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Brandenburg/Havel In den Kitas und Horten wird es eng
Lokales Brandenburg/Havel In den Kitas und Horten wird es eng
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06:13 14.03.2018
An diesem Donnerstag soll das Richtfest für den Neubau der Kindertagesstätte "Perlentaucher" in der Hausmannstraße gefeiert werden, Eröffnung ist im November. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

3562 Krippen- und Kindergartenplätze werden in diesem Jahr benötigt, zu Jahresbeginn gab es 3286 Plätze – also 276 Plätze zu wenig.

Das soll sich erst im Laufe des Jahres bessern: Im Juli eröffnet die vom Lafim betriebene Kita mit 30 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen, im Oktober stehen die Inbetriebnahmen der neuen Kita Bauhofstraße (35 Krippe/35 Kindergarten) sowie der reaktivierten Kita Sophienstraße (80/100) an, da werden erst noch per Ausschreibung Betreiber gesucht, die Hohenstücken-Kita sollte nach ursprünglichen Planungen spätestens im Frühjahr ans Netz gehen.

Im November folgt schließlich die Kita „Perlentaucher“ mit 60 Krippen und 70 Kindergartenplätzen, die Einrichtung wird vom LSB Sportservice betrieben, der auch die benachbarte Kita „Wellenreiter“ unterhält. In der Hausmannstraße wird an diesem Donnerstag Richtfest gefeiert. Das Haus besteht aus drei Gebäudeteilen, das von einem darüber gelegten „Fischernetz“ zusammengehalten wird.

Die Gesamtkosten hatten sich bereits im vergangenen Jahr schon von geplanten 2,84 auf 3,31 Millionen Euro erhöht. Das Grundstück ist riesengroß, aber ungünstig geschnitten, so dass es zur Hausmannstraße nur eine Straßenfront von knapp 26 Metern Länge gibt. Aber eine Verbindung zum „Wellenreiter“-Grundstück ist möglich – das kann von Vorteil sein, weil dann die Eltern die Stellplätze am Trauerberg mit nutzen können; in der Hausmannstraße ist es schwer, solche Kurzzeitparkplätze auszuweisen.

Wer fünfmal ablehnt, fliegt raus

Eine härtere Gangart fährt die Stadt gegen Kita-Träger.

Wer dringend zu versorgende Kinder ablehnt, muss dies gegenüber der Stadt innerhalb von zwei Wochen schriftlich begründen.

Ohne Begründung gilt es als „nicht nachvollziehbare Ablehnung“.

Wer fünfmal ohne guten Grund ablehnt, fliegt aus dem Bedarfsplan und aus der Finanzierung.

Was für die Betreuungsplätze der kleineren Kinder gilt, ist auch bei den Hortplätzen so: Es fehlen welche – nämlich genau 152 Plätze. Der Bedarf liegt bei 2363, das Angebot bei 2211 Plätzen. Im so genannten Kitabedarfsplan für 2018, der am Donnerstag im Bildungsausschuss beraten und am 28. März von den Stadtverordneten beschlossen werden soll, ist eine ganze Liste von Maßnahmen aufgeschrieben, mit denen temporär Abhilfe geschaffen werden soll, bis die neuen Einrichtungen eröffnen.

Für die Grundschule am Krugpark beispielsweise würde per Ausnahmeerlaubnis die Kapazität im Hort „Windrad“ um zehn Plätze erhöht. In der Konrad-Sprengel-Schule fehlen 45 Plätze, hier müssten für eineinhalb Jahr Klassenräume doppelt genutzt werden, bevor im Herbst 2019 die neue Kita am Gallberg (24-Stunden-Kita) in Betrieb geht, in der auch 56 Hortplätze in einem separaten Gebäudeteil entstehen sollen. Für die Horte „Entdeckerfreude“ und „Mittendrin“ sind gleichfalls Kapazitätsausweitungen vorgesehen, um den Fehlbedarf von 66 Plätzen an der Grimm- und an der Pestalozzi-Schule abzudecken. Gleiches gilt für die Mangnus-Hoffmann-Grundschule in Kirchmöser, wo bis zu 27 Plätze fehlen werden.

Mit ihrer Kitabedarfsplanung ist das Jugendamt erstmals neue Wege gegangen: „Abweichend von bisherigen Planungen zum Bedarf der Kindertagesbetreuung erfolgt die Berechnung nicht auf Grundlage von Prognosen des Landesamtes für Bauen und Verkehr, sondern auf der Grundlage der tatsächlichen Bevölkerungszahlen“, heißt es in der von Fachbereichsleiterin Kerstin Schöbe erarbeiteten Beschlussvorlage.

In der Vergangenheit habe es immer wieder „erhebliche Differenzen zwischen den Prognosedaten und den tatsächlichen Bevölkerungszahlen“ gegeben, die dazu führen, dass Bedarfslagen nicht vollständig abgebildet werden konnten. „Die Sicherstellung des Rechtsanspruches auf Betreuung ist oberste Priorität der Bedarfsplanung.“

Die Träger hätten Ansprüche auf Finanzierung aller Betreuungsplätze, um dies gegenüber der Allgemeinheit zu rechtfertigen, sei es unabdingbar, dass als „erforderlich“ eingestufte Betreuungsplätze auch tatsächlich belegt werden können. Andernfalls drohen Sanktionen (siehe Infobox).

Von André Wirsing

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