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In dieser Baustelle war der Wurm drin

Ortsdurchfahrt Golzow In dieser Baustelle war der Wurm drin

Der Verkehr kann zwar seit Mitte Oktober wieder über die erneuerte Golzower Ortsdurchfahrt rollen, doch die Endabnahme ist erst Mitte Dezember vorgesehen. An einzelnen Rinnen, Abläufen und Schächten musste nachgebessert werden. Ursprünglich wollte man Ende September mit dieser Baustelle fertig sein.

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Autofahrer haben wieder freie Fahrt durch Golzow, aber die Fahrbahnmarkierung fehlt noch. Bauleiter und Überwacher beim Abschreiten der Strecke.

Quelle: Claudia Nack

Golzow. Der Verkehr kann zwar seit Mitte Oktober wieder über die erneuerte Golzower Ortsdurchfahrt rollen, doch die Endabnahme der Pannenbaustelle durch den Landesbetrieb Straßenwesen (LSB) und das Amt Brück ist immer noch nicht erfolgt. „Der Termin wird jetzt für Mitte Dezember angepeilt“, sagt Bauüberwacher Stefan Holz. Ursprünglich sollte die Dateline Ende September sein.

Nach der Vorbegehung vor etwa zwei Wochen musste neben Restarbeiten nachgebessert werden. Der Fachmann umschreibt es mit „Regulierungen an einzelnen Rinnen, Abläufen und Schächten.“ Zwar stehen noch ein paar Barken und ein Tempo-30-Schild, aber auch die kommen weg. „Wir sind zu 99 Prozent fertig“, sagt Bauleiter Tobias Rosenthal von der Michendorfer Firma Matthäi. Die Fahrbahnmarkierung fehlt noch.

Neue Straßenleuchten sind eine andere Baustelle

Ein Subunternehmer musste am Donnerstag noch rasch eine Schachtabdeckung erneuern, da sie Laster kaputtgefahren hatten. Die rot-weißen Zäune im Gehwegbereich gehören zu einer anderen Baustelle: Seit knapp zwei Wochen stellt die Elektro Rathenow GmbH im Auftrag des Netzbetreibers Edis in der Brandenburger Straße 15 neue LED-Leuchten auf. Die Freileitung kommt weg, die alten Betonmasten werden im Winter demontiert.

„Herausfordernd“ sei die B 102 in Golzow gewesen, so Polier Andreas Kriening, den das ständige Missachten des Durchfahrtsverbotes nervte. „Das Bauen im Bestand hat sich als schwieriger erwiesen als erwartet“, sagt Überwacher Holz und lässt Kritik durchklingen: „Vielleicht hat man die Komplexität dieser Maßnahme unterschätzt.“ Von Planungsfehlern will LSB-Mann Klaus Reinhardt zwar nach wie vor nicht reden, räumt gegenüber der MAZ aber eine „gewisse Blauäugigkeit“ ein. Reinhardt zieht eine Lehre: „Beim nächsten Mal werden wir es nicht nur bei der Straße belassen, sondern alle Nebenanlagen mitmachen und sie in die Planung einfließen lassen.“

Zusätzliche Arbeiten, Zeitverzug und Mehrkosten

Genau darin lag die Crux: Eigentlich sollte der Gehweg nicht angefasst werden, doch es kam beim Borde-Herausnehmen gleich im ersten Bauabschnitt anders, was zu einem Dominoeffekt führte. Die Folge waren zusätzliche und mehrfach geänderte Leistungen, die bei Golzowern für Kopfschütteln sorgten. „Da kommen locker 1200 Meter Gehweganpassung zusammen, neu beantragte Zufahrten, teilweise musste die Straße verbreitert“, erklärt Holz. Das wiederum führte zu Zeitverzug, unter dem vor allem die Gewerbetreibenden zu leiden hatten, und zu Mehrkosten. Ursprünglich sollten es 800 000 Euro aus Bundesmitteln sein.

Die neu gestaltete Verkehrsinsel in Richtung Rogäsen ist jetzt   fahrdynamischer

Die neu gestaltete Verkehrsinsel in Richtung Rogäsen ist jetzt fahrdynamischer.

Quelle: Claudia Nack

Für die Gemeinde bleibt es bei den Kosten für Haltestellen und Anbindung des Angers, obwohl er ein zweites Mal asphaltiert wurde, weil sich Regenwasser in der Straßenmitte sammelte. Vize-Bürgermeister Peter Schmieder, der seit Juni zu den Baurapporten kam, macht drei Kreuze, wenn alles vorbei ist. Aus seiner Sicht war in der Planung der Wurm drin, „mit den Leuten aber ein angenehmes Arbeiten, denn es wurde zu jedem Problem eine Lösung gefunden“. Seine Lehre: „Das nächste Mal verlasse ich mich nicht auf Fachplaner, sondern gucke mir vorher alles genau an und hinterfrage es.“

Von Claudia Nack

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