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Innenstadtkapelle bekommt Schönheits-OP

Brandenburg an der Havel Innenstadtkapelle bekommt Schönheits-OP

Die „Verrückte Kapelle“ in Brandenburg an der Havel steht wieder auf trockenen Füßen. Die Fundamente sind trocken. Die kleine Kapelle in der Jacobstraße, die ihren irreführenden Namen deshalb trägt, weil sie vor über 100 Jahren ein paar Dutzend Meter verrückt wurde, ist der ganz Stolz und manchmal auch das Sorgenkind der Wredow-Stiftung.

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Die verrückte Kapelle in ungewohnter Ansicht.

Quelle: Foto: Petra Jauer

Brandenburg/H. Die „Verrückte Kapelle“ steht wieder auf trockenen Füßen. Die Fundamente sind trocken. Die kleine Kapelle in der Jacobstraße, die ihren irreführenden Namen deshalb trägt, weil sie vor über 100 Jahren ein paar Dutzend Meter verschoben, also verrückt wurde, ist der ganz Stolz und manchmal auch das Sorgenkind der Wredow-Stiftung.

Seit der Übernahme der St. Jakobskapelle im Jahr 1995 war und ist die Stiftung darum bemüht dieses einmalige Juwel der Backsteingotik im Land Brandenburg, mit Hilfe der Landesregierung und Fachleuten der Denkmalspflege zu restaurieren, um sie als Baudenkmal für die Nachwelt zu erhalten.

Klaus Lietze, Geschäftsführer der Stiftung und früherer Handwerker konnte am Mittwoch zufrieden der Öffentlichkeit mitteilen, dass „ein großer Teilschritt der Sanierung nun abgeschlossen ist und die Eröffnung der Wredow-Woche am 3. Juli 2017 ganz im Zeichen der Sanierungsmaßnahmen steht.“ Tatsächlich ist niemandem verborgen geblieben, dass in den zurückliegenden Monaten ständig an der kleine Kapelle gearbeitet wurde.

Das Erdreich rund um die Kapelle wurde abgetragen, eine Spundwand wurde vor die Fundamente gesetzt. „Wann immer an der Straße in den zurückliegenden Jahrzehnten gearbeitet wurde, wurde das Erdreiche gegen die Kapelle geschippt und blieb dort liegen“, erklärt Lietze. Eineinhalb Meter mehr als ursprünglich war die Kirche eingebuddelt. In der Folge habe sich immer mehr Feuchtigkeit in den 50 Zentimeter dicken Mauern gesammelt, im Innenraum der Kapelle roch es immer muffig und nach Verfall. „Das ist jetzt vorbei“, freut sich Lietze.

Auch am Dach wurde gearbeitet, so dass die kleine Kirche jetzt trocken und dicht ist. Gleichzeitig wollte die Stiftung den Beweis erbringen, dass der Denkmalschutz eine künstlerische Nutzung nicht ausschließen. Deshalb wird die Wredow-Stiftung zusammen mit der Wredow-Gesellschaft in den nächsten Monaten in unregelmäßiger Folge kulturelle „Höhepunkte“ der Kunst und Kultur in der St. Jakobskapelle präsentieren. Noch ist der Innenraum nicht saniert und der Kirchenboden muss noch überarbeitet werden.

Die Kapelle wird ein zauberhafter Ort sei, um gemeinsam Kunst zu erleben, ist Lietze überzeugt. Vom 3. bis zum 5. Juli gibt es dazu eine erste Gelegenheit. Bereits 80 000 Euro sind 2017 in die Kapelle geflossen, Dreiviertel davon Fördermittel. Mindestens ebenso viel Geld brauche man noch für die Außenanlage, sagt Klaus Lietze.

Von Benno Rougk

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