Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Von der U-Haftzelle nach Eisenhüttenstadt
Lokales Brandenburg/Havel Von der U-Haftzelle nach Eisenhüttenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 22.12.2015
Die Bewährungsstrafe bedeutet für den Angeklagten auch keine Lösung. Quelle: dpa
Anzeige
Brandenburg/H

Rahul S. (28) ist seit dieser Woche nach einem halben Jahr in Untersuchungshaft zwar wieder ein auf Bewährung freier Mann. Doch für den Inder sind damit längst nicht alle Probleme gelöst. Er wechselt vom Gefängnis ins Erstaufnahmelager nach Eisenhüttenstadt. Dort entscheidet sich das weitere Schicksal des Mannes, der wegen versuchter sexueller Nötigung und Körperverletzung zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde.

Der Angeklagte wollte dem Schöffengericht Brandenburg nicht verraten, wie lange er schon in Deutschland lebt. Sein bisheriger Aufenthalt in Brandenburg war womöglich illegal, denn erst fünf Monate nach seiner Festnahme stellte der junge Mann über seinen Rechtsanwalt einen Asylantrag. Die Entscheidung darüber steht aus.

Dagegen hat das Schöffengericht sein Urteil nach drei Prozesstagen gefällt. Rahul S. erhält wegen seines sexuellen Übergriffs am 20. Juni 2015 in Hohenstücken 18 Monate Gefängnis auf Bewährung und muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Richterin Susanne Götsche hielt dem in Deutschland nicht vorbestraften Mann zugute, dass sein Opfer es ihm mit ihrem Verhalten in der fraglichen Sommernacht leicht gemacht.

Am Vorabend und in den frühen Morgenstunden des 21. Juni 2015 war der Inder zu Gast in der Wohnung einer 25 Jahre alten Brandenburgerin. Obwohl sie wusste, dass er sie nach eigenem Bekunden liebt, und er an jenem Abend stark betrunken war, gestattete sie dem Bruder ihres Ex-Freundes bei ihr zu übernachten. Das war keine gute Idee.

Denn zu vorgerückter Stunde, als andere Gäste nach Hause gegangen waren, fiel Rahul S. über die vierfache Mutter her. Mit Gewalt versuchte er, Sex mit ihr zu erzwingen. Die junge Frau wehrte sich heftig, biss ihm ins Ohr, trug aber auch ihrerseits Kampfverletzungen davon. Im Endeffekt wehrte sie den Wüstling ab und rief noch rechtzeitig Hilfe.

Rahul S. behauptet, er könne sich an die Geschehnisse jener Nacht wegen seines Alkoholkonsums nicht mehr erinnern. Sollte es wie geschildert gewesen sein, dann täte ihm das leid.

Staatsanwalt Alfred Wenzel und Nebenklagevertreter Michael Manczak forderten 20 Monate Haft für den Angeklagten, dessen Verteidiger hielt eine achtmonatige Bewährungsstrafe für ausreichend.

Von Jürgen Lauterbach

In Damsdorf sind am Dienstag die ersten Flüchtlinge eingetroffen. Mit der alten Kaserne hat ihre Ankunft allerdings nichts zu tun. Es handelt sich um alleinreisende jugendliche Flüchtlinge, die im früheren Kinder- und Jugendheim „Domino“ ein zeitweiliges Zuhause finden. Die Betreiber des Objektes übernehmen auch die Betreuung der Ankömmlinge.

23.12.2015
Brandenburg/Havel Vor dem Arbeitsgericht gescheitert - Generalmusikdirektor Helmrath unterliegt

Der frühere Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker, Michael Helmrath, ist vor dem Brandenburger Arbeitsgericht mit dem Versuch einer Klage auf Wiedereinstellung am Brandenburger Theater gescheitert. Der Richter und Chef des Arbeitsgerichtes Toralf Engelbrecht erkannte die Befristung seines Vertrages zum Ende der Spielzeit 2015 an.

25.12.2015

Das Brandenburger Stadtmuseum ist in der Dauerkrise. Jetzt soll eine Schließung ab Februar bis mindestens 2017 zu einer Neuausrichtung des Hauses führen. Damit zieht die Stadtverwaltung die Notbremse für das am schlechtesten besuchte Museum der Havelstadt. Offen ist, wie es für die Leiterin Desirée Baur weitergeht. Ihre Stelle läuft im Februar nach zwei Jahren aus.

25.12.2015
Anzeige