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Brandenburg/Havel Kinder auf Zeitreise durch die Mark Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Kinder auf Zeitreise durch die Mark Brandenburg
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08:36 18.08.2018
Eindrucksvoller Einblick auf Fundstücke aus dem Dreißigjährigen Krieg. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

Mit Kinderaugen gesehen ist ganz klar, was Archäologen den ganzen Tag über so machen – Sachen ausgraben und am besten noch Schätze finden. Das stimmt zwar im Großen und Ganzen. Ein bisschen genauer erklärten die Mitarbeiter des Archäologischen Landesmuseums im Paulikloster dem interessierten Nachwuchs aber doch, wie ihre Arbeit genau funktioniert.

Von der Eiszeit bis in die Neuzeit - Kinder konnten während der Sommerferien in speziellen Führungen im Archäologischen Landesmuseum tief in die Geschichte der Mark Brandenburg eintauchen.

In jeder Sommerferienwoche stand unter dem großen Motto „Vom Mammut bis zum Münzschatz“ ein Ausflug in eine andere Geschichtsepoche auf dem Programm. Bevor sich zum Abschluss der Blick ganz auf die Neuzeit richtete, erklärte Archäologe Dietmar Rathert den Besuchern der letzten Ferienführung, mit welcher Akribie die Geschichtsexperten zu Werke gehen müssen.

Bestes Anschauungsmaterial lieferte dafür eines der größten Exponate in den Ausstellungsräumen im Paulikloster. Über zwei Etagen ist dort für die Besucher dargestellt, welche archäologischen Schätze sich direkt unter ihren Füßen verstecken können. Oben ist die Fassade eines ganz normalen Einfamilienhauses zu sehen, Graffiti an der Wand und volle Mülltonne auf dem Gehweg inklusive. Richtig interessant wird es eine Etage tiefer.

Eine verschüttete Kellertreppe steht symbolisch für die erste Schicht der Historie, auf die Archäologen bei ihrer Arbeit treffen. Helm und Gewehr aus der Zeit des 2. Weltkriegs liegen dort verborgen. Und weil Keller schon im ausgehenden Mittelalter errichtet wurde, liegt dort in einem Loch im Fußboden ein Münzschatz vergraben.

Der große Querschnitt durch die Geschichtsepochen gibt noch andere Geheimnisse preis. Bevor die Menschen Gebäude aus Stein errichteten, bauten sie ihre Häuser aus Holz. Reste davon, sowie alte Tongefäße aus dieser Zeit können dann bei Ausgrabungen entdeckt werden.

Das ist alles ganz interessant. Richtig aufregend wurde es für Teilnehmer der Kinderführung, als Dietmar Rathert sich mit ihnen zu nächsten Schicht vorarbeitete. Nicht nur der neunjährige Max Hahn aus Bagow machte große Augen, als der Archäologe ein Skelett aus einem slawischen Grab genauer beschrieb. „Mit meiner Schulklasse habe ich das Museum schon einmal besucht“, berichtet Max, der zur Ferienführung von seiner Oma begleitet wurde.

Für Kinder und Jugendliche ab dem fünften Schuljahr hält das Landesmuseum auch einen besonderen Workshop bereit. Unter der Überschrift „Ein wahrer Knochenjob“ werden unter der Anleitung einer Anthropologin menschliche Skelette unter die Lupe genommen, um an ihnen abzulesen, wie die Menschen in längst vergangenen Jahrhunderten gelebt haben.

Mit seiner Schulklasse kann der geschichtsbegeisterte Niclas Kurth dieses Angebot nicht wahrnehmen, denn er kommt aus Ingolstadt. Aber auch aus Bayern hat der Zwölfjährige einen Blick auf den Veranstaltungskalender im Landesmuseum.

„Meine ersten Ferienwochen verbringe ich immer bei meinen Großeltern in Brandenburg, weil die Archäotechnica im Paulikloster immer genau zu dieser Zeit stattfindet“, erklärte Niclas. Am letzten Wochenende erlebte er bei diesem anschaulichen Ausflug in die Bronzezeit unter anderem mit, wie damals mit einfachen Mitteln schon Schwerter hergestellt wurden.

In den beiden vorigen Jahren war der Zwölfjährige ebenfalls bei der Archäotechnica dabei. „Einmal ging es um die Slawenzeit, und bei meinem ersten Besuch konnte ich selbst Ziegel herstellen.“ Und in den nächsten Sommerferien ist der Geschichtsfan aus Bayern wieder hier.

Von Christine Lummert

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