nörgler für Unkraut, der CDU-Mann ließ sich von den gehässigen Bemerkungen nicht anfechten. Er betrachtet die grünen Inseln auf der tristen Fahrbahn immer noch als sein Projekt und kümmert sich auch am Sonntagmorgen darum, wenn keiner hinschaut.

Die Stadt half dabei mit, Tiefbauchef Peter Reck stellte Warnbaken zum Schutz der Sonntagsmaler zur Verfügung.

Von André Wirsing

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