Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Imbiss-Zeit scheint vorbei
Lokales Brandenburg/Havel Imbiss-Zeit scheint vorbei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 09.11.2015
Gut besucht: Imbiss auf dem Neustädtischen Markt. Quelle: Foto: Melanie Höhn
Anzeige
Brandenburg/H

36 Din A4-Seiten voller Unterschriften hat das Team vom Imbissstand in der Buga-Box auf dem Neustädtischen Markt bereits gesammelt, um auf ein Bleiberecht zu pochen. Bald wollen sie damit zu Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann gehen und um eine Vertragsverlängerung bitten.

Aufstellung des Infopavillons für befristeten Zeitraum

Auf MAZ-Anfrage teilte die Stadt mit, dass der Platz am Neustädtischen Markt einer der zentralsten, wenn nicht gar der zentralste Platz in der Stadt sei – und um die Aufenthaltsqualität dieses Ortes zu erhalten, sollen keine über den Bestand hinausgehenden Auf- und Einbauten mehr zugelassen werden. Die Aufstellung des Infopavillons sei dabei immer nur für einen befristeten Zeitraum – nämlich bis zum Ende der Buga – vorgesehen gewesen. Dementsprechend wurde auch die Baugenehmigung nur befristet bis zum 31. Dezember 2015 erteilt. „Die Imbissnutzung war von Beginn an nur eine untergeordnete Nutzung mit dem Ziel, den Infopavillon kostendeckend betreiben zu können. Die Imbissnutzung endet somit automatisch mit dem Rückbau des Infopavillons“, hieß es weiter seitens der Stadt. Im Klartext bedeutet das: Die Box konnte nur aufgestellt werden, weil sie der Betreiber Jens Starke gegenfinanzierte und die gesamten Kosten übernahm.

Zu außerordentlichem Event absolute Ausnahme

Thomas Krüger, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg (STG), teilte jedoch mit, dass es eine Kulanzzeit bis 31. März gebe. Doch darüber hinaus möchte auch die STG den Imbiss nicht weiter unterstützen. Die Box sei „zu diesem außerordentlichen Event der Buga eine absolute Ausnahme war“, fügte Krüger hinzu.

Imbiss kommt gut an

Rica Lindemann ist die Hauptansprechpartnerin am Imbissstand, insgesamt arbeiten dort fünf Teilzeitkräfte in vier Stunden-Schichten von 10 bis 18 Uhr. „Für uns ist das ein idealer Arbeitsplatz hier“, sagt die 55-Jährige. „Wir sind sehr gut angenommen worden. Inzwischen haben wir viele Stammkunden.“ Doch nicht alle Bürger der Stadt unterstützen den Imbiss, einige stören sich an dem blauen Container, der nicht in die historische Innenstadt passe.

Stand ist authentisch

Trotz mancher Kritik hält der Imbiss, was er verspricht: Die Thüringer Bratwürste kommen von der Fleischerei Uth aus Eisenach und die Berliner Currywurst von einem Fleischer aus Berlin. Gerne würde das Team auch den Stand renovieren, doch wegen der vagen Zukunftsaussichten schwierig. Rica Lindemann hat viele Ideen: Die Fassade mit Holz verkleiden zum Beispiel oder schönere Sitzmöglichkeiten. Für die Weihnachtszeit wird er zumindest noch schön gemacht.

Von Melanie Höhn

Podo was? Solveig Müller (50) ist Podologin und muss Laien immer wieder ihren medizinischen Fachberuf erklären, hinter dem sich die nichtärztliche Heilkunde am Fuß verbirgt. Am Sonnabend eröffnet sie ihre Praxis. Dabei wäre sie wohl mit Rindern in die Rente gegangen. Denn die Netzenerin ist eine diplomierte Tierwirtin.

06.11.2015
Brandenburg/Havel Patin für marodes Museums-Exponat gefunden - Brandenburg: Frische Farbe für Jesus Christus

Dem Aufruf, bei der Rettung wertvoller Exponate des Stadtmuseums zu helfen, ist jetzt Renate Johne, Altphilologin aus Berlin, gefolgt. Sie übernimmt eine Patenschaft für eine Bildtafel, die wohl ursprünglich als Predella eines Epitaphs angefertigt wurde.

06.11.2015

Sollten die neuesten Prognosen des Innenministeriums für die Stadt Brandenburg eintreten, wird sich die Zahl der Flüchtlinge in der Havelstadt bis Jahresende verdoppeln. Derzeit leben 541 Menschen aus Krisenregionen in Brandenburg. Weitere 498 sollen bis Jahresende unterkommen. Die Notunterkünfte reichen dann nicht mehr aus.

09.11.2015
Anzeige