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Brandenburg/Havel Im Sportlerheim vor Anker gehen
Lokales Brandenburg/Havel Im Sportlerheim vor Anker gehen
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12:02 29.03.2016
Alemania-Schatzmeister Dietmar Opitz (r.) mit den neuen Sportlerheim-Pächtern Dennis Weiß und Bettina Schmoock. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Fohrde

Dennis Weiß (39) und Bettina Schmoock (38) sind wieder vor Anker gegangen. Nach der Übernahme des Hafenlokals im Pritzerber Bootshaus im vergangenen Jahr ist das aus Rathenow stammende Paar seit wenigen Wochen Betreiber des Fohrder Sportlerheims, das seither den Zweitnamen „Zum Anker II“ trägt. Festmachen sollen dort nicht nur die Heimspielbesucher der Alemania-Fußballer. „Vom Spielbetrieb allein kann die Gastronomie an diesem Standort nicht überleben. Laufkundschaft gibt es keine. Also muss sich das Sportlerheim verstärkt als öffentliches Lokal präsentieren“, sagte Alemania-Schatzmeister Dietmar Opitz der MAZ.

Die neuen Pächter beweisen Mut, öffnen das Sportlerheim am Ende der August-Bebel-Straße ganzjährig ab 10 Uhr, bereichern die Speisekarte mit amerikanischen Pizzen aus dem eigenen Ofen, empfehlen sich als Veranstalter für den Tanz in den Mai am 30. April sowie als Ausrichter für Familienfeiern, Vereinsfeten und Betriebsfeiern. Die frühe Öffnungszeit hat einen Grund: Im Sportlerheim bereitet Dennis Weiß das Mittagsbuffet für das Hafenlokal (Zum Anker I) im benachbarten Pritzerbe vor. „Ich stehe ohnehin in der Küche. Da kann ich mich gleich um zeitige Gäste kümmern“, sagt der gelernte Koch und Bäcker, der den Weg in die Gastronomie über seine Eltern fand.

Ergänzung zum Hafenlokal

Mit seinen 60 bis 70 Innenplätzen ist das Fohrder Sportlerheim für das Pächterpaar eine ideale Ergänzung zum Pritzerber Hafenlokal, das nur in der Saison geöffnet ist. Dort kümmert sich vorrangig Bettina Schmoock um durchreisende Gäste und Wassersportler, die am Steg des Bootshauses festmachen. Sie kommt aus einer ganz anderen Branche. Die gelernte Augenoptikerin war im Vertrieb des Brillenglasproduzenten Essilor beschäftigt. Als der Standort Rathenow 2013 geschlossen wurde, stand Bettina Schmoock wie 90 andere Mitarbeiter auf der Straße: „Jetzt erhoffe ich mir als Quereinsteigerin vom Tourismus einen neuen beruflichen Anfang.“

Der SV Alemania Fohrde musste sich nach einem Pächter umschauen, weil die langjährige Vorgängerin Sabine Kruse nach einer neuen Herausforderung suchte. „Es gab mehrere Bewerber. Am Ende entschied man sich auf einer erweiterten Vereinsversammlung für das jetzige Pächterpaar. Es bekommt von uns größtmögliche Freiheiten. Sportplatz und Sportlerheim verstehen wir als Vereinsgelände für ganz Havelsee. Wir sind sehr froh, dass wir einen nahtlosen Pächterwechsel hinbekommen haben,“so Vereinsvorsitzender Reiko Köhler. Auch die Kommune hatte der Personalie zugestimmt, denn die Fohrder Sportanlage befindet sich im Eigentum der Stadt Havelsee.

Public Viewing zur Fußball-EM

Pläne für die Zukunft gibt es auch. Alemania will die zur Wasserseite gelegene Terrasse wieder auf Vordermann bringen. Dazu soll der Saal eine zweite Tür erhalten. Für das Gebäude, dessen Ursprung auf die 1950er-Jahre zurückgeht, ist ein neuer Außenanstrich vorgesehen. Alles Maßnahmen, die ebenfalls mit der Stadt abgestimmt werden müssen. Der Dart-Verein Fohrder Bull’s hält dem am Havelufer gelegenen Sportlerheim schon mal die Treue. Einmal die Woche treffen sich die Pfeilewerfer zum Training. Installiert wird jetzt am Haus eine Satellitenanlage, um Fußballspiele künftig live übertragen zu können. „Und zur Fußball-EM im Sommer laden wir alle Fohrder zum Public Viewing ein“, so Sportlerheim-Wirt Dennis Weiß.

Von Frank Bürstenbinder

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