Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel In Radewege wird es erstmal eng
Lokales Brandenburg/Havel In Radewege wird es erstmal eng
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:57 20.07.2016
Nur Einsen: Klassenlehrerin Katrin Schmidt verabschiedet den Viertklässler Moritz Jacob. Quelle: JAC
Anzeige
Radewege

Schöner kann ein Start in die Ferien nicht sein: 132 Mädchen und Jungen ließen grüne Luftballons in den blauen Sommerhimmel über Radewege aufsteigen. Verbunden mit guten Wünschen für die Zukunft und die Erweiterung der Beetzsee-Grundschule. Über dem Rohbau schwebt seit Mittwoch die Richtkrone. Fast im rechten Winkel zum 1962 eröffneten Altbau lässt das Amt Beetzsee als Schulträger sechs zusätzliche Räume samt Sanitäranlagen errichten. Das zweistöckige Gebäude besteht aus Kalksandsteinmauerwerk. Es wird mit einer autarken Erdwärmeheizung ausgestattet. Im Februar 2017 soll in der nach den Plänen des Brandenburger Architektenbüros SEW in Auftrag gegebenen Millionen-Investition der Schulbetrieb aufgenommen werden.

Immer mehr Räume

Im Jahr 2007 gab es schon einmal eine Erweiterung der Radeweger Grundschule. Allerdings im Altbestand. So wurde über den Speisesaal eine zusätzliche Etage mit drei neuen Räumen für die Ganztagsbetreuung aufgesetzt.

Der akutelle Erweiterungsbau ist nicht allein den höheren Schülerzahlen geschuldet. Brandschutzauflagen verbieten die weitere Nutzung von bestimmten Räumen. Die Kosten liegen bei etwa 1,5 Millionen Euro.

Wie Schulleiterin Elke Magdanz berichtete, drängt die Zeit. Radewege erlebt einen steilen Anstieg der Schülerzahlen. Das neue Schuljahr beginnt mit zwei zusätzlichen Klassen in der 1. und 3. Jahrgangsstufe. Es gibt 47 Erstklässler, die auf drei sogenannte Flex-Klassen aufgeteilt werden. In diesen gibt es in den Hauptfächern gemeinsamen Unterricht mit Kindern aus der 2. Klasse. „Bis die neuen Räume fertig sind, müssen wir im Altbau sehr zusammenrücken“, so Magdanz. Zur Erinnerung: Vor einigen Jahren wurde unter dem Schuldach auch die Kita eingerichtet, was Raumkapazitäten bindet.

Der Rohbau steht. Quelle: JACQUELINE STEINER

Nach dem von Vorarbeiter René Kämpfe gehaltenen Richtspruch war Verwaltungschef Guido Müller gefragt. Mit geschickter Hand schlug der Amtsdirektor den letzten Nagel in ein Balken. Ein symbolischer Akt, denn Holz findet in dem Bauwerk keine Verwendung. Ein Flachdach muss reichen. „Ein Schulbau ist keine alltägliche Sache. Aber wir brauchen mehr Platz“, sagte Müller vor Schülern, Lehrern, Eltern, Bauleuten und Kommunalpolitikern. Auch in den Folgejahren erwartet der Schulträger eine starke Nachfrage nach Schulplätzen. Bedingt durch Zuzüge junger Familien insbesondere im Brielower Blumenviertel.

Gleich geht es in die großen Ferien. Quelle: JACQUELINE STEINER

Bevor Schulleiterin Elke Magdanz wie jedes Jahr die großen Ferien mit der Schulglocke einläutete, verabschiedete sie sich insbesondere von den Sechstklässlern, die ab dem 4. September die weiterführenden Schulen vor allem in Brandenburg besuchen werden. Einer verlässt seine Grundschule viel früher. Mit gemischten Gefühlen, aber dafür mit lauter Einsen auf dem Zeugnis der 4. Klasse wechselt Moritz Jacob aus Ketzür in die Leistungs- und Begabtenklasse des Brandenburger von Saldern-Gymnasiums. „Ich freue mich auf das Gymnasium, aber etwas traurig bin ich schon“, sagte Moritz der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

Kirchmösers jüngstes Industrieunternehmen hat die serielle Produktion aufgenommen. Nach relativ kurzer Planungs- und Bauzeit ist die Firma Havel Metal Foam (HMF) bereits mit Aufträgen aus Fernost betraut. Ihre Produkte: Leichte, feuerbeständige Werkstoffe für verschiedene Anwendungen. Das Ziel ist nun, innerhalb der nächsten zwei Jahre beständig zu wachsen.

20.07.2016

Toll, was die Kinder alles geschaffen haben. Ein ganzes Haus voller Kunst. Für jedes Kurskind ein Kunstwerk, lautete die Devise. Und so hängen in der diesjährigen Sommerausstellung, die Dienstagabend eröffnet wurde, etwa 180 Bilder in den Räumen der Brandenburger Galerie Sonnensegel.

20.07.2016

Seelensdorf (Havelsee) hat schon immer vom Wald gelebt. Deshalb schlägt das wirtschaftliche Herz im Sägewerk. Dort wird vor allem Industrieholz produziert. Hackschnitzel, eigentlich ein Abfallprodukt, sind zum Verkaufsschlager geworden.

20.07.2016
Anzeige