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In der Altstadt gibt’s jetzt kostenfreies W-Lan

Brandenburg an der Havel In der Altstadt gibt’s jetzt kostenfreies W-Lan

Der Verein „Die Altstädter“ bietet in seinem Bürgerhaus ab sofort freies Internet für seine Gäste und Besucher der Brandenburger Altstadt an. Nach dem Freifunk-Prinzip gibt der Verein einen Teil seiner Bandbreite für die Öffentlichkeit frei. Die Freifunk-Initiative der Havelstadt freut sich und setzt bei ihrer weiteren Entwicklung große Hoffnungen in den Stadtteil.

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Die Altstädter Uwe Raake (links) und Andreas von Wertheim (rechts) mit Freifunker Chriss Kühnl im Bürgerhaus Altstadt.

Quelle: Norman Giese

Brandenburg/H. Das Freifunk-Netz in der Havelstadt wächst. Mehr als 30 Zugangspunkte zu dem freien Internet gibt es bereits, der neueste befindet sich im Bürgerhaus in der Bäckerstraße. Der Verein „Die Altstädter“ hat als Hausherr ein Teil seiner Internetverbindung mithilfe zweier Freifunk-Router freigegeben und stellt diesen nun der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Altstädter wollen damit vor allem Touristen die Möglichkeit geben, sich schnell und unkompliziert mit mobilen Geräten über Angebote in der Altstadt, aber auch im Rest der Stadt zu informieren.

Jazzfest, Höfefest, Rolandspectaculum – jedes Jahr lockt eine Vielzahl von Veranstaltungen die Brandenburger und ihre Gäste in die Altstadt. Rund um das Bürgerhaus können sich diese nun über freies Internet freuen. Die Altstädter haben dazu entsprechend dem Freifunk-Prinzip einen Teil ihrer Internetbandbreite für jedermann zugänglich gemacht. „Als Verein brauchen wir hier Internet“, sagt die Vorsitzende Kathrin Arndt. Weil dieses aber nur zu bestimmten Zeiten und zudem nicht in vollem Umfang genutzt werde, habe man sich entschieden, die freien Ressourcen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Erster Testlauf beim Höfefest 2015

Einen ersten Freifunk-Testlauf hat es im Bürgerhaus bereits zum Höfefest 2015 gegeben. „Danach haben wir das Ganze ein bisschen aus den Augen verloren“, gesteht Kathrin Arndt. Vereinsmitglied Andreas von Wertheim, seit einiger Zeit selbst aktiver Freifunker, brachte den Stein letztlich wieder ins Rollen. Er brachte das Thema immer wieder zur Sprache und schaffte Verständnis für die technischen Voraussetzungen und Abläufe.

Von Wertheim klärte seine Vereinsmitglieder zudem über die rechtliche Situation auf und konnte Bedenken wegen hoher Folgekosten ausräumen. Bis auf die einmaligen Anschaffungskosten für den Router (ab 10 Euro) und geringe Stromkosten entstehen beim Freifunk keine zusätzlichen Kosten.

Mit dem Zugangspunkt im Bürgerhaus bauen die Freifunker indes ihr Netz in der Altstadt weiter aus. „Wir haben hier jetzt ein halbes Dutzend Router aufgestellt“, sagt Sprecher Chriss Kühnl. „Die Architektur in der Altstadt kommt uns entgegen.“ Durch die Bauweise der Häuser gebe es weniger faradaysche Käfige als etwa bei Neubauten aus Stahlbeton, wo es zu Signalstörungen kommen kann.

Die Freifunker hoffen zudem, dass sich ihre Idee durch die gute Vernetzung der Altstadt-Bewohner weiter verbreitet und es zu einem schnelleren Ausbau mit größerer Netzabdeckung kommt. „Wir versuchen auf jeden Fall andere Altstädter mit an Bord zu holen“, versichert Andreas von Wertheim. Er hofft, dass durch die Initialzündung des Vereins nun neue Ideen und Projekte entstehen.

Von Norman Giese

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