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Industriemuseum: Stadt soll mit ins Boot

Förderverein braucht Unterstützer Industriemuseum: Stadt soll mit ins Boot

Das Industriemuseum in Brandenburg an der Havel wird von einem Verein betrieben. Der stößt immer mehr an seine Grenzen, das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Museum in Schwung zu halten. Nun soll die Stadt mit einsteigen. Kulturmanager Tim Freudenberg zeigt sich dafür offen, hätte aber gerne noch Hilfe von Riva und vom Land.

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Die Technik aus den Produktionstagen des Brandenburger Stahlwerkes ist noch heute im Industriemuseum zu sehen.

Quelle: Manina Enzkat

Brandenburg/H. Die Stadt Brandenburg zeigt die klare Bereitschaft zu prüfen, in die Trägerschaft des in finanzielle Not geratenen Industriemuseums einzusteigen. Wie der städtische Kulturmanager Tim Freudenberg Mittwoch mitteilte, „hat sich die Stadt bei Gesprächen offen gezeigt“, gemeinsam zu prüfen, ob durch Änderung der Organisationsstruktur „Effizienzgewinne erzielt werden können“. Dabei dürfe nicht nur die Entwicklung für das Industriemuseum betrachtet werden.

Förderverein steht vor Zäsur

Hintergrund ist der Fakt, dass das Museum mit jährlich rund 15 000 Besuchern von einem Verein betrieben wird, der damit an seine Grenzen kommt. Im April wird sich der Verein laut Museumschef Marius Krohn zur Jahresvollversammlung treffen, um über eine neue Organisationsform zu beraten. Möglicherweise werde im Herbst der Verein entscheiden, sich aufzulösen, so Krohn. Freudenberg betont, sollte eine andere Struktur Verbesserungen bedeuten, „steht die Stadt selbstverständlich als größter Fördermittelgeber des Industriemuseums Änderungsvorschlägen offen gegenüber“.

Die Gießhalle im Stahl- und Walzwerk Brandenburg

Die Gießhalle im Stahl- und Walzwerk Brandenburg.

Quelle: Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Er hoffe auf Bereitschaft des Landes und der Eigentümerin des technischen Denkmals, die „Organisationsstrukturen entsprechend für die Zukunft zu stärken“, so Freudenberg. Sprich: Die Stadt lädt das Elektrostahlwerk Riva und das Land dazu ein, das Museum etwa in Form einer Kooperation bei der Trägerschaft zu stärken. In Not geraten ist das Museum, weil die Stadt durch ihren nichtgenehmigten Haushalt nur einen Teil der Fördersumme an die Kultureinrichtung auszahlen konnte.

Die Stadt Brandenburg unterstützt das Industriemuseum mit jährlich 112 500 Euro. Das Land gibt noch einmal 80 000 Euro dazu. Ursprünglich waren 140 000 Euro an städtischen Zuschüssen geplant. Doch weil das Land den Haushalt der Stadt Brandenburg nicht genehmigte, konnten die Zuschüsse nur in der gleichen Höhe des Vorjahres fließen.

Von Marion von Imhoff

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