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Brandenburg/Havel Drogenhändler mit Maschinenpistole
Lokales Brandenburg/Havel Drogenhändler mit Maschinenpistole
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21:25 08.04.2014
In der Altstädtischen Wassertorstraße sägten die Beamten u.a. eine Tür auf. Quelle: Christian Griebel
Brandenburg an der Havel

Die Ermittlungen zum größten Drogenfund im gesamten vergangenen Jahr im Land Brandenburg dauern noch auf unbestimmte Zeit an. Das bestätigte am Dienstag die Staatsanwaltschaft Potsdam. Einer der beiden Hauptbeschuldigten, ein Mann aus der Stadt Brandenburg, sitzt fast schon ein halbes Jahr im Untersuchungsgefängnis.

Ob er weiter hinter Schloss und Riegel gehalten werden darf, wie es die Ankläger fordern, muss das zuständige Gericht in Kürze entscheiden. Die Staatsanwaltschaft sieht nach wie vor eine Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Das Potsdamer Polizeipräsidium gab am Dienstag erstmals Einzelheiten zu der Drogenrazzia am 10. Oktober 2013 in der Brandenburger Altstadt und Neustadt bekannt. Seinerzeit hatte das Landeskriminalamt aus ermittlungstaktischen Gründen darüber geschwiegen, welche Drogen und Waffen bei den Durchsuchungen von fünf Wohnungen und Garagen, darunter in der Altstädtischen Wassertorstraße und der Hausmannstraße, sichergestellt wurden. Für Aufsehen hatte die Aktion der Polizei gesorgt, weil die Beamten mit einer Kettensäge die Holztür zum Haus in der Altstadt zerlegt hatten.

Am Dienstag gaben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt, was als größte Sicherstellung illegaler Drogen des vergangenen Jahres im ganzen Land gilt. Die Razzien in der Stadt brachten 19 Kilogramm Amphetamin zu Tage, außerdem 12000 Ecstasy-Tabletten und zwei Kilogramm MDMA-Pulver, also Amphetamin, mit dem sich die schädliche Droge Ecstasy produzieren lässt. Außerdem entdeckte die Polizei 7,5 Kilogramm Marihuana, 700 Gramm Kokain und eine professionelle Cannabisplantage mit 472 Pflanzen. Der Marktwert soll noch unter 100000 Euro liegen. Die Fahnder stießen außerdem auf eine Schrotflinte, eine Maschinenpistole Uzi aus israelischer Produktion und auf mehrere hundert Schuss Munition.

Der Staatsanwalt ermittelt gegen zwei Hauptbeschuldigte im Alter von 22 und 35 Jahren, die in der Stadt Brandenburg wohnen und in Untersuchungshaft genommen wurden. Einer von ihnen ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ein dritter Beteiligter gilt als Nebenbeschuldigter. Das LKA war aufgrund anderer Ermittlungen auf die mutmaßlichen Drogenhändler in der Stadt aufmerksam geworden.

Kein Zusammenhang besteht nach Angaben von Polizeisprecher Dietmar Keck zu dem jüngsten großen Drogenfund der Polizei am vergangenen Freitag. Es seien lediglich die gleichen LKA-Ermittler gewesen, die auf der Autobahn 2 nahe der Ausfahrt Brandenburg/Havel zwei 27 und 30 Jahre alte mutmaßliche Drogenkuriere hochgenommen haben.

Die Verdächtigen aus Potsdam und Bad Saarow waren mit einem Mietwagen auf dem Rückweg aus den Niederlanden und hatten Rast auf einem Parkplatz gemacht. In dem Moment traten die Beamten aufgrund von Hinweisen hinzu, durchsuchten den VW und fanden darin 12000 Ecstasy-Tabletten.

Der 27-jährige Hauptverdächtige sowie sein Begleiter (30) wurden vorläufig festgenommen. Außerdem durchsuchte die Polizei die Wohnung eines mit ihnen in Verbindung stehenden Potsdamers und beschlagnahmten auch dort größere Mengen Rauschgift.

 Von Jürgen Lauterbach

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