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In der Spielzeit 2017/18 wird munter musiziert

Brandenburg an der Havel In der Spielzeit 2017/18 wird munter musiziert

Freitag wurde das Programm für die kommende Spielzeit vorgestellt. Es steht unter dem Motto „Start 200 - Unser Theater – Unser Orchester - Unsere Stadt“. Der Slogan soll Aufbruchsstimmung vermitteln und Verbundenheit mit den Brandenburgern suggerieren. Produziert werden fast ausschließlich ambitionierte und gute Orchsterkonzerte.

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Die Brandenburger Symphoniker und ihr Dirigent Peter Gülke

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H.. Freitag wurde das Programm für die kommende Spielzeit vorgestellt. Es steht unter dem Motto „Start 200 - Unser Theater – Unser Orchester - Unsere Stadt“. Der Slogan soll Aufbruchsstimmung vermitteln und Verbundenheit mit den Brandenburgern suggerieren.

Glaubt man Geschäftsführer Klaus Deschner, dessen letztes Jahr als Theatergeschäftsführer jetzt beginnt, ist es auch eine Zäsur: Das Haus stehe auf einer „aktuell gesicherten finanziellen Basis.“ Vorbei scheint die Zeit, in der, wie Klaus Deschner 2016 schrieb, das Haus mit „hochgelobten und sehr willkommenen hausgemachten Eigenproduktionen“ punkten wollte. Ab sofort steht das Orchester als „Flaggschiff“ im Mittelpunkt. Dazu kommt ein zunehmendes Programmangebot im Bildungsbereich. Theaterball, Operngala, Silvesterrevue und ein Liederabend auf dem Marienberg im Sommer 2018 stehen in der kommenden Spielzeit für eigenproduziertes Musiktheater. Die Orchesterdirektorin Victoria Tafferner wusste zusammen mit dem Dirigenten Peter Gülke ein ebenso spannendes wir umfangreiches Konzertprogramm anzukündigen. Dazu gehören acht Sinfoniekonzerte. Die vielen Fans von Peter Gülke, den Deschner einmal mehr als „Segen“ bezeichnete, kommen auf ihre Kosten: Sechs der acht Sinfoniekonzerte übernimmt Gülke selbst. Auch im Dom zum 3. Oktober und zum Freilichtkonzert auf dem Marienberg im Juni 2018 steht er am Pult. Neben zwei Konzerten, die sich Länderprogrammen wie Tschechien und Österreich widmen, reicht die Bandbreite der musikalischen Werke vom 15. bis 21. Jahrhundert.

Als Solisten konnten zum Beispiel Konstanze von Gutzeit (Violoncello) und erneut die Mezzosopranistin Karolina Gumos gebucht werden, deren Konzert im Vorjahr für Gülke das schönste in seiner Brandenburger Zeit war.

„Wir nennen es tanzen“ – 300 Jahre Tanzmusik sowie das Filmkonzert, die Biennale, eine „Jazzfantasy“ sowie ein Mitsingkonzert für alle notenkundigen Chorsänger runden das Programm im Rahmen von Sonderkonzerten ab. Auch Kammermusik soll wieder erklingen.

Wie berichtet, ist die Bühne Senftenberg nun Partner im Theaterverbund. Und so werden die Senftenberger wie das Hans Otto Theater Potsdam, der Nikolaisaal, das Staatsorchester Frankfurt sowie das Staatstheater Cottbus mit dort produzierten Stücken und Programmen auch in Brandenburg zu erleben sein. Mit dem Potsdamer Theaterstück „Der gestiefelte Kater“ darf man sich bereits auf die Weihnachtszeit freuen. Künftig heißt die alte Lesereihe „In Gärten gelesen“ nun „Literatur im Grünen“.

Komiker wie Bernd Stelter, Markus Krebs, Baumann & Clausen und Rüdiger Hoffmann werden für volle Säle sorgen .

Die Laien vom Jugendtheater, unter der Leitung von Steffan Drotleff und von der Brandenburger Bürgerbühne unter Boris von Poser wollen die Stücke „Räuber“ und „Jacke wie Hose“ auch in der kommenden Spielzeit zeigen. Für den April plant das Jugendtheater mit „Klassenfeind“ sogar ein neues Stück. Für einige Freude dürfte die Nachricht sorgen, dass das Berliner Grips-Theater mit drei Inszenierungen im Spielplan auftaucht.

Nach der Spielplanvorstellung schwärmte Gülke erneut vom Orchester und den Konzerten, die im kommenden Jahr die Besucher erwarten. Gleichzeitig sei ihm die „inhaltliche Schieflage“ des Hauses „wohl bewusst“.

Aber „das strukturelle Problem, dass hier außer dem Orchster alles wegrationalisiert wurde“, läge nicht im Verschulden des aktuellen Leitungsteams, weist Gülke auf Fehlentscheidungen hin, die vor fast 20 Jahren gemacht wurden.

Von Benno Rougk

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